Heilige Geometrie

Die Sprache der Natur

Von Andreas Beutel – raum&zeit Ausgabe 177/2012

Die Geometrie bildet die Grundlage der gesamten Mathematik und zählt zum Kanon klassischer Weisheitslehren der Antike. Die Heilige Geometrie kann darüber hinaus als universelle Sprache der Schöpfung gelten. Ihre Basiswerkzeuge sind Zirkel und Lineal, die mit dem weiblichen (Yin) beziehungsweise männlichen Prinzip (Yang) korrespondieren. Der Gründer des Pythagoras Instituts Andreas Beutel sieht darin die polaren Werkzeuge Gaias.

Eine der grundlegendsten Motive der Philosophie ist das Höhlengleichnis des griechischen Philosophen Platon. Er beschreibt darin eine Höhle, in der Menschen von Kindheit an gefangen sind und auf eine Wand schauen müssen. Hinter den Gefangenen lodert ein Feuer, vor welchem Gegenstände hergetragen werden, so dass die Schatten der Gegenstände auf die Wand geworfen werden. Außerdem werden die Stimmen derjenigen, die das Schattenspiel bestimmen, von der Wand so reflektiert, dass aus der Perspektive der Beobachter die Stimmen von den Schatten zu kommen scheinen. In dieser Konstellation ist es für die Gefangenen beinahe unmöglich zu erkennen, dass die Schatten nur Abbild einer größeren Realität sind. Platon beschreibt dann, was passieren würde, wenn einer der Gefangenen die Höhle verließe und die wahre Realität erkennen könnte. 

Dieses einfache Gleichnis wird in der einen oder anderen Weise bis heute verwendet, um auf die Möglichkeit zu verweisen, dass wir in einer Welt leben könnten, hinter der sich eine höhere Realität verbirgt, und welche Schwierigkeiten wir dann hätten, diese Realität zu erkennen, da wir ja selber von Kindesbeinen an mit unserer Welt vertraut sind. Die Idee des Höhlengleichnisses bildet die Grundlage für Geschichten wie „Flatland“, in der es um eine zweidimensionale Welt geht, die Nachricht aus der uns vertrauten dreidimensionalen Realität bekommt. Dieses Spiel mit verschiedenen Welten, die aufeinander einwirken, ist auch Grundlage für Filme wie „Welt am Draht“, „Die 13te Etage“ oder „Matrix“.

Welt der Ideen

Eine tiefere Ebene

Mit Zirkel und Lineal

Blume des Lebens

Holografisches Prinzip

Geometrie des Schönen

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