Elektroschock: Psychofolter in deutschen Krankenhäusern

Von Vo Cubillus, Hamburg – raum&zeit Ausgabe 62/1993

Die meisten von uns sind der Meinung, daß Elektroschocks längst verboten sind. Man glaubt, sie seien nur noch von Stalinisten, Militärdiktaturen und Mafiosi oder sonstigen finsteren Mächten zu Folterzwecken verwendet worden, da jeder halbwegs informierte Laie über die fürchterlichen Folgen der Hirnstromstöße Bescheid weiß. Doch nun müssen wir erfahren, daß die Psychofolter mit Elektroschocks in deutschen Unikliniken, Nervenheilanstalten etc. gängige Praxis ist und das auch noch mit steigender Tendenz. Denn aus den USA schwappt eine neue PR-, Werbe- und Verkaufskampagne für einschlägige Foltergeräte nach Europa über. Spiritus rector (oder besser rectum?) dieser aggressiven Verkaufsbemühungen ist ein gewisser Max Fink, E.-Schock-"Wissenschaftler" und praktischerweise gleichzeitig Vorstandsvorsitzender der Gerätefirma. Vo Cubillus hat für raum&zeit recherchiert.

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