Benzin aus Sand
Bereits 2001 berichtete raum&zeit über die revolutionäre Entdeckung Dr. Peter Plichtas, Benzin aus Silicium zu gewinnen. Der außergewöhnliche Mathematiker entwickelte zwei Herstellungsmöglichkeiten, ersann einen geeigneten Motor und ist von einer äußerst günstigen ökologischen und ökonomischen Bilanz überzeugt. Bestätigt sich dies, könnte seine Erfindung ein wichtiger Treibstoff der Zukunft werden. In Regierungskreisen wird sie gegenwärtig bereits diskutiert.
Norbert Knobloch - raum&zeit 164/2010
Unbemerkt von der Öffentlichkeit findet zur Zeit eine chemisch-technische
Revolution auf dem Gebiet der Energiegewinnung statt. Sie bietet die Aussicht auf
eine baldige Umstellung von begrenztenfossilen (organischen) Rohstoffen auf
unbegrenzte synthetischanorganische Ausgangsstoffe. Das würde das Ende des
Kohle-/Eisen-/Erdöl-Zeitalters und den Beginn des Silizium-Wasserstoff-Zeitalters
bedeuten. Aktuell laufen, aus patentrechtlichen und taktischen Gründen (noch) geheime
Gespräche auf höchster nationaler und internationaler politischer Ebene und mit
internationalen Großinvestoren. Initiator ist ein einzelner Außenseiter und
Jahrtausend-Genie: Der Düsseldorfer Universalgelehrte Dr. Peter Plichta hatte
die Vision eines synthetischen Analogons zum organischen Kohlenstoff-Sauerstoff-Kreislauf
der Photosynthese in der Natur: den anorganischen Silicium-Stickstoff-Kreislauf.
Diese Vision hat er verwirklicht. Sie musste drei Forderungen erfüllen: Erstens
müsste die neue Energiequelle sofort in ausreichendem Umfang zur Verfügung stehen,
zweitens dürfte sie nicht schon nach einigen Jahrzehnten wieder versiegen, und
drittens dürfte das schon geschädigte Ökosystem unseres Heimatplaneten nicht
noch weiterbelastet werden. Das dazu nötige chemische Element müsste also „wie
Sand (!) am Meer“ vorhanden sein und in einen Energiekreislaufeingebunden
werden können. Dieses Element ist das Silicium, das buchstäblich „wie Sand am
Meer“ als Siliciumdioxid (Sand) in den Wüsten vorkommt.
Der größte Teil der Erdkruste besteht aus dem Element
Silicium. Silicium kann Wasserstoff speichern. Solche Siliciumwasserstoffe
nennt man in der Chemie „Silane“. Sie reagieren in einer heißen
Brennstoffkammer mit dem Stickstoff der Luft. Das heißt, dass es neben dem
Sauerstoff noch ein zweites Oxidationsmittel gibt, eben den Stickstoff
(chemisches Symbol: N für Nitrogenium). Diese Entdeckung ist neu in der
Geschichte der Chemie. Das Gas Stickstoff hatte bisher als „inert“ (extrem
reaktionsträge) gegolten. Und so, wie das Hauptelement (80 Prozent) der Luf thülle
unseres Planeten, der Stickstoff, zuvor nicht auf seine Oxydationseigenschaft hin
untersucht worden war, war auch das Hauptelement (25 Prozent) der Erdkruste,
das Silicium, nicht auf seine Brennbarkeit und damit auf seine Verwendbarkeit als
chemisches Antriebsmittel untersucht worden. Die herkömmliche Definition der
Verbrennung muss umgeschrieben, das heißt erweitert werden. Da Silane aus
Silicium hergestellt werden können, und weil Silicium aus Sand, der nichts
anderes ist als die Verbindung von Silicium (Si) und Sauerstoff (O für
Oxygenium) zu Siliciumdioxid (SiO2), gewonnen werden kann, liegt es nahe, von
einem „Benzin aus Sand“ zu sprechen. Herkömmliches Benzin- oder Dieselöl
besteht chemisch aus Ketten von Kohlenstoffatomen (C für Carboneum), an denen zusätzlich
Wasserstoffatome (H für Hydrogenium) hängen – so genannte Kohlenwasserstoffe. Sie
reagieren (brennen) nur mit dem Sauerstoffanteil der Luft; deren Stickstoffanteil
behindert die Reaktion sogar. Das Element Kohlenstoff (carbo, lat.: Kohle), ein
Nichtmetall, ist die Basis aller organischen Chemie und Kennzeichen allen
Lebens. In Reinform kommt es in der Natur unter anderem als Graphit (graphein,
griech.: schreiben) und als Diamant (adames, griech.: unbezwingbar) vor. Doch der
Großteil ist, erdgeschichtlich und geologisch bedingt, als Carbonate (Salze der
Kohlensäure) – zum Beispiel Kalkstein (Kalkalpen), Kreide, Marmor – anorganisch
gebunden und kann aus chemischen Gründen praktisch nicht zur Energiegewinnung genutzt
werden. Die Menge der energetisch nutzbaren organischen Kohlenstoffverbindungen
– Kohle, Erdöl und Erdgas – ist verschwindend gering im Verhältnis zu den Vorkommen
der anorganischen, als Energiequelle unbrauchbaren Kohlenstoffverbindungen. Das
Mengenverhältnis beträgt etwa 1:100 000! Und von diesem kleinen Bruchteil
zehren wir seit etwa 250 Jahren – ein Irrweg in eine Sackgasse! Das Element
Silicium (silex, lat.: Kieselstein), ein Halbmetall und Halbleiter, aus dem
unsere Erdkruste zum weitaus größten Teil besteht, gehört zur anorganischen
Chemie. Silicium kommt sehr viel häufiger vor als Kohlenstoff: Auf je 1
Kohlenstoffatom kommen 100 Siliciumatome. Silicium ist nach Sauerstoff das zweithäufigste
Element der Erdkruste. Zwei Drittel unserer Umwelt liegen als Silicate (Salze
der Kieselsäure), das heißt Silicium mit Sauerstoff zu Siliciumdioxid (SiO2)
verbunden, in (kristallisierter) Form von Quarz und Quarzsand, in Gesteinen
(Basalt, Gneis, Granit, Porphyr, Sandstein), ihren Verwitterungsprodukten (Sand)
und in Quarzkristallen (Halbedelsteinen) vor. Quarzglas ist amorphes (nichtkristallines)
Siliciumdioxid, das durch kontrolliertes Abkühlen aus SiO2-Schmelzen gewonnen
wird. Es ist, im Unterschied zu „normalem“ Glas (Gläser sind unterkühlte Schmelzen
aus Quarzsand und Zusätzen wechselnder Zusammensetzung), für UV-Strahlung durchlässig
(genutzt für elektrische Höhensonnen).
Dr. Plichta hatte nun die Idee, einen benzinähnlichen Stoff
herzustellen, bei dem die Ketten aus (organischen) Kohlenstoffatomen (C) gegen
Ketten aus (anorganischen) Siliciumatomen (Si) ausgetauscht sind. Bei diesem „Siliciumbenzin“
handelt es sich um Siliciumwasserstoffe, deren Moleküle fünf oder mehr
Siliciumatome enthalten. Solche Siliciumwasserstoffe mit Kettenlängen ab fünf
Siliciumatomen nennt man „Höhere Silane“ Diese glasklare Flüssigkeit hat die
Konsistenz eines Speiseöles und ist eine Art „Dieselöl“ des Siliciums. Silane
sind sehr energiereich; sie verbrennen blitzartig und zischend. Die herkömmlichen,
kohlenstoffhaltigen Benzine verbrennen ausschließlich mit dem Sauerstoff, aus
dem die Luft unserer Atmosphäre zu 20 Prozent besteht. Das tun die Silane auch,
doch brennen sie darüber hinaus zusätzlich auch noch mit dem ca. 80-prozentigen
Stickstoffanteil der Lufthülle unseres Planeten, nutzen also 100 Prozent der
Luft als Oxydator.
Dieser Verbrennungsvorgang ist komplexer als alle bishergeläufigen. Es handelt sich um ein System, bei dem es zwei verschiedeneOxidationsmittel gibt: Sauerstoff und Stickstoff. Alle anderen, herkömmlichen Verbrennungsvorgängesind nur mit einem einzigen Oxidationsmittel möglich: gasförmigem oderflüssigem Sauerstoff oder flüssigem Stickoxid. Bei der neuen Silan-Luft-Verbrennungsreaktionkommt noch hinzu, dass beide Oxidationsmittel nicht mitgeführt werden müssen,sondern der Luft entnommen werden und dennoch stöchiometrisch (chemischvollständig) umgesetzt werden können. Insgesamt ist das Verbrennungssystem mitden vier Elementen Silicium und Wasserstoff auf der einen, Sauerstoff undStickstoff auf der anderen Seite in der Chemie völlig neu. Während niedrigeSilane an der Luft selbstentzündlich sind und zu heftigen Explosionen neigen,sind höhere Silane ab einer Kettenlänge von sieben Siliciumatomen an der Luftnicht mehr selbstentzündlich, sondern müssen (an)gezündet werden. Sie sindstabil, also handhabungssicher, und lassen sich ebenso pumpen und lagern wieBenzin aus Kohlenwasserstoffen. Doch haben sie im Vergleich zu diesen enormeVorteile: Sie können mit dem Luftstickstoff reagieren (brennen), es entstehenbei ihrer Verbrennung keine giftigen Abgase, und sie können aus Rohstoffen(Sand und Wasser) hergestellt werden, die praktisch unbegrenzt verfügbar sindund zum größten Teil am Ende wieder vorliegen. In einem Motor findet eine(blitzartige) Verbrennung statt; deshalb heißt er „Explosions"- oder„Verbrennungsmotor". Eine Mischung von Benzindampf und Luft wird durch einenFunken der Zündkerze entzündet und so Wärme erzeugt. Ein Teil dieser Wärme wirdphysikalisch in mechanische Arbeit ungewandelt – das Auto fährt. Da das Benzinaus Kohlenstoff und Wasserstoff besteht und das Auspuffgas aus Kohlenmonoxid,Kohlendioxid und Wasserdampf, ist der Reaktionsgang: Kohlenwasserstoff (CH) +Sauerstoff (O2) [+ Kohlenmonoxid (CO) +Kohlendioxid (CO2) + Wasser(dampf) (H2O) +ðEnergie] Energie. Dieselöl zündet bei der Verdichtungan einem bestimmten Punkt von selber, sodass auf eine Zündkerze verzichtetwerden kann. Die Energiegewinnung bei herkömmlichen Antrieben ist also von derHitzeentwicklung abhängig, die durch die Verbrennung des Luft-Treibstoff-Gemisches erreicht wird. Bei herkömmlichen Treibstoffen trägt aber nur einFünftel der Luft, nämlich der Sauerstoff, zur Hitzeentwicklung bei. Die Hitzemuss sich dann erst noch über die restlichen vier Fünftel der Luft, denStickstoff, verteilen, sodass die Gesamttemperatur wieder sinkt. Der Stickstoffder Luft kühlt also praktisch. Da nun bei Kohlenwasserstoffen sowohl der Kohlenstoff-als auch der Wasserstoffanteil ausschließlich mit dem Sauerstoffanteil der Luftverbrennen kann, braucht man ungeheure Luftmengen, da auf je einen TeilSauerstoff vier Teile des „kühlenden" Stickstoffes kommen. Das ist äußerstineffizient.
Schon 1970 gelang Dr. Plichta während seiner Habilitation
der Nachweis, dass sich höhere Silane mit der Molekülkettenlänge von fünf (Si5H12)
bis zehn (Si10H22) Silicium-Atomen sehr leicht durch Pyrolyse (Zersetzung
chemischer Verbindungen durch Hitze) im Vakuum bilden und gas-chromatografisch
trennen lassen. Dabei zeigte sich, dass Silane mit höherer Kettenlänge nicht
mehr instabil und ab dem n-Heptasilan (Si7H16) nicht mehr selbstentzündlich
sind, sondern angezündet werden müssen. An der Kölner Universität wurden solche
Verbrennungen jahrelang in vollen Hörsälen demonstriert: Ein durch Gesichtsmaske
und Asbesthandschuhe geschützter Assistent (anfangs Dr. Plichta selber)
verspritzte aus einer Einmalspritze brennendes Silanöl über die Köpfe der
Studenten – nach einem gleißenden, zischenden Blitz segelten die typischen,
harmlosen rot-braunen Siliciummonoxid-Flocken auf die beeindruckten Zuschauer im
Auditorium nieder.
Bei Siliciumwasserstoffen hingegen verhält es sich
grundlegend anders. Silane zerfallen in einer heißen Brennkammer automatisch in
Silicium- und Wasserstoffatome, die sich sofort mit dem Sauerstoff und dem Stickstoff
der Luft vermischen. Es stellt sich sogleich ein thermodynamisches Gleichgewicht
ein, das zu folgenden Reaktionsprozessen führt: Der 20-prozentige
Sauerstoffanteil der Luft verbrennt komplett mit dem Wasserstoffanteil (freie,
reaktionsfreudige Wasserstoff- Atome) der Silane zu Wasser (H2O). Dieser Vorgang
ist derjenige, der auch bei herkömmlichen Verbrennungsprozessen mit Kohlenwasserstoffen
die Hauptenergie liefert. Er allein würde die Brennkammertemperatur auf fast 2
000°C bringen, obwohl der 80-prozentige Stickstoffgehalt der Luft miterwärmt
werden müsste. Bei Kohlenwasserstoffen würde nun zur Verbrennung des
Kohlenstoffanteils weiterer Sauerstoff benötigt werden, was bedeutete, dass weitere
Luft angesaugt werden müsste, deren Stickstoffanteil die Temperatur und damit die
Leistung aber wiederum senken würde. Bei den Siliciumwasserstoffen hingegen
muss keine zusätzliche Luft angesaugt werden, weil der Siliciumanteil die Fähigkeit
und die Möglichkeit hat, sich mit dem Stickstoffanteil der Luft zu verbinden,
also mit ihm zu reagieren. Es kann auch nicht zur Bildung von
Siliciumoxid-Verbindungen kommen, wenn die Luftzufuhr nach der Menge an Silan
in der Brennkammer berechnet wird: Es wird nur so viel Luft eingespeist, dass
der in ihr enthaltene 20-prozentige Sauerstoffanteil durch den
Wasserstoffanteil der Silane komplett aufgebraucht wird. Aufgrund der chemischen
Priorität der Wasserstoff- Sauerstoff-Reaktion verbindet sich das Silicium nun
mit dem 80-prozentigen Stickstoffanteil der Luft. Es entsteht unter weiterer
Energieabgabe der pulverförmige Feststoff Siliciumnitrid (Si3N4). Für Chemiker
hier die stöchiometrischen Formeln für die Verbrennungsreaktionen mit einem
normalen Luftgemisch aus 20 Prozent Sauerstoff (O2) und 80 Prozent Stickstoff
(N2) am Beispiel des Hexasilans Si6H14 (Molekülkettenlänge von sechs
Siliciumatomen): • 2 Si6H14 + 7 O2 + 8 N2 ➞
4 Si3N4 + 14 H2O Nunmehr ist in der Verbrennungsatmosphäre noch ein großer Teil
unverbrannten Stickstoffs vorhanden. Dessen stöchiometrische Verbrennung erfolgt
nach der Gleichung: • 4 ½ Si6H14 + 18 N2 ➞
9 Si3N4 + 63 H Insgesamt gilt für den Input: • 6 ½ Si6H14 + 7 O2 + 26 N2 und für
den Output: • 14 H2O + 13 Si3N4 + 63 H Das „Abgas“ (s. o.) Siliciumnitrid (Si3N4),
das einzige feste Edelgas (!) im Universum (diese Entdeckung von Dr. Plichta
ist eines Nobelpreises würdig!), ist äußerst wertvoll und kann hervorragend genutzt
werden: Es handelt sich um ein ungiftiges, weißes Pulver mit keramischen
Eigenschaften, das enorm hitze- und abriebbeständig ist. Es hält die
unglaublich hohe Temperatur von 1 900°C aus. Deshalb kann es im großen Stil zum
Beschichten von Motoren und Turbinenteilen eingesetzt werden. Diese Eigenschaft
nutzt Dr. Plichta für seinen patentierten, selbstzündenden, selbstschmierenden
und selbstdichtenden Silan-Diesel-Kreiskolben-(Wankel) Motor (siehe weiter
unten).
Die oben geschilderte Bildung von Siliciumnitrid ist natürlich
auch eine „Oxydation“, denn der Stickstoff nimmt 12 Elektronen auf. Molekularer
Stickstoff besitzt eine Dreifachbindung, die sehr stabil ist. Bei atmosphärischen
Gewittern greift der atomare Stickstoff unter Blitz und Donner den Sauerstoff
der Luft an. Genau das gleiche passiert bei der Reaktion von
Silicium-Wasserstoffen mit molekularem Luftstickstoff, wenn in der Hitze die
Silankette in Silicium- Radikale und atomaren Wasserstoff (H1) zerfällt. Während
etwa Kerosin in einer heißen Brennkammer erst einmal Energie braucht, um die
Kohlenstoffkette zu spalten, gibt ein langkettiges Silan unter gleichen
Bedingungen Energie (Wärme) ab, wenn die Kette zerfällt. In einer heißen
Brennkammer entstehen nämlich freie Silicium-Atome, die über 4 Elektronen verfügen.
Da flüssiges Silicium (Schmelzpunkt 1 410°C) sehr heftig mit kaltem Stickstoff brennt,
kann man ganz einfach ausrechnen, wie blitzartig gasförmige Silicium-Atome mit
Stickstoff reagieren, und welche bisher nicht erreichte Energie (Schubkraft)
sie entwickeln. Die Silan-Luftstickstoff-Verbrennung ist also dadurch
gekennzeichnet, dass in einer heißen Brennkammer Silane spontan in freie
Wasserstoff-Atome und Silicium-Radikale zerfallen. Bei einem Überschuss an
Silanen kommt es zu einer reduzierenden Atmosphäre, sodass der Sauerstoffanteil
der Luft stöchiometrisch (chemisch vollständig) mit dem überschüssigen atomaren
Wasserstoff (H1) reagiert und eben keine Silicium-Oxide entstehen können. Die
freien Silicium-Atome reagieren nun natürlich äußerst heftig mit dem gesamten,
bisher fälschlich als „inert“ (reaktionsträge) geltenden Stickstoff.
Ursprünglich und eigentlich hatte Dr. Plichta die höheren
Silane für eine zukünftige Raumfahrt, die erst dann eine solche genannt werden
könnte, entwickelt und vorgesehen. Da es ihm aber 2006 gelungen ist, ein
Verfahren zu entwickeln, mit dem reinstes Silicium fast kostenlos gewonnen
werden kann (s. u.), können Silane nun auch in (modifizierten) Automotoren und
Turbinen anstelle von Erdölderivaten verwendet werden. Dabei geht es darum, die
Energie von Teer, Pech beziehungsweise Bitumen so zu nutzen, dass aus Sand
(Siliciumdioxid) direkt kristallines Silicium gewonnen werden kann. Dann wäre
es unter anderem auch möglich, weltweit alle Hausdächer mit Glasziegeln zu
versehen, die innen mit Silicium beschichtet sind (Solarkollektoren). Da bei
dem neuen Verfahren sehr viel Wasserstoff entsteht, lässt sich dieser statt
Erdgas in die schon bestehenden Gasleitungen einleiten. Bei dessen Verbrennung wird
kein Kohlendioxid frei. Im Gegenteil – bei dem neuartigen Verfahren nach
Plichta wird CO2 mit Monosilan, das als „Abfallprodukt“ anfällt, zu Wasser und
Siliciumcarbid SiC (Diamanthärte 10!) verbrannt, also verbraucht (s. u.)! Damit
wird das exorbitant teuere Vorhaben, auf Kosten des Stromverbrauchers und
Steuerzahlers CO2 unterirdisch und unterseeisch zu „lagern“ (chemisch-physikalisch
unmöglich und unsinnig, da unnötig), hinfällig. Der angebliche „Treibhauseffekt“
existiert überhaupt nicht, sondern ist eine skrupellose Propagandalüge einer korrupten
Polit-Mafia, die die Profit- Interessen des kriminellen Industriellen Komplexes
vertritt. Zusammenfassend gesagt, beabsichtigt Dr. Plichta, mit befreundeten
unabhängigen Wissenschaftlern und Kapitalgebern folgende drei Verfahren zunächst
labortechnisch anzuwenden und dann großtechnisch um und einzusetzen:
1. Die Produktion von kristallinem Silicium als Ausgangsstoff für
Photozellen (Solarkollektoren) und Höhere Silane aus Sand oder (verbessertes Verfahren)
aus Teer, Pech und Bitumen ohne Einsatz von Kohle und elektrischem Strom.
2. Die Produktion von gasförmigen und flüssigen Silicium-Wasserstoffen
(Silanen) als neue, ungiftige, höchst effiziente und preiswerte synthetische
Treibstoffe.
3. Den Einsatz dieser neuartigen Treibstoffe, die auch den
Luftstickstoff mit verbrennen, in Turbinen, Automotoren sowie in der Luftund Raumfahrt.
Für die großtechnische Produktion kristallinen Siliciums als
Ausgangsstoff für Photozellen und Silane (Punkt 1) gibt es nun zwei Möglichkeiten:
Einmal kann man Silicium auf herkömmliche Weise aus Sand isolieren, ähnlich wie
man im Hochofen aus Eisenerzen (Eisenoxiden) durch Einsatz von Kohle Eisen
gewinnt. Zusätzlich braucht man aber bei dieser Siliciumgewinnung auch noch große
Mengen elektrischen Stroms. Analog zur Photosynthese, bei der der grüne Pflanzenfarbstoff
Chlorophyll die nötige Energie zum Aufbrechen der Kohlenstoff- Sauerstoff-Verbindung
des Kohlendioxids (CO2) aus Sonnenlicht bezieht und niederenergetischen elektrischen
„Strom“ (Bewegung von Elektronen auf molekularer Ebene) produziert, kann nun
nach Dr. Plichta die erforderliche Energie zum Auslösen des Siliciums aus Sand,
also die Spaltung der Silicium-Sauerstoff- Verbindung (Siliciumdioxid [SiO2]), idealerweise
ebenfalls aus dem Sonnenlicht bezogen werden – hier als hochenergetischer Strom
mit Hilfe des Siliciums selber in Form von Solarkollektoren direkt vor Ort in
der Wüste, wo das Silicium in Form von Quarzsand (Siliciumdioxid [SiO2]) nahezu
unbegrenzt verfügbar ist. Man kann also in den Wüstengebieten der Erde, in
denen intensive Sonneneinstrahlung herrscht, mit Solarkollektoren aus Silicium
Strom erzeugen. Leider lässt sich dieser Strom ohne größere Verluste weder
speichern noch über größere Entfernungen transportieren. Dafür hat Strom die hier
willkommene Eigenschaft, Wasser in Wasserstoff und Sauerstoff zu spalten (bei
der Elektrolyse von Wasser entsteht an der Kathode Wasserstoff nach der Formel
2 H2O ➞ 2 H2 + O2), ohne dass Rückstände
entstehen. Der auf diese Weise hergestellte Wasserstoff kann direkt an Ort und
Stelle zu dem neuen Silicium-Wasserstoff- Treibstoff weiterverarbeitet werden –
dem Benzin aus dem Sand aus den Wüsten der Erde: Silan. Lange Zeit gab es nur
eine Möglichkeit, elementares, kristallines Silicium zu produzieren: die
Herstellung in einem elektrischen Lichtbogenofen aus den beiden Grundstoffen
Kohle (Koks) und Quarzsand (SiO2 ). Bei Temperaturen um 2 000 °C wird das
Siliciumdioxid zu reinem Silicium reduziert, wobei die Sauerstoffatome vom
Silicium gelöst werden und mit dem Kohlenstoff der Kohle Kohlenmonoxid (CO)
bilden (nach der Formel SiO2 + 2 C ➞
Si + 2 CO). Das so gewonnene Silicium hat einen Reinheitsgrad von über 99
Prozent. Die für die Siliciumgewinnung erforderlichen großen Mengen Kohle
werden über (schon bestehende oder neu zu errichtende) Seehäfen und
Eisenbahnlinien zu den Produktionsanlagen befördert. Das bei der Produktion
entstehende giftige Kohlenmonoxid (CO) fällt örtlich konzentriert in großen
Mengen an und kann daher sogar sinnvoll genutzt werden: Indem man über
Pipelines Wasser zu den Anlagen leitet, lassen sich mit dem Strom durch
Elektrolyse große Mengen Wasserstoffes herstellen (s.o.). Mittels Drucksynthese
unter Verwendung des Wasserstoffes kann nun das Kohlenmonoxid katalytisch in
Methanol (CH3 OH), die einfachste Verbindung des Erdgases Methan, umgewandelt
werden. Dies geschieht nach der Formel CO + 2 H2 => CH3OH. Aus diesem lassen
sich durch chemische Umwandlung Ausgangsstoffe für die chemische Industrie –
zum Beispiel für die Kunststoffproduktion – herstellen. Auch andere Verbindungen,
die bisher aus Erdöl gewonnen werden mussten, lassen sich aus Methanol und
Wasserstoff produzieren. Die benötigte Energie wird, da alle Anlagen vor Ort in
den Wüstenregionen errichtet sind, ebenfalls aus Solarstrom bezogen. Silicium
ist heute noch sehr teuer – eine Tonne kostet derzeit etwa 3 000 Dollar. Kohle
dagegen kostet auf dem Weltmarkt weniger als 100 Dollar pro Tonne. Zudem ist
die Gewinnung von Methanol aus der eingesetzten Kohle bei der Herstellung des
Siliciums quasi ein „Veredelungsprozess“, denn eine Tonne Methanol kostet sehr
viel mehr als eine Tonne Kohle. Und der bisherige Nachteil bei der herkömmlichen
Kohleverbrennung, beispielsweise in Elektrizitätswerken, nämlich die Entstehung
des ungenutzten Gases Kohlendioxid (CO2 ), fällt bei dem geschilderten Verfahren
ganz weg. Doch inzwischen ist es Dr. Plichta gelungen, ein noch besseres
(preiswerteres und effizienteres) Verfahren zu entwickeln, mit dem reinstes
Silicium ohne Einsatz von Kohle und zusätzlichem Strom (fast) kostenlos (!) aus
den Ausgangsstoffen Teer, Pech und Bitumen sowie Mergel (Aluminiumsilikat) gewonnen
und dann zur Herstellung von Photosilicium und/ oder wiederum als
Ausgangssubstanz zur Darstellung von Silanen sowie den keramischen Stoffen
Siliciumnitrid und Siliciumcarbid (Diamanthärte 10!) genutzt werden kann.
(Dieses Verfahren nach Plichta darf nicht verwechselt werden mit dem
irrsinnigen, naturzerstörenden Abbau von Ölsand und Ölschiefer zum Beispiel im
kanadischen Alberta!) Es handelt sich um eine zyklische Herstellung von
kristallinem Silicium und Photosilicium, dem Treibstoff Silan, den Keramiken Siliciumnitrid
und Siliciumcarbid sowie sehr großer Mengen gasförmigen Wasserstoffes aus Teer,
Pech und Bitumen unter Einsatz von Aluminium sowie einer Mischung von Fluor und
Wasserstoff, die beim Verbrennen 4 000°C heißen Fluorwasserstoff liefert, und die
in einem Kreislauf immer wieder erneut zum Einsatz kommen, so dass nur eine
Teilmenge elektrischen Stroms eingespeist werden muss. Dabei wird molekularer
Wasserstoff (H2) als Energiespeicher gewonnen. Eine Silankette hat doppelt so viele
Wasserstoff-Atome wie Silicium- Atome. Beim Zerfall der Kette werden Energie
und atomarer Wasserstoff (H1) frei. Dieser ist chemisch äußerst aggressiv und
greift das Kohlendioxid (CO2) an, weil der molekulare Sauerstoff (O2) doppelt
gebunden ist. Auf diese Weise entsteht unter erheblicher Wärmeabgabe Wasser und
Siliciumcarbid (SiC). So kann das Gasgemisch aus Kohlendioxid und Stickstoff,
das in jedem herkömmlichen Kohle-Elektrizitätswerk kostenlos anfällt, in die wertvollen
Keramiken der Zukunft, Siliciumnitrid und Siliciumcarbid (Diamanthärte 10)
verwandelt werden.
Grundgerüst der Silane sind die zentralen
Silicium-Silicium-Ketten. Die Ausbildung solcher Ketten war anfangs auch das
Problem jeder großtechnischen Silansynthese. Die Angliederung der Wasserstoffatome
an die restlichen, freien Bindungsarme, die nicht an der Kettenbildung
beteiligt sind, und damit die Bildung der reinen Siliciumwasserstoffe ist
dagegen die leichtere Aufgabe. Dr. Plichta löste das Problem elegant mit der
von ihm modifizierten „Müller-Rochow-Synthese“ (ein Verfahren in der Silicon- Produktion):
Bei der herkömmlichen Müller-Rochow-Synthese handelt es sich um eine Synthese,
bei der elementares Silicium unter Druck umgesetzt wird. Im ersten Schritt wird
angeätztes Silicium mit Methylchlorid (CH3Cl) umgesetzt. Man kann nun das
Methylchlorid gegen die entsprechende Silicium-Verbindung austauschen, und zwar
gegen das Silylchlorid SiH3Cl, ein Monochlortrisilan. Nach dreimaliger
Teilhydrierung erhält man ein schweres Silanöl, das aus 15 Silicium-Atomen und
32 Wasserstoff-Atomen besteht. Die für die modifizierte Müller-Rochow-Synthese
nach Plichta benötigten Silylchloride sind leicht zu beschaffen. Sie werden bei
der Produktion von Silicon-Ölen in großen Mengen hergestellt. Dort wird in einem
heißen Autoklaven das Gas Methylchlorid mit Silicium-Pulver und einem
Katalysator (Kupferoxid) umgesetzt. Dabei wird Trichlorsilan (SiHCl3) gewonnen,
das man einfach durch Druckhydrierung mit Wasserstoff in das Monochlortrisilan
SiH3Cl überführen kann. Nimmt man statt des Chlorsilans aber Fluorsilan, kann
man Quarzsand mit Fluorwasserstoff direkt in Tetrafluorsilan und anschließend
unter Druck in Fluorsilan (SiH3F) überführen. Dabei lassen sich zwei Drittel
des zum Einsatz kommenden Silicium-Pulvers einsparen, indem das Fluor recycled
wird.
Mit der großtechnischen Ausweitung der Siliciumproduktion
auf die beschriebenen zwei Weisen ist die Voraussetzung für eine ebenfalls großtechnische
Produktion von gasförmigen und flüssigen Silicium-Wasserstoffen (Punkt 2) erfüllt.
Es können nun direkt in den Wüstenregionen der Erde, also genau da, wo nahezu
unbegrenzt Sand für Silicium und Sonne für Solarstrom zur Verfügung stehen,
Silanölfabriken errichtet werden. In diesen Fabriken kommt dann die abgeänderte
Müller-Rochow-Synthese nach Plichta zur Anwendung (siehe Kasten). Das in den
Silanfabriken gewonnene schwere, klare Silanöl – seine Verbrennung erzeugt kein
CO2 (Kohlendioxid), sondern SiO2 (Siliciumdioxid: Sand) und H20 (Wasserdampf) –
lässt sich genauso wie Erdöl durch Pipelines zu Seehäfen pumpen und dann per
Schiff überall hin transportieren, ohne Gefahr für die Natur: Sollte im Unglücksfall
Silanöl aus einem Silantanker auslaufen, kann es gefahrlos einfach angezündet und
verbrannt werden. Silanöl verbrennt zu Wasser oder an Land zu ungiftigem
Siliciummonoxid, das sich anschließend natürlicherweise in Siliciumdioxid umwandelt
– das ist harmloser Sand. Beim Transport, der Lagerung in Tanks und beim Tanken
an den Tankstellen sind natürlich, wie bei allen brennbaren Stoffen, besondere Vorsichtsmaßnahmen
zu beachten und Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.
Ein neuartiger Treibstoff erfordert neuartige
Motorkonstruktionen, die mit diesem Treibstoff betrieben werden können (Punkt
3). Dr. Plichta besitzt unter anderem ein Patent einer Turbine, bei der eine
Welle durch die Verbrennung eines Silanöl-Siliciumpulver- Gemisches angetrieben
wird. Das staubförmige Verbrennungsprodukt Siliciumnitrid (Si3N4), ein
wertvoller keramischer Stoff, wird auch bei diesem Verfahren aufgefangen. Abbildung
2 zeigt das Grundprinzip der Turbine. Silanöl (10) und Siliciumpulver (11)
werden gemischt und über eine Pumpe (7) in die Hauptbrennkammer (1)
eingespritzt. Dort verbrennt dieser Treibstoff stöchiometrisch mit erhitzter,
zugeführter Luft (8). Anschließend wird den heißen Verbrennungsgasen in der
Nachbrennkammer (2) die ca. zehnfache Menge komprimierter kalter Luft (9) zugeführt,
sodass die Gastemperatur schlagartig von ca. 2 000 °C auf wenige hundert Grad
absinkt. Dabei steigt der Druck stark an. Zu heißes und unverdünntes
Siliciumnitridpulver würde die mit Siliciumkeramik beschichteten Turbinenblätter
zerstören. Dieses Gasgemisch (H2O, O2 und öliges Si3N4) ist nun optimal dazu
geeignet, in der Turbinenkammer (3) die Turbinenblätter in Rotation zu versetzen.
Diese treiben über eine starre Verbindung eine Welle (5) an. Dieselbe Welle
sorgt in der Kompressorkammer (4) dafür, dass über Einlassöffnungen (6) Luft
angesaugt wird. Diese Luft wird zum großen Teil in die Nachbrennkammer (2) geleitet
sowie zu einem kleineren Teil unter Erhitzung in die erste Brennkammer (1).
Dabei dient die aufgenommene Wärme nicht nur der Vorerhitzung der Luft, sondern
gleichzeitig auch der notwendigen Kühlung der ersten Brennkammer (1). Das gasförmige
Verbrennungsprodukt Wasserdampf entweicht über Austrittsöffnungen (21), während
das relativ kalte, feste Siliciumnitrid in Staubbeuteln (20) aufgefangen wird
und so der späteren Weiterverarbeitung zugeführt werden kann. Die durch diese
Turbine angetriebene Welle kann auf vielfältige Weise eingesetzt werden. Es
gibt jedoch noch eine weitere Möglichkeit, wie man heiße Verbrennungsgase dazu nutzen
kann, eine Welle anzutreiben: nämlich durch einen Explosionsmotor. Herkömmliche
Zylinder- Hubkolbenmotoren – Otto-Motoren und Dieselmotoren – allerdings sind für
einen Betrieb mit Silanöl aus technischen Gründen nicht geeignet: Erstens zündet
Silan beim Verdichten mit Luft noch früher als Dieselöl aus
Kohlen-Wasserstoffen; zweitens würde bei den wesentlich höheren Betriebstemperaturen
der Silan-Luftverbrennung das Schmieröl zerstört werden. Drittens entsteht das
pulverförmige Verbrennungsprodukt Siliciumnitrid, das Motorwand und Kolben
zerstören würde. Doch Felix Wankels Kreiskolbenmotor ist, leicht modifiziert,
geradezu prädestiniert dazu.
Bei einem mit Benzin oder Diesel (Kohlenwasserstoffen)
betriebenen Motor kühlt der hohe Stickstoffanteil der Luft die Verbrennungsgase
im Zylinderraum ab. Beim Einsatz von Silanöl (Siliciumwasserstoffen) würde die
Brennkammertemperatur aber ungefähr 1 000 °C höher liegen als bei den herkömmlichen
Motoren. Ein Silan- Wankel-Motor müsste deswegen innen vollständig mit
Siliciumnitrid beschichtet sein oder komplett aus Siliciumcarbid-Keramik
bestehen. Eine äußere Wasserkühlung wie bei herkömmlichen Motoren ist
obligatorisch und selbstverständlich. Die Silane dürfen nicht zusammen mit der
Luft komprimiert werden. Sie würden lange vor Erreichen des Momentes, in dem
der eigentliche Arbeitsschub beginnt, explodieren. Diese Selbstzündung der
Silane bei Kompression mit Luft ist allerdings andererseits auch wiederum ein
Vorteil, weil auf eine Zündkerze verzichtet werden kann. Das Silan dürfte also erst
im Moment der maximalen Verdichtung der Luft in die Brennkammer gelangen. Heutige
Hochdruck-Einspritzpumpen sind nun so leistungsfähig, dass sie Flüssigkeiten
auch in ein explodierendes Treibstoff-Oxidationsmittel- Gemisch injizieren können.
Sie arbeiten selbst bei Drücken von 1 000 bar (das ist das Tausendfache des
normalen Luftdruckes auf Meereshöhe!) und mehr noch zuverlässig. Man könnte
also Luft verdichten und erst im Moment der maximalen Verdichtung mit solchen
Einspritzpumpen Silanöl injizieren und so gleichzeitig die (Selbst-)Zündung
auslösen. Durch Einspritzen von Wasser zündet dieses Gemisch unter Druck von
selber. Der Rolle des Wassers kommt dabei eine entscheidende Bedeutung zu. Bei
herkömmlichen Verbrennungsmotoren sind alle Verbrennungsprodukte gasförmig und
können so Expansionsarbeit leisten, die den Kolben beschleunigt. Bei dem Silan-Wankel-Motor
verbrennen die drei Komponenten Luft, das Wasser-Siliciumpulver-Gemisch und das
Silanöl aber nun stöchiometrisch zu Wasser und Siliciumnitrid, das nicht gasförmig
ist. Es kann deshalb auch keine Expansionsarbeit leisten. Die im Siliciumnitrid
gespeicherte Wärme bewirkt nun aber wiederum eine Verdampfung des zugeführten Wasseranteils
des Gemisches, so dass auf diesem Wege Expansionsarbeit geleistet wird.
Gleichzeitig dient dieser Prozess der erforderlichen Kühlung des Motors von innen.
Das Verbrennungsprodukt Siliciumnitrid hat zudem im
Silan-Wankel- Motor neben der Funktion als Energielieferant eine weitere,
einzigartige Aufgabe. Die Motorwand und der Kreiskolben sind mit Siliciumnitrid
beschichtet. Sie würden ohne Schmierung durch Abrieb auf die Dauer zerstört
werden. Die Verbrennung liefert nun bei dem geschilderten Verfahren aus dem
Motorraum selber ständig einen Stoff nach, der chemisch aus demselben Material
besteht wie die Beschichtung oder die ganze Motorwand und der Kolben selber:
das extrem harte und hitzebeständige, keramische Siliciumnitrid. Dieses sehr
heiße Verbrennungsprodukt Siliciumnitrid wird nun an der Motorwand wie
beschrieben durch die Verdampfung des Wassers auf ca. 1 800°C gekühlt. Bei
dieser Temperatur und dem entsprechenden Druck bildet es zusammen mit dem
Wasserdampf eine flüssig- gasförmige Dispersion, die sich an den Begrenzungen
des Verbrennungsraums wie ein Schmierfilm verhält. Dort, an den inneren Grenzflächen
des Motors, liegt das Siliciumnitrid (Si3N4) also einmal in Form der festen
Keramikbeschichtung und zum anderen in Form der ständig durch die Verbrennung
selber neugebildeten Dispersion vor. Die Grenzschicht besteht aus relativ fließend
ineinander übergehenden Phasen mit einem hinreichend schwachen Temperaturgefälle.
Es kann also nicht zu einem Abrieb der keramischen Siliciumbeschichtung der
Motorwand und des Kolbens kommen. Gleichzeitig erfüllt diese Grenzschicht die
Funktion der Dichtung. Damit ist die „Kinderkrankheit“ des Wankel-Motors, das Problem
der Dichtung und Schmierung, genial-einfach behoben und gelöst! Der
Silandiesel-Wankel-Motor nach Plichta ist nicht nur ein Selbst- Zünder, sondern
zugleich auch ein Selbst-Dichter und Selbst-Schmierer! Da die Verbrennungsgase
bei dem geschilderten Verfahren immer noch sehr heiß sind, liegt es nahe, sie
wie bei der beschriebenen Turbine zu weiterer Arbeitsleistung zu nutzen. Man könnte
sie in eine hinter dem Motorraum liegende Turbinenkammer einspeisen und dort
wie beschrieben mit der zehnfachen Menge kalter, komprimierter Luft mischen, um
über diese Turbine eine Welle anzutreiben, die Arbeit leistet. Diese könnte man
zusätzlich mit dem Kreiskolben verbinden und so als positiven Nebeneffekt eine
gesteigerte Laufruhe des Wankelkolbens erreichen. Die Wankel-Turbinen- Motor-Kombination
liefert schließlich relativ kühle Abgase, die es ermöglichen, das feste, staubförmige
Verbrennungsprodukt Siliciumnitrid zu filtern und in Beuteln aufzufangen.
Das weiße Pulver ist nicht giftig, sehr wertvoll und von großem
Interesse für die Industrie (s. o.). Die Tankstellen könnten daher
sinnvollerweise auch Annahmestellen für das Verbren - nungsprodukt
Siliciumnitrid sein und es an die Industrie weitergeben. Die kann den
einzigartigen keramischen Stoff im großen Stil zum Beschichten von Verschleißteilen
weiterverwenden. Siliciumnitrid lässt sich außerdem mit Laugen wie Natronlauge (NaOH)
oder Kalilauge (KOH) in Ammoniak (NH3) und wasserlösliche Silicate verwandeln. Die
Produktion der dafür benötigten Mengen von Laugen, die für eine Vielzahl
weiterer heutiger chemischer Synthesen notwendig sind, mit Strom und Salz
(Elektrolyse) könnte ebenfalls direkt bei den Solarspeichern in der Wüste
erfolgen. Die bei dem Zersetzungsprozess von Siliciumnitrid entstehenden
Silicate sind chemisch ungiftig und verwittern an der Luft zu Sand. Der zweite entstehende
Stoff Ammoniak (NH3) ist zwar giftig, aber ganz besonders energiereich. Man
kann ihn entweder zu stickstoffhaltigem Kunstdünger, Dünge- und Sprengmittel
(Dynamit) sowie zu Ammoniakwasser (Salmiakgeist; ein Reinigungsmittel) verarbeiten
oder aber mit Luft verbrennen, wobei Wasserdampf und reiner Stickstoff
entstehen (4 NH3 + 3 O2 ➞ 2 N2+ 6 H2O).
Die bei der Verbrennung frei gewordene Wärme in Form des heißen Gasgemisches kann
Wasserdampf-Stickstoff- Turbinen antreiben, die wie in herkömmlichen Elektrizitätswerken
mit Drehstromdynamos verbunden sind. So entsteht zusätzliche Energie, die
wieder genutzt werden kann. Der Verbrennungsprozess von Ammoniak läuft chemisch
100-prozentig ab; es bleibt kein einziges giftiges Molekül übrig. In diesem
Fall ist es ein willkommener Umstand, dass man aus einem giftigen Gas durch einfaches
Verbrennen zwei Produkte gewinnen kann, die natürliche Bestandteile der Atmosphäre
sind. Und eben weil das „Abgas“ Siliciumnitrid im Gegensatz zum Abgas Kohlendioxid
ohne zusätzlichen Energieverbrauch mit wieder verwendbaren „Staubbeuteln“
aufgefangen werden kann, ist für einen weiterführenden Kreislauf gesorgt. Und dieser
Kreislauf ist neu: der solare anorganische Energiekreislauf.
Die Gesetzmäßigkeiten des natürlichen, organischen,
niederenergetischen Kreislaufes der Photosynthese sind von Dr. Plichta auf
einen synthetischen, anorganischen, hochenergetischen Kreislauf übertragen worden.
Kennzeichen des neuen Kreislaufs ist es, dass alle benötigten Rohstoffe, die
den Kreislauf in Gang halten, ebenfalls mit nicht versiegender Sonnenenergie
produziert und recycelt werden können. Dieser von Dr. Plichta entdeckte
Kreislauf stellt unsere Energieversorgung auf eine neue, dauerhafte, sichere, preiswerte
und umweltverträgliche Grundlage und besteht aus fünf Schritten:
- Im ersten
Schritt wird Silicium aus Sand (die dafür erforderliche Energie [elektrischer
Strom] wird direkt vor Ort aus Sonnenlicht mit Hilfe des Siliciums selber in
Solarkollektoren in den Wüstenregionen der Erde erzeugt) oder aus Teer, Pech
und Bitumen gewonnen beziehungsweise hergestellt.
- Im zweiten Schritt erfolgt
die Produktion der höheren Silane, ebenfalls vor Ort, mit der modifizierten Müller-Rochow-Synthese
nach Plichta (Drucksynthese).
- Der dritte Schritt besteht in der Verbrennung
der Silane in neuartigen Motoren oder Turbinen (und in ihrem Einsatz als
Antriebsmittel in einer zukünftigen Raumfahrt), die Dr. Plichta bereits konstruiert
und patentieren lassen hat.
- Im vierten Schritt wird das anfallende Verbrennungsprodukt
Siliciumnitrid (Si3N4) zu Keramik oder zu ungiftigen, wasserlöslichen Silicaten
sowie zu Ammoniak (NH3) und Dünger weiterverarbeitet. Der Ammoniak wird
weiterverarbeitet (s. o.) oder unter Energiegewinnung zu Wasser (H2O) und
Stickstoff (N2) verbrannt.
- Der im dritten Schritt einbezogene Stickstoff
erscheint im fünften Schritt wieder als (natürliches) „Abgas“.
Damit ist der
Kreislauf geschlossen. Das Ganze ist, wie alles im Universum, mehr als die
Summe seiner Teile. Dieses Prinzip wird in der Philosophie „Emergenz“ genannt
(in der philosophischen Disziplin der Wissenschaftstheorie das Auftreten neuer
Qualitäten beim Zusammenwirken mehrerer Faktoren; von se emergere, lat.:
auftauchen, emporkommen). Sowohl das Verfahren zur Herstellung höherer Silane,
die damit betriebenen Aggregate, der komplette anorganische Energiezyklus und
seine Einzelschritte als auch verschiedene Verfahren und Vorrichtungen zum
Schneiden und Bohren von Gesteinen sowie ein neuartiger Sprengstoff auf der
Basis von Silicium und neuartige Solarpaneele (innen mit Silicium beschichtet)
in Steckmodulbauweise wurden von Dr. Plichta weltweit zum Patent angemeldet, das
ihm inzwischen teilweise erteilt worden ist.
Dr. Peter Plichta: „DasPrimzahlkreuz", Bd. 1–4, Quadropol Verlag, Düsseldorf 1991– 2004 www.plichta.de Dr. Peter Plichta: „Benzin aus Sand. Die Geschichte einer revolutionären Entdeckung", raum&zeit Nr. 110, 2001 Walburga Posch, Bernhard Hidding: „Die Treibstoff-Revolution: Benzinaus Sand!", raum&zeit Nr. 115, 2002
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