Mit PEAT zum Glück finden

Primordiale Energieaktivierung und Transzendenz

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Wir leben in einer Welt der Dualität, die nur in Momenten der Meditation oder Einheitserfahrung als Einheit erlebt werden kann. Oft aber geschieht Leiden, wenn wir, meist unbewusst, nur einen Pol leben, der andere sich aber „hintenrum“ als Schatten in unser Leben einmischt. Was tun?...
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Mit PEAT zum Glück finden
Von Astrid Paulini, Heilbronn – raum&zeit Ausgabe 186/2013

Wir leben in einer Welt der Dualität, die nur in Momenten der Meditation oder Einheitserfahrung als Einheit erlebt werden kann. Oft aber geschieht Leiden, wenn wir, meist unbewusst, nur einen Pol leben, der andere sich aber „hintenrum“ als Schatten in unser Leben einmischt. Was tun? Die neue Methode PEAT verspricht, durch ein Bewusstmachen und Integrieren beider Pole den Menschen von einer beengenden einseitigen Lebensweise zu befreien.

Für mich begann alles mit dem Buch „Peak States of Cosciousness“ („Gipfelerlebnisse des Bewusstseins“). Besonders ein Beitrag des Koautors Zivorad M. Slavinski fesselte meine Aufmerksamkeit und führte dazu, dass ich mich nun schon seit einiger Zeit intensiv mit PEAT (Primordiale Energieaktivierung und Transzendenz) beschäftige.

Leben wir unbewusst nur einen Pol?

Es ist bekannt, dass wir Menschen in einer dualen Welt leben. Alles was wir wahrnehmen und erfahren, ist Teil dieser Polarität, wie Gut und Böse, Aufbauen und Zerstören, Liebe und Hass, Frieden und Sklaverei oder Tag und Nacht. Das Yin/Yang Symbol fasst diese Idee in einem Bild zusammen. Beide Pole Yin und Yang bilden eine Einheit. Ein Teil kann ohne den anderen nicht existieren und in jedem Teil ist bereits die Anlage des anderen Pols integriert. Sie gehören zusammen. 

Wir wissen auch, dass Menschen das Bestreben haben jeweils nur den Teil einer Polarität zu bevorzugen, der als positiv empfunden wird. Schaffen wir es, diesen positiven Pol zu erreichen, möchten wir ihn selbstverständlich bewahren. Weniger bekannt ist die Tatsache, dass der erwünschte Zustand eben nur eine Seite der Einheit ist und wir diesen positiv empfundenen Teil der Polarität nicht lange aufrechterhalten können. Auf eine unbewusste Art und Weise werden wir zwangsläufig auch den anderen Pol anstreben. Und so pendeln wir unbewusst von einem Pol zum anderen, den einen Pol wünschend und den anderen verwünschend. Ebenso wenig im Alltagsbewusstsein vorhanden ist die Tatsache, dass jeder Mensch in seinem Leben eine eigene Urpolarität hat, die maßgebend in seinem Leben ist und zwischen deren Polen sich die Hauptthemen seines ganzen Lebens abspielen. Man nennt sie auch „Personeller Code“ oder „Uranfängliche Polarität“.

Polaritäten ausgleichen

Was mich am Beitrag von Zivorad M. Slavinski so gefesselt hat, ist die von ihm entwickelte PEAT Methode, mit der man die „Uranfängliche Polarität“ und noch andere Polaritäten neutralisieren und die emotionale Belastung, die daran gekoppelt ist, integrieren kann. Ist einmal die Urpolarität bekannt und integriert, werden die emotionalen Themen, die man im Leben hatte, auf einen Schlag verständlich. Meistens stellt man dann fest, dass die Hauptthemen sich eigentlich fast nur auf diese Hauptpolarität bezogen haben. Wenn wir es schaffen, diese Urpolarität und auch weitere Polaritäten zu neutralisieren und zu integrieren, sind unsere täglichen Herausforderungen immer noch die gleichen, aber wir sind ihnen nicht mehr unbewusst und zwangsläufig ausgeliefert. Wir können und dürfen entscheiden, welchen Weg und welchen Pol der Polarität wir beschreiten möchten. 

Was heißt das nun für uns, wenn wir eine Polarität integrieren oder neutralisieren? Was geschieht da und wie fühlt es sich an? Durch bestimmte Techniken werden wir bei PEAT dazu gebracht, dass die beiden Pole einer Polarität sich vereinen. Wir können in diesem Augenblick den einen Pol nicht mehr ohne den anderen Pol wahrnehmen. Sie fließen ineinander und bilden im wahrsten Sinne des Wortes eine Einheit. Wenn wir die emotionale Spannung neutralisieren, die sich unweigerlich im Laufe unseres Lebens zwischen den Polen aufstaut, bleibt die Einheit der Polaritäten in unserem weiteren Leben bestehen. Wir nehmen beide Polaritäten wahr und wählen bewusst den einen oder den anderen Weg. Der unbewusste Zwang, der uns in die eine oder andere Richtung getrieben hat, ist aber beseitigt.

Wir beginnen auf dem Weg des bewussten Lebens entlang zu gehen, welches so immer mehr an Qualität gewinnt. Wir beginnen das Wechselspiel des Lebens zu verstehen. Wenn wir die alltäglichen negativ empfundenen Erlebnisse nicht mehr als selbstverständlich hinnehmen und sie als Startpunkte für die unterschiedlichen PEAT Techniken verwenden, beginnen wir steuernd in unser Leben einzugreifen.

Ich verwende bewusst den Begriff der „negativ empfundenen Erlebnisse“, weil diese für andere Personen nicht zwingend negativ sind. Das einzelne Individuum stuft sie als negativ ein in Abhängigkeit von den Erlebnissen, welche es in der Vergangenheit gehabt hat, den Glaubenssätzen die sich daraus gebildet haben und den Entscheidungen, die es daraus abgeleitet und getroffen hat. Also kann das gleiche Erlebnis von mehreren Personen ganz unterschiedlich empfunden werden. Nur das persönliche Empfinden ist in diesem Fall von Bedeutung. 

PEAT – die Werkzeuge

Zu PEAT gehören mehrere Methoden. Die wichtigste ist das „Tiefe PEAT“, womit man die Pole jeder Polarität zusammenführen und neutralisieren kann. Es ist die einzige Methode, mit der sich auch die Urpolarität integrieren lässt, die wir normalerweise so nicht erkennen können. 

Ausgangspunkt dieser wie auch der anderen Methoden ist ein negativ empfundenes Gefühl. Dieses hat darunterliegend als Auslöser meistens ein anderes negatives Gefühl. So gibt es ganze Ketten von negativen Gefühlen, die zusammenhängen. Meistens nehmen wir nur den letzten Teil der Kausalkette wahr. In Kombination mit einer einfachen Atemtechnik können wir uns an dieser Kausalkette immer tiefer in das Unterbewusstsein bewegen bis zu dem Punkt, an dem schlagartig keine negative Emotion mehr erscheint, sondern eine positive. Diese bildet nun mit der letzten negativen Emotion eine Polarität, die integriert und neutralisiert werden kann. Danach ist das negativ empfundene Gefühl, mit welchem man den Prozess begonnen hat, meistens nicht mehr fühlbar. Falls noch ein Rest da ist oder die Person befürchtet, dass das negative Erlebnis in der Zukunft erneut auftreten könnte, wird der Prozess einfach wiederholt. 

Wird zum ersten mal diese PEAT Methode angewendet, ist unabhängig von der Ausgangsemotion die erreichte Polarität anhand der Kausalkette die Urpolarität, denn diese ist unsere älteste Polarität, mit der größten Wertigkeit in unserem Leben, mit der größten emotionalen Belastung und daher die Polarität, die unser Unterbewusstsein am dringendsten lösen möchte.

Mit der gleichen Methode können auch weitere Polaritäten integriert werden, denn unser Leben ist aufgespannt zwischen einer großen Zahl von Polaritäten. In dem Maße, indem wir diese nach und nach integrieren, werden wir feststellen, dass wir das Urteilen beziehungsweise Verurteilen aufgeben werden. Wir stellen nach wie vor bestimmte Tatsachen fest, aber wenn ein verurteilender Gedanke auftaucht, erscheint auch das polare Pedant dazu, da alles letztlich eine Einheit ist.

Von der Enttäuschung zur Geborgenheit

Das Gefühl einer Klientin, von dem ausgegangen wurde, war eine tiefe Enttäuschung, keinen Partner zu haben. Das nächste Gefühl war eine Wut darüber, von niemandem gemocht zu werden. Dann Trauer, weil sich niemand um einen kümmert, danach ein Gefühl des Zornes dem Schicksal gegenüber, ein Schuldgefühl, dann das körperliche Empfinden, eingesperrt zu sein. Schließlich erschien das Gefühl, verlassen zu sein, Einsamkeit, große Hilflosigkeit. Danach, ganz unerwartet, ein Gefühl tiefer Geborgenheit! In diesem Falle hießen also die beiden gegenüberliegenden Pole Hilflosigkeit und Geborgenheit. Die Klientin bestätigte anschließend, dass sich tatsächlich ihre größten Konflikte zwischen dem Gefühl der Hilflosigkeit und Geborgenheit erstreckten, beginnend seit der frühesten Kindheit.

Fingermethode

Ausgangsbasis einer weiteren Technik, der „Fingermethode“, ist ein negativ empfundenes Gefühl aus der Vergangenheit. Diese Technik basiert auf der Kombination eines Bruchs in Zeit und Ort und eines Sprungs zwischen linker und rechter Gehirnhälfte. Bekanntlich ist die linke Gehirnhälfte hauptsächlich für das logische Denken zuständig und die rechte für das emotionale Geschehen. Unsere Methode arbeitet mit jeweils einer Momentaufnahme aus dem Hier und Jetzt und einer Momentaufnahme des emotionalen Geschehens aus der Vergangenheit mit der Absicht, das dramatisch Erlebte aus der Vergangenheit zu neutralisieren.

Diesen Punkt fixiert man sozusagen mit dem Finger, indem man an den imaginären Punkt deutet, daher der Name. Eine Momentaufnahme, unabhängig auf welches Erlebnis sie sich bezieht, enthält immer vier Elemente, die zusammen gehören. Zunächst ist dies ein Bild, welches aus dem gesamten Erlebnis herausgelöst wird. Dann das dazugehörige Gefühl. Als drittes Element kann zu diesem Bild eine körperliche Empfindung wahrgenommen werden und als viertes ist der entsprechende Gedanke festzuhalten. 

Eine Momentaufnahme muss nicht zwangsweise alle vier Elemente beinhalten. Die Praxis hat erwiesen, dass es ausreicht, aus einem negativen Erlebnis, welches eine bestimmte Dauer hat, solch eine einzige Momentaufnahme mit ihren vier Elementen herauszulösen, zu neutralisieren und zu integrieren. Das ganze Erlebnis wird danach die emotionale Belastung dauerhaft verlieren. So wie der Ozean aus vielen Tropfen besteht und die Information über jeden einzelnen Tropfen bekannt ist, enthält auch ein einzelner Tropfen die Information des gesamten Meeres. 

Deep PEAT 4

Mit dieser Methode lässt sich ein aktuelles negativ empfundenes Gefühl integrieren/neutralisieren. Dazu wird ein Zeitbruch zwischen einer Momentaufnahme im Hier und Jetzt und einer Momentaufnahme des negativen erlebten Gefühls gemacht. Nun wird so lange zwischen den zwei Momentaufnahmen hin und her gewechselt, beziehungsweise die Information über deren jeweilige vier Elemente abgefragt, bis sich diese verflüchtigt haben und nicht mehr wahrgenommen werden können. Jede Art von negativ empfundener Emotion wie Angst, Wut oder Trauer kann damit in kurzer Zeit beseitigt werden. 

So zeigte sich bei einer Klientin zu einem Erlebnis aus ihrer Vergangenheit das Gefühl der Angst, gekoppelt mit körperlicher Unruhe, dem Gedanken „Raus hier“, in Verbindung mit dem inneren Bild einer Wand und einer Tür. Als Pendant dazu im Hier und Jetzt erschien ein angenehmes Gefühl mit körperlicher Ruhe. Dazu gab es keine speziellen Gedanken und ein Bild von Menschen, die in einem Raum saßen. Nach Beendigung des Prozesses war das Ausgangsgefühl der Angst nicht mehr wahrnehmbar.

Des Weiteren kann man mit DP4 bewusst gewählte Polaritäten integrieren und neutralisieren, indem man mit der Momentaufnahme eines negativen Gefühls startet und als Pendant die Momentaufnahme des Gegenteils nimmt. Zwischen diesen Momentaufnahmen und deren Elementen wechselt man wie oben beschrieben hin und her, bis keines dieser Elemente mehr wahrnehmbar ist. Auch lassen sich bewusst zwei Pole einer Polarität auswählen und integrieren. Dabei können die jeweiligen Momentaufnahmen dem realen Leben entnommen oder frei imaginiert werden.

Eine dritte Anwendung dieser Methode ist das Integrieren von eigenen Eigenschaften, die wir nicht als positiv bewerten und gerne ändern möchten. Hierfür verwenden wir eine Momentaufnahme unserer negativ empfundenen Eigenschaft und als Polarität eine Momentaufnahme mit dem Gegenteil davon. Alternativ ist auch die Momentaufnahme einer Person möglich, welche die von uns gewünschte Eigenschaft hat. Es geht nicht darum, diese Eigenschaft der Person zu übernehmen, sondern die emotionale Belastung zu integrieren, welche uns hinderte, die positive Eigenschaft bei uns selbst zu entwickeln. Daher benötigen wir einen zweiten Pol.

PEAT Spirit

Die PEAT Methoden gelten hauptsächlich als spirituelle Methoden. Heute ist bekannt, dass die meisten Auslöser organischer Krankheiten einen emotionalen Hintergrund haben. So werden diese Methoden einerseits wertvoll für das Einleiten einer Therapie, aber auch für die Prävention, da wir durch sie unsere emotionale Stärke in der Zukunft verbessern können. PEAT ist seit ungefähr zehn Jahren im Einsatz und bislang im deutsprachigen Raum wenig bekannt. Als Literatur ist das Buch „PEAT – Neue Wege“ von Zivorad M. Slavinski zu empfehlen. Zwei weitere Bücher des Autors sind in der Übersetzungsphase und die anderen leider noch nicht ins Deutsche übersetzt. 

Die Autorin 

Astrid Paulini, Jahrgang 1957, hauptberuflich im IT-Umfeld tätig, arbeitet seit 14 Jahren als Heilpraktikerin und Trainerin für PEAT und META-Health. In ihrer Therapie kombiniert sie diese mit einigen Methoden der Informationsmedizin.
www.heal-web.com

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