Die herrschende Naturwissenschaft kennt Mensch und Leben nur als absurde Zufallskonfiguration

 raum&zeit-Interview mit dem Wissenschaftskritiker Jochen Kirchhoff

 Hans-Joachim Ehlers

Die sich zuspitzende Krise der Naturwissenschaften, deren lebensfeindlichster Auswuchs die sogenannte Biotechnik ist, läßt mit raum&zeit immer mehr nachdenkliche Menschen nach Lösungsansätzen Ausschau halten. Doch zuvor bedarf es einer gründlichen Analyse der geistigen Fundamente, auf denen die zeitgenössischen Naturwissenschaften beruhen. raum&zeit kennt im deutschsprachigen Gebiet keinen Wissenschaftler, der das Weltbild der herrschenden Naturwissenschaft gründlicher und zugleich gewissenhafter ausgelotet hätte, als der Berliner Philosoph, Schriftsteller und Dozent Jochen Kirchhoff. Was uns an ihm fasziniert, sind vor allem zwei Dinge: Er dringt zu den geistigen Wurzeln der Naturwissenschaften insgesamt vor, also nicht nur in Teilgebiete wie Physik, Chemie, Biologie usw., und er ist in der Lage, Lösungen, die uns aus der gegenwärtigen Misere führen, so konkret anzudeuten, daß sie umsetzbar erscheinen. Daß dieser Ausweg nicht ohne eine bewußtseinserweiternde Kultur-Revolution zu erreichen sein wird, davon geht mit Jochen Kirchhoff auch raum&zeit aus. Mit Spannung darf man das neue Buch von Jochen Kirchhoff erwarten, das im Herbst unter dem Titel „Räume, Dimensionen, Weltmodelle – Impulse zu einer anderen Naturwissenschaft“ im Münchner  Diederichs Verlag erscheint. Zuvor stellte raum&zeit dem Autor Fragen, die uns seit langem selbst bewegen:

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