Zahnmedizin, eine Frage der Füllung

Teil 1: Wie wirken zahnärztliche Werkstoffe im Menschen?  

Dr. med. dent. Dirk Schreckenbach - raum&zeit 144/2006  

Mit welchem Material soll ich das Loch in meinem Zahn füllen? Diese Frage ist immens wichtig, denn in der ganzheitlichen Zahnmedizin ist bekannt, dass die verschiedenen Werkstoffe – nicht nur Amalgam – unterschiedliche Wirkungen im Körper haben. Der Zahnarzt Dr. Dirk Schreckenbach erklärt, wie Sie das passende Material finden.Zahnheilkunde ist leider in den meisten Fällen verbunden mit Ersatz von defekter oder fehlender Zahnsubstanz. Im Gegensatz zu vielen anderen Körpergeweben heilt ein Kariesloch nicht von alleine wieder zu und in der glücklichen Lage eines Haifisches sind wir auch nicht, wachsen diesem doch kontinuierlich schöne neue Zähne nach. 

Hier beginnt bereits das Dilemma. Für unterschiedliche Situationen gibt es eine Vielfalt von unterschiedlichsten Materialien. Jedes Material lässt sich bestimmten Gruppen zuordnen und selbst dann wird es für den Fachmann schier unüberschaubar.

Dieser Artikel will eine Übersicht über die verschiedensten heute in der Zahnheilkunde üblichen Materialien und Werkstoffe geben. Dies soll dem Leser eine Orientierungshilfe sein. Aufgrund der immensen Anzahl von möglichen Materialien werde ich im ersten Teil über Füllungsmaterialien und Zemente berichten, im zweiten Teil in der nächsten Ausgabe über Zirkonoxid, Titan und Cerec® sowie über Materialien für Kronen, Brücken oder Prothesenkonstruktionen.

Betonen möchte ich aber bereits jetzt, dass es keinen generell empfehlenswerten Werkstoff gibt. Die Auswahl sollte immer in Zusammenarbeit mit dem behandelnden Zahnarzt nach dem jeweils vorliegendem Einzelfall erfolgen. Das heißt, dass einige Materialien – auch wenn sie gefühlsmäßig von den meisten Menschen bevorzugt werden – sich nicht für jeden Fall einsetzen lassen.

Sprechen Sie mit Ihrem Behandler über Ihre Wünsche und Ihre Bedürfnisse. Lassen Sie sich aber auch erklären, welches Material in Ihrem speziellen Fall am besten geeignet erscheint und ob es eventuelle Ausweichmöglichkeiten mit welchen Vor- und Nachteilen gibt. Diese Zeit sollte sich jeder nehmen. Das Material soll schließlich die nächsten Jahre in Ihrem Mund bleiben und dort funktionieren und Ihr biologisches System so wenig wie möglich irritieren.

Der Haifisch

Flexibilität im Mund

Testverfahren

Die Suche nach dem perfekten Material

Der Autor

Quellen

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