raum&zeit Ausgabe 205

Januar/Februar 2017

Altes Wissen neu entdeckt
Physisch sehen ohne Augen

Öffnung des Dritten Auges
Prof. Ulrich Warnke erklärt wissenschaftliche Hintergründe

Glyphosat am Baby-Po
Giftfreie Alternativen

Wie matriarchale Gesellschaften wahre Demokratie leben

 

Das Inhaltsverzeichnis der raum&zeit Ausgabe 205 finden Sie hier

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Editorial: Donald Trump und die Zukunft

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

es ist passiert, die Zeitungen sind voll davon. Was in der Comicserie „Die Simpsons“ noch als lustiger Gag verfilmt wurde, ist nun Realität: Donald Trump ist Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Buff, das sitzt erstmal. Und nun? Das fragen sich viele und jeder sucht nach Gründen, wie das nur passieren konnte. Wenn man sich diesen Mann in seinen Reden im Wahlkampf so anschaut und anhört, kann man schon an der Menschheit zweifeln. Wie konnte so ein ungehobelter, respektloser Egomane überhaupt so weit kommen? Andererseits, wäre die Cholera (Hillary Clinton) die bessere Alternative gewesen? So ein großes Land hat also wirklich nur zwei solche Kandidaten zu bieten und hatte damit nur die Wahl zwischen Pest und Cholera? Für mich wird mit dieser Wahl so langsam das Ende unserer Gesellschaftsform eingeläutet, denn so kann es einfach nicht weitergehen. Dafür muss man nicht Politikwissenschaften studieren. Allein schon dieser Wahlkampf. Was ist das für eine Vorbildfunktion für unsere Kinder? Der, der am lautesten brüllt und die schlimmsten Schimpfwörter von sich gibt, gewinnt und darf dann im schönen Weißen Haus wohnen und alle müssen dann das machen, was er sagt, weil er jetzt der Chef ist. Punkt.

Nein, so kann es nicht weitergehen. Donald Trump ist ein Patriarch wie er im Buche steht und ein unberechenbarer noch dazu. Also was tun? Das Gegenteil von Patriarchat wäre dann ja Matriarchat, um mal etwas Neues vorzuschlagen. Was bedeutet das aber nun? Das Gleiche nur mit Frauen? Sprich, dann hätten die Amerikaner doch Hillary wählen müssen? Nein, das hätte nicht wirklich etwas geändert. Hier liegt nämlich der Fehler begraben. Matriarchat ist keine Frauenherrschaft, es ist überhaupt keine Herrschaft, es ist Kooperation. In dieser Gesellschaftsform gibt es keinen Chef und auch keine Chefin, somit keine Hierarchien. Und jetzt kommt die gute Nachricht: Es gibt diese Gesellschaftsformen noch heute und sie funktionieren schon seit Jahrtausenden. Sie funktionieren wie ein Netzwerk und sie arbeiten mit Konsenspolitik, es wird solange diskutiert bis eine für alle gute Lösung gefunden wurde.
Die Philosophin Dr. Heide Göttner-Abendroth beschäftigt sich seit zwanzig Jahren mit der Matriarchatsforschung und ist der Meinung, dass unsere modernen Gesellschaften davon Entscheidendes lernen können. In so einer Gesellschaft hätte ein Donald Trump keine Chance oder um es anders zu sagen, so eine matriarchale Gesellschaft würde nie einen Donald Trump hervorbringen. „Matriarchale Gesellschaften“ S. 78

Ja, manchmal hat man schon das Gefühl, die Menschen sind blind, taub und fern jeglicher Wahrnehmung, wenn sie so etwas wie Trump zulassen können. Und das obwohl sie gut funktionierende Augen besitzen. Menschen, die das nicht haben, sondern unter Blindheit oder einer Sehschwäche leiden, bekommen nun eine neue Perspektive: Sie können wieder sehen lernen, ohne Augen. Klingt verrückt und ist dennoch möglich. Evelyn Ohly bietet schon seit mehreren Jahren Seminare dazu an und erzielt gerade bei Kindern sehr große Erfolge. Nicht nur, dass die Kinder dann ohne Augen ihre Umwelt wieder wahrnehmen und somit sehen können, sie werden auch zu selbstbewussteren, glücklicheren jungen Menschen. „Sehen ohne Augen“ S. 10. Und dass das Ganze nun wirklich kein esoterischer Hokuspokus ist, sondern wissenschaftlich erklärbar und welche Stoffe und Organe dafür zuständig sind, dass das funktioniert, beschreibt kein Geringerer als Dr. rer. nat. Ulrich Warnke: „Die Öffnung des Dritten Auges“ S. 50

Für das nächste Jahr wünsche ich mir, dass wir alle wieder richtig „sehen“ lernen, denn dieses Wahrnehmungstraining hilft, wie alle Bewusstseinstrainings, wieder mehr in die eigene Mitte zu kommen. Also fangen wir an, bei uns selbst. Denn nur da können wir wirklich etwas ändern und je mehr mitmachen umso mehr werden aufwachen. Und in einer feinfühligen, respektvollen, neugierigen und aufgeweckten neuen Gesellschaft wird es keine Trumps mehr geben. Da bin ich mir sicher!

Herzlichst Ihre
Andrea Ehlers

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