Die Bedeutung seelischer Vorgänge bei Menstruationsschmerzen

Von Dr. med. Holger Gerlach – raum&zeit Ausgabe 14/1985

Nach W. Schneider und J. Kunz (1982), Zürich, klagen in der gynäkologischen Praxis etwa 50 Prozent aller Frauen im gebärfähigen Alter über eine mehr oder weniger stark ausgeprägte, meist therapiebedürftige Dysmenorrhö, wobei über die Hälfte der Patientinnen im Rahmen des sogenannten prämenstruellen Syndroms (PMS) zusätzlich über Beschwerden, wie Spannungsgefühle in den Brüsten (Mastodynie), Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit, Müdigkeit, seelische Verstimmung, Nervosität etc., klagen.
Insbesondere den betroffenen Frauen muß es unverständlich erscheinen, daß sich bisher psychosomatisch orientierte Gynäkologie und wissenschaftliche Psychologie mit einem erlebnismäßig so zentralen Ereignis wie der Menstruation kaum auseinandergesetzt haben.

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