Der Mensch als Messinstrument

Zu den Grundlagen biophysikalisch-energetischer Testmethoden nach Erich Körbler

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#BILD5#R# Sowohl in therapeutischen als auch in hobby-esoterischen Kreisen boomt das Testen mit Pendeln, Biotensoren und Einhandruten. Nach jahrhundertelangem Totschweigen und Misskreditieren der uralten Methode des Testens mit den eigenen biophysikalischen Energien und des Arbeitens mit der eigene...
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Der Mensch als Messinstrument
Von Mag. Ölwin H. Pichler, Wolfratshausen – raum&zeit Ausgabe 126/2003

Sowohl in therapeutischen als auch in hobby-esoterischen Kreisen boomt das Testen mit Pendeln, Biotensoren und Einhandruten. Nach jahrhundertelangem Totschweigen und Misskreditieren der uralten Methode des Testens mit den eigenen biophysikalischen Energien und des Arbeitens mit der eigenen Intuition kehrt somit ein Verfahren zurück, das seit Menschengedenken eine Möglichkeit der Erfahrung der Mitwelt und der Mitmenschen war. Diese Lücke in der Tradition ist Anlass für eine kritische Bestandsaufnahme.

Schulung ist Voraussetzung

Der esoterische Markt ist überschwemmt von semiprofessionellen bis abstrusen Angeboten, an einem Wochenende die Techniken des Pendelns zu erlernen oder sich in einem Tagesseminar die Grundlagen bioenergetischer Testmethoden aneignen zu können. Differenzierte Unterscheidungen der verschiedenen Messmethoden werden dabei ebenso vernachlässigt wie der Umstand, dass die Testergebnisse auch immer vom Zustand der ausführenden Person abhängig sind. Im Vordergrund bei all diesen Anfängerkursen steht das so genannte „geistige“ Pendeln, das heißt das Erfragen verschiedener, ansonsten nicht zugänglicher Informationen (vom Auspendeln des nächsten Liebhabers bis zur Erfragung der wöchentlichen Glückszahlen). Bei mangelnder Schulung ist jedoch gerade dieses Testverfahren fehleranfällig wie kein anderes, da Wünschen und Projektionen des Durchführenden Tür und Tor geöffnet sind. Deshalb sollen an dieser Stelle die grundlegenden Testverfahren und Grundvoraussetzungen für richtiges Testen klar gestellt werden.

Die grundlegenden Testtechniken:

1) Resonanztest 
2a) biophysikalische Testverfahren
2b) mentale bzw. sensitive Testverfahren

Prinzipiell können zwei verschiedene Testtechniken unterschieden werden: Resonanztestverfahren von Objekt zu Objekt (mit nur geringem Anteil an Eigenenergie der durchführenden Person) oder die anderen, oben genannten Verfahren, die immer eine zur Verfügungstellung der gesamten Eigenenergetik und des eigenen Biosystems als Resonanzapparat beziehungsweise Monitor voraussetzen. Beiden Testverfahren gemeinsam ist die Notwendigkeit einer grundlegenden Schulung, da die Basis beider Techniken die Kunst ist, sich während des Testens frei von eigenen emotionalen oder mentalen Projektionen zu halten, sein „Testinstrument“ (= die ausführende  Person in ihrer Ganzheit) während der Testung stabil und störungsfrei zu halten und nach Beendigung der Testung zu 100 Prozent ins eigene „Hier und Jetzt“ ohne energetische Defizite zurückzukehren. Erich Körbler, der Wiener Lebens-Energie-Forscher und Begründer der Lehre der Neuen Homöopathie, bezeichnete diese Art von Testungen als „biophysikalische Messtechnik“. Dieses Verfahren gründet auf drei essentiellen Voraussetzungen, den so genann- ten drei a’s: „anwesend“, „achtsam“ und „absichtslos“.„Anwesend“ meint in diesem Zusammenhang, dass der Tester während der Testung seinen Geist und seine Emotionen nicht ziellos schweifen lassen darf, sondern seinen Fokus auf das zu Testende zu richten hat.
„Achtsam“ soll besagen, dass die Umgebung des Testers für die Zeit des Testens möglichst störungsfrei gehalten werden soll und dass der Ausführende seine Aufmerksamkeit auch auf die Umgebung und die Befindlichkeit des Testobjekts oder -subjekts richten muss.
Die Forderung nach „Absichtslosigkeit“ erscheint hierbei am schwierigsten realisierbar und bedeutet, dass das Interesse des Durchführenden zwar dem zu Testenden gilt, der Tester aber immer seine eigenen Vorstellungen, Wünsche und Erfahrungen aus dem Testvorgang heraushalten muss. Erich Körbler definiert diese Haltung so: „Natürlich muss ich während des Testens etwas erfahren wollen, aber ich begegne dem Testobjekt beziehungsweise -subjekt immer mit offener Neugierde, ohne irgendwie gearteten Vorstellungen. Mit meiner Antenne/meinem Empfänger will ich etwas über das Feld, dessen Qualität oder dessen Informationsgehalt erfahren, und mit meiner Hand, in der ich die Einhandrute halte, bin ich nur neugierig, was mir mein Messzeiger als Resultat offenbart.“

 Das „Kalibrieren“ des menschlichen Körpers als Testinstrument

„Der Mensch selbst ist der größte und genaueste physikalische Apparat. Er darf sich nicht vom Experiment absondern. Der Mensch soll sich als Schauplatz sehen, auf dem die Natur ihr Innerstes offenbaren will.“ (Johann Wolfgang von Goethe).

Erich Körbler bemerkte zu diesem Thema: „In der klassischen Naturwissenschaft wird der Beobachter immer vom Objekt getrennt. Dann wird vom Beobachter aus wiederholt geprüft, welche Reaktionen bestimmte Versuchsanordnungen zeigen. Diese Vor- gangsweise ist für uns unmöglich, da wir als energetische Lebewesen ein anderes Lebewesen prüfen wollen (nach Körbler ist alles, was Materie geworden ist, ein lebendiger Organismus): Erstens hat jedes Objekt zu verschiedenen Zeiten und an verschiedenen Orten immer einen anderen Zustand, und es ist nicht egal, ob ich auf dieser oder jener Seite des Zimmers untersuche. Ich kann demnach keinen Momentanzustand, der allgemeine Gültigkeit hat, feststellen, sondern immer nur den ‚Gesamt-Trend‘. Zweitens kommt es auch immer auf den eigenen Zustand während der Beobachtung/Messung an. Daraus folgt, dass ich immer nur von Objekt zu Objekt prüfen kann – und das ist in den klassischen mechanistischen Naturwissenschaften unmöglich.“

 Grundvoraussetzungen beim Testen

Um den eigenen Zustand während des Testens störungsfrei und stabil zu halten, gilt es, folgende Punkte zu beachten:

Ich muss als Tester, vor allem in den Anfangsphasen, wiederholbar gleiche Bedingungen schaffen, was die Örtlichkeit der Prüfung anbelangt, das heißt einen speziell für Testungen eingerichteten, störungsfreien Platz (bei ausreichender Übung wird diese Forderung zunehmend weniger Bedeutung haben). Zudem sollte immer die Tatsache berücksichtigt werden, dass Testungen an einen bestimmten Ort, einen bestimmten Rahmen und an eine bestimmte Zeit gebunden sind. Biophysikalische oder bioenergetische Prüfungen zwischen Tür und Angel, auf einer Party oder um Neugierige zu beeindrucken sind von vorneherein zum Scheitern verurteilt und diskreditieren die Technik an sich.

Die drei Vortests beim Tester

Der Psychomeridian nach der Neuen Homöopathie

Der Tester selbst muss sowohl von exogenen (von außen kommenden) Störungen, die er in sich gespeichert hat, als auch von internen Störungen (physischen, emotionalen oder psychischen Ursprungs) unbelastet sein. Zudem müssen für ganzheitliche Testungen die linke und rechte Gehirnhemisphäre kohärent, das heißt gleichberechtigt, arbeiten.

Um die oben genannten Voraussetzungen sicherzustellen, fordert Körbler im Vorfeld jeder Testung mehrere Vortests: Falls eine Dysbalance der Hemisphärentätigkeit feststellbar ist, werden die beiden Gehirnhälften durch den manuellen Reiz eines Fingernagelstrichs zum parallelen Arbeiten („Kurzschluss“) angeregt. 

Steht das Testsystem unter Stress, der aus einer exogenen Quelle stammt (wie etwa Erd- oder Wasseradernstrahlung am Schlafplatz oder Belastungen durch Elektrosmog), so wird dies am höchsten Punkt des Schädels (= der zwanzigste Punkt des Lenker-Gefäß-Meridians, „Zusammenkunft aller Yang-Leitbahnen“) überprüft. Bei Stressbelastung kommt eine Strichkombination als Antenne zum Einsatz (siehe Abbildung 1).

Diesen Strichcode hat Erich Körbler gegen exogene Störungen entwickelt.

Zuletzt überprüft der Tester dann seine momentane psychische Befindlichkeit, da jede (auch unter- oder unbewusste!) psychische Belastung zum Zeitpunkt einer Testung das Testergebnis verfälscht. Dazu wird der von Erich Körbler entdeckte „Psychomeridian“ vermessen. Hier sind alle psychischen Ereignisse von der Geburt bis zum Jetzt-Zeitpunkt gespeichert, und abgebildet auf der Strecke zwischen dem schon oben beschriebenen Akupunkturpunkt LG 20 und dem Atlas, dem sechzehnten Punkt des Lenker-Gefäß-Meridians. Zeigt der Test zu diesem Zeitpunkt eine Instabilität, so erfolgt ein Sanie- rungsschritt durch die Reizung der Gesamtstrecke mittels eines Fingernagelstrichs („Entkoppelung“ der Psyche von der Physis).

Wenn sich bei all den beschriebenen Vortests an einem oder allen drei Testpunkten (Hemisphären, LG 20 und Psychomeridian) gravierende Belastungen zeigen, sollte der Tester auch die Überlegung zulassen, dass es vielleicht im Moment nicht der geeignete Zeitpunkt für eine biophysikalische/bioenergetische Testung ist – nicht jeder Mensch ist zu jedem Zeitpunkt, an jedem Ort und mit jeder Person auf Knopfdruck in optimaler Testverfassung. Auch der Mut, eine bereits verabredete Testung aus den genannten Gründen erst mal auf einen anderen Zeitpunkt zu verschieben, sollte zur Ethik eines ganzheitlichen Testers gehören.

 Die Bedeutung des Testplatzes

Nach Abschluss der Vortests muss auch immer der Platz, an dem getestet wird, auf eventuelle Störfelder geopathischer oder elektromagnetischer Herkunft untersucht werden. Sind hier Störungen vorhanden, sollte ein geeigneter anderer Testplatz gesucht werden. Wenn das nicht möglich ist, kann der Testplatz, bei geopathogenen Störungen, durch das Auslegen speziell verteilter balkengleicher Kreuze, wie sie auf dem von Körbler entwickelten Transformer-Betttuch zu finden sind (Grundformen der Neuen Homöopathie), zur Modulation/Transformation bioaktiver Störquellen harmonisiert werden. Bei störendem Elektrosmog sollten andere geeignete Schutzmaßnahmen getroffen werden.

Die Vortests beim Klienten/Patienten

Als nächster Schritt muss auch der/die KlientIn auf dem vorbereiteten Platz auf seine/ihre Testfähigkeit hin überprüft werden. Hierzu kommen die gleichen Vortests zur Anwendung wie beim Tester. Auch bei der zu testenden Person müssen die Hirnhemisphären kohärent arbeiten und dürfen keine exogenen oder psychischen Stressfaktoren die Testung beeinflussen.

 Grundlagen der Testdurchführung

Wie in vielen anderen Bereichen energetischer Methoden wird im „zivilisierten“, westlichen Teil dieses Planeten oft übersehen, dass solche Techniken auch verschiedener vorbereitender Übungen bedürfen. So sind zum Beispiel Yogawissenschaften ohne Kenntnis der grundlegenden Atemtechniken im Ursprungsland dieser Kunst nicht vorstellbar. Der Import in den Westen orientierte sich jedoch zum einen vor allem am schriftlich Tradierten und bog sich zudem diese Grundlagen auf die Bedürfnisse des westlichen Wertesystems zurecht.

Die mangelnde Kontinuität der Tradition im Bereich energetischer Testmethoden hinterließ eine Lücke, die gar nicht bedeutsam genug eingeschätzt werden kann. In den letzten Jahren häufen sich Fälle von ausgebrannten oder nicht mehr testfähigen Menschen, die, nachdem sie jahrelang nach einer falschen Verfahrensweise gearbeitet haben, therapeutische Hilfe benötigen, um ihren entstandenen Defiziten und Schäden begegnen zu können. Wieder andere entwickeln eine regelrechte Testsucht und testen alles, was ihnen in die Finger gerät, und treten somit ihre Entscheidungsverantwortung an das vermeintlich „objektive“ Testverfahren ab. Es existieren auch über die Jahrhunderte unzählige Geschichten von begabten Rutengehern, die an Herzversagen starben oder durch Herzschwäche nicht mehr ihrer Berufung nachgehen konnten. Ich kenne persönlich viele Therapeuten und auch Laien, die sich, nach einem Tag mit mehreren Testungen, am Abend völlig ausgelaugt fühlen. 

Dieser Umstand liegt vor allem in der Unkenntnis oder Missachtung verschiedener notwendiger Bedingungen (Set und Setting). Alle Traditionen, die sich mit dem Einsatz biophysischer und/oder bioenergetischer Verfahren befassen, lehren nicht nur die Technik der Anwendung dieser Methoden, sondern auch, wie man sich auf einen Testdurchgang vorbereitet, wie man sich vor ungewollten Folgen dieser Arbeit schützt und wie man – nach Beendigung des Testens – seine verbrauchten Energien wieder aufbauen kann. Nicht zu unterschätzen ist in diesem Zusammenhang, dass wenn der Tester seinen eigenen Energiekörper dem zu Testenden als Resonanzkörper zur Verfügung stellt, er für kurze Zeit diese Energiemuster auch integrieren muss, da sonst keine Resonanz entsteht und es auch zu keiner gültigen Aussage seines Messinstruments kommen kann (Rute, Pendel etc.).

 Testvorbereitungen

Ein wesentlicher Punkt, um sauber, effektiv, erfolgreich und ohne Auszehrung seiner eigenen Energiepotenziale testen zu können, wurde schon genannt: die bewusste Wahl des Ortes und des Zeitpunktes. Viel ausschlaggebender aber ist die bewusste Trennung von Alltagsleben und Testsituation. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit, da keine Testung, die ernst zu nehmen ist, vom Tester unter Zuhilfenahme seines Alltagsbewusstseins durchgeführt wird. Das Alltagsbewusstsein und unser Wachzustand werden von Betawellen (Hirnfrequenz von ungefähr 14 bis 30 Hertz = Schwingungen pro Sekunde) dominiert. Biophysikalischen/energetischen Testverfahren liegen jedoch andere, langsamere Hirnfrequenzmuster zugrunde; diese Vorgänge werden in der Hauptsache von Alphawellen (8 bis 12 Hertz) geprägt. Somit ist die Herstellung dieser Hirnfrequenzen durch Meditation, Atemtechnik oder andere bioenergetische Übungen notwendig, um diesen Zustand aufzubauen und ihn auch, für die Dauer der Testung, stabil zu halten. Denn die Informationen, die der Tester in diesem Bewusstseinszustand aus dem morphischen Feld seines Gegenübers abruft, unterscheiden sich grundlegend von denen, die über das Wachbewusstsein empfangen werden können. (Mit diesen Vorbereitungen sind nicht Übungen gemeint, wie sie etwa in der Tradition des Zen durchgeführt werden. Dort ist das Ziel, Gehirnfrequenzen der Qualität von Thetawellen – 5 bis 7 Hertz, Schlafzustand – oder Deltawellen – 0,5 bis 4 Hertz, Tiefschlaf, REM „Rapid-Eye-Movement“-Phase – zu erzeugen. In solchen Bewusstseinzuständen werden Informationen aus der Bilder- und Symbolwelt abgerufen, die bei Testungen der beschriebenen Art nichts zu suchen haben. Das wäre ein Betätigungsfeld, wenn überhaupt, von sensitiven bzw. medialen Testungen).

Der Alpha-Zustand

Um diesen so genannten „Alpha-Zustand“ herzustellen, gibt es viele verschiedene Übungen. Das Ausschlaggebendende dabei ist immer, dass ich den Beginn durch ein Symbol des Einschaltens, Startens oder Beginnens markiere und ebenso das Ende dieses Zustandes durch Ausschalten, Stoppen oder Beenden für mich kenntlich mache. Wenn man nun testet, so testet man immer in diesem Zustand: man begegnet seinem Gegenüber in diesem Zustand an dem dafür vorgesehenen Ort zur verabredeten Zeit, und nach getaner Arbeit verlässt man diesen Ort, diese Zeit und diesen Bewusstseinszustand und kehrt zu 100 Prozent ins Hier und Jetzt der eigenen Realität zurück. Dort ist man „ausgeschaltet“, bewegt sich wieder auf der Betawellen-Ebene und verhält sich, spricht und handelt entsprechend dem, was zu dieser Alltagsebene eben gehört. Auf diese Art und Weise wird verhindert, dass man alle Informationen über das Gegenüber weiter mit in seinem imaginären Rucksack trägt, was oft, aufgrund der Schicksale oder Krankheiten der ausgetesteten Wesen, sehr belastend für das eigene Biosystem sein kann und den Tester dann bis in seine Träume verfolgt –  Helferfalle, „Burnout-Syndrom“ und eigenes körperliches und psychisches Unwohlsein sind typische Konsequenzen solchen falschen Verhaltens.

Energetischer Dialog

Hinzu kommt, dass jeder Kontakt mit einem anderen Lebewesen auf der energetischen Ebene nie ein Monolog des Testers sein kann. Dieser Ansatz wurde über Jahrhunderte vor allem deshalb gepflegt, da der Tester, Therapeut oder Heiler, aus welchen Motivationen auch immer, der „Macher“ war und so nie in einem Dialog, sondern immer in einem Sackgassen-Monolog agierte – mit den bekannten Folgen. Ein sehr anschauliches Beispiel für dieses „Macher- und Machtverhalten“ sind die klassischen Wasserader- und Erdstrahlenuntersuchungen: Der „Fühlige“ entscheidet unter Zuhilfenahme seiner Rute darüber, ob dieser Schlafplatz für jemanden gut oder schlecht ist. Dabei wird völlig ignoriert, dass jedes Individuum auf ein vorhandenes Feld verschieden reagiert und es die Aufgabe des Testers wäre, nicht nur herauszufinden, ob Störstellen vorhanden sind, sondern vor allem, ob diese Störfelder für die betreffende Person auch wirklich negative Auswirkungen haben. Das heißt, der Tester müsste den Auftraggeber in den Messkreis mit einbeziehen, um eine gültige Aussage über das Verhältnis Feld und beteiligte Person treffen zu können. Der Umstand, dass zum Beispiel der Urgroßvater im betreffenden Bett steinalt wurde und der Enkel nun an dem selben Platz binnen kurzer Zeit körperliche Symptome durch die dort vorhandenen Störstrahlung entwickelt, wird bei solchen Testverfahren einfach ignoriert.

Jedes Testverfahren, das bei Mensch oder Tier zur Anwendung kommt, hat immer ein lebendiges Gegenüber, mit dem der Ausführende (über die Testung) in einen energetischen Dialog tritt, der über das „feedback“ des Gegenübers immer auch dem Tester Energie zukommen lässt. Dieser Aspekt fällt bei Wasserader- oder Erdstrahlenuntersuchungen naturgemäß weg. Rutengeher bewegen sich vornehmlich in „krank machenden“ Feldern – mit den bekannten Folgen. 

Die Solarplexus-Energie

Daher ist eine regelmäßige Überprüfung der Güte der eigenen Solarplexusenergie vor dem Beginn einer Testreihe und nach dem Abschalten nach jedem Testdurchgang unumgänglich, um den jeweiligen Energiezustand des Systems zu prüfen. Ist dieser unter den für Testsituationen notwendigen Level gefallen, sollte man sich eine Pause gönnen, um den eigenen Energiekörper (die eigene Solarplexus-Energie) wieder aufzubauen oder man beendet – mangels genügend zur Verfügung stehender Eigenenergie – den Test. Es nützt niemandem, wenn sich der Tester selbst überfordert, denn die Qualität der Ergebnisse wird darunter leiden, und er selbst bleibt ausgelaugt zurück (ein altbekanntes Phänomen bei klassischen Rutengehern, aber auch zunehmend ein Problem bei allen anderen genannten Testverfahren).

 Das Resonanz-Testverfahren

Diesem Verfahren liegt das Phänomen zugrunde, dass sich gleich geartete Substanzen „anziehen“, verschiedenartige hingegen „abstoßen“ (magnetisches Prinzip, „gleich und gleich gesellt sich gerne“, im Gegensatz zum polaren Prinzip, „Gegensätze ziehen sich an“). Ein Beispiel: Stellen Sie zwei Fläschchen mit Propolistinktur in einem Abstand von 20 Zentimetern vor sich auf einen Tisch (der Ort sollte natürlich durch keine Störfelder irgendwelcher Art belastet sein, und der Tester muss sauber kalibriert und „eingeschaltet“ sein). Wenn Sie nun die Kugel Ihrer Einhandrute in die Mitte zwischen die beiden Fläschchen halten, wird die Rutenspitze horizontal von einem Fläschchen zum anderen schwingen, da die beiden Substanzen identische Abstrahlungen haben. Die Rutenspitze folgt somit den ineinander fließenden Wellenmustern; Sie finden eine „Beziehung“ vor; die beiden Substanzen stehen miteinander „in Resonanz“. Tauschen Sie ein Fläschchen gegen zum Beispiel Kamillenextrakt aus, so wird sich die Kugel an ihrer Rutenspitze vertikal in der Mitte zwischen den beiden Proben auf und ab bewegen, sie folgt der Grenze, an der sich die Wellenabstrahlungen der beiden verschiedenen Substanzen „abstoßen“. 

Mit diesem Verfahren werden im Rahmen der Resonanztests nach der Neuen Homöopathie verschiedenste „Beziehungstests“ durchgeführt, etwa der Test auf das Vorhandensein von Mykosenbelastungen im Blut. Hierbei werden verschiedene bildliche Darstellungen von Pilzen mit dem von Erich Körbler entdeckten „Mykosepunkt“ an der linken Brustseite in circa 30 Zentimeter in Konfrontation gebracht. Trägt der Körper nun diesen Pilz in sich, so wird die Kugelspitze der Einhandrute, wie oben beschrieben, horizontal vom Bild zum Mykosenpunkt schwingen („Beziehung“). Belastet dieser Pilz die Biophysis nicht, so trennt die Kugelspitze das Feld zwischen Bild und Punkt (vertikal, keine Beziehung). Mit dieser Methode können natürlich alle möglichen Resonanztests durchgeführt werden (Lebensmittel zur Unverträglichkeitstestung, welche Schwermetalle belasten das Biosystem etc.). Dieses Verfahren verlangt vom Tester viel weniger Energie, da er die (bio)physikalischen Wellenprozesse nicht an seinem eigenen Resonanzapparat (Körper) misst, sondern nur „eingeschaltet“ die Beziehung oder Nicht-Beziehung verschiedener Felder untereinander prüft. Daher ist es ratsam, Tests, die man auf der materiellen Resonanzebene ausführen kann, nicht durch mentale Abfragetechniken, sondern auf der Realebene durchzuführen. So können Sie, wenn Sie auf der Suche nach unverträglichen Lebensmitteln für jemanden sind, sich die alltäglichen Nahrungsmittel, die diese Person zu sich nimmt, in kleinen Gläsern mitbringen lassen und in Resonanz mit dem Körblerschen Allergiepunkt testen, anstatt über die rechte Hirnhemisphäre des Patienten mental Informationen über unverträgliche Lebensmittel abzurufen. Zudem binden Sie Ihr Gegenüber viel mehr in die Testung ein, indem Sie den Klienten/Patienten dazu motivieren, selbst aktiv an den Testvorbereitungen mitzuwirken.

Aber auch in diesem Testverfahren sind die eingangs erwähnten drei a’s zu berücksichtigen: Teste ich jemanden, den ich gut kenne und von dem ich weiß, dass er/sie bei Ohrenschmerzen bis dato immer gut auf das Homöopathikum Belladonna D6 angesprochen hat, kann es trotzdem sein, dass die zu erwartende Reaktion ausbleibt und zu diesem Zeitpunkt ein anderes Mittel vorteilhafter wäre, das sonst noch nie angezeigt hat – auch hier gilt der alte Grundsatz: Die Energie folgt dem Gedanken. Dahinter verbirgt sich die Schwierigkeit, die auftreten kann, wenn man beim Testen Fragen stellt, da jede Frage in sich (aufgrund evolutionärer Kodierungsprozesse) schon eine Antwort vorprogrammiert hat. Mehr dazu unten im Abschnitt über mentale Testverfahren.

 Biophysikalisches Testverfahren

Bei dieser Testung geht es darum, die Qualität und Informationsgüte ultraschwacher Felder, die der menschliche Ätherkörper an ausgewählten Meridianpunkten abstrahlt, zu erfassen und zu klassifizieren. Voraussetzung für dieses Testverfahren ist eine saubere Kalibrierung des Testers. Das Eichverfahren der Rutenreaktionen (waagerechtes oder senkrechtes Schwingen) wird anhand von Polarisierungsübungen mit magnetischen Polen und einzelnen Strichen geübt. Rechts- und Linksrotationen und deren geometrische Erscheinung (stehende bzw. liegende Ellipsen oder Kreisen der Rutenspitze) wird mit verschiedenen Antennenformationen (= Strichkombinationen) geeicht, die, abhängig von der Anzahl der parallelen Striche, unterschiedliche Verwirbelungsmuster der auftreffenden Energien abstrahlen. Schon bei diesen einführenden Übungen muss in der Anfangsphase auch immer das Augenmerk darauf gerichtet werden, dass die Lernenden das Aus- und Einschalten integrieren und immer auf die Qualität ihrer Solarplexusenergie (als allgemeiner Messstab für die zur Verfügung stehende Gesamtenergie) achten.

Die Interpretation, welche Rotationsrichtung nun „verträgliche“ und welche „unverträgliche“ Feldmuster zeigen, folgt der Tatsache, dass die Natur von sich aus das rechtsrotative Element bevorzugt (wie etwa die Richtung des Sonnenlaufs oder die Bewegungsrichtung unserer Galaxis insgesamt; das physikalische Gesetz der Rechts-links-Deformation beim Übertritt vom logarithmischen in den dreidimensionalen Raum: Global-Scaling-Theorie von Dr. rer. nat. Hartmut Müller, Institut für Raum-Energie-Forschung). Nach längeren Übungssequenzen mit diesen Antennenvorgaben lassen sich dann die ultraschwachen Abstrahlungsfelder des menschlichen Energiekörpers (Äther- oder Meridiankörper) sowohl gültig vermessen als auch, durch Interpretation der Ergebnisse, heilbringend durch Aufmalen bestimmter geometrischer Formen = Antennen modifizieren bzw. modulieren („Neue Homöopathie nach Erich Körbler®“).

 Mentales Testverfahren

Wie schon früher beschrieben, handelt es sich bei dieser Technik um das schwierigste Testverfahren, da die saubere Kalibrierung und die Kunst des absichtslosen Testens hier absolut ausschlaggebend für das Resultat sind. Nach der Theorie Erich Körblers über die Speicherung von Informationen im menschlichen Gehirn wird alles jemals Erfahrene über Selbstwiederholungsmuster in Bildern im Speicher (= Gehirn) abgelegt. So ist zum Beispiel der Begriff „Haselnuss“ als Summenbild aller in diesem Leben erfahrenen Informationen, die mit diesem Begriff zusammenhängen, abgespeichert. Stelle ich daher für jemanden die Frage „Sind Haselnüsse gut für denjenigen?“, so ist das Resultat meiner Testung mit der Einhandrute immer von diesem, meinem abgespeicherten Begriffskomplex beeinflusst. Anders verhält es sich, wenn mein Gegenüber anhand einer Liste mit verschiedenen Nüssen seinen Fokus zuerst auf die Cashew-nuss, dann auf die Walnuss und anschließend auf die Haselnuss lenkt. Der Tester prüft in diesem Fall jeden Begriff Schritt für Schritt mit seiner Empfangshand an der rechten Schädelhemisphäre seines Patienten (wo nach der Lehre Erich Körblers alle akuten und chronischen Geschehen gespeichert werden). Ebenso verhält es sich, wenn zum Beispiel die Therapiedauer einer Behandlung ausgetestet werden soll: Entweder der Patient spricht den Zeitraum aus („eine Woche, zwei Wochen …“) – was die Eingebundenheit und Eigenverantwortung des Patienten fördert –, oder der Tester tut dies für den Patienten. In beiden Fällen sind die schon mehrfach beschriebenen Bedingungen zu beachten: Auch wenn man beispielsweise von seinem Gegenüber weiß, das es sich bei dieser Person um jemanden handelt, der immer sehr schnell auf verschiedene Therapien anspricht, kann es sein, dass zu diesem Zeitpunkt, unter diesen Umständen und mit diesem therapeutischen Schritt ein außergewöhnlich langer Therapiezeitraum festzulegen ist. Umgekehrt kann eben diese anstehende Therapie noch schneller beendet werden, als der Tester sich das vorstellen kann.

Daher abschließend noch einmal Erich Körbler zum Verhältnis Tester/Gegenüber (Therapeut/Patient, bzw. Berater/Klient): „Ich muss als Therapeut oder Berater (Tester) die Wahrheit des Patienten/Klienten/Gegenübers erkennen und ihn nach seiner Wahrheit behandeln. Meine Wahrheit, die in mir gewachsen ist, ist einzig und allein für mich selbst gültig.“

Alle Bilder: @ Ehlers Verlag GmbH

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