Die Wiedergeburt der Natur

Von Prof. Dr. Rupert Sheldrake, London – raum&zeit Ausgabe 53/1991

In raum&zeit Nr. 48 erschien ein Interview mit Rupert Sheldrake, das Kawi Schneider mit ihm führte. Unter der Überschrift "Rupert Sheldrake, der moderne Aristoteles" wurde schon damals die Weltsicht dieses Wissenschaftlers analysiert und seine faszinierende These von den "morphogenetischen Feldern" allgemeinverständlich dargestellt. "Die Wiedergeburt der Natur" – so der Titel des dritten Buches von Sheldrake – könnte als euphorische Feststellung mißverstanden werden, etwa "alles halb so schlimm, die Natur erholt sich wieder". Sheldrake versteht den Titel aber philosophisch. Er will den Geistes-Wandel darstellen, der sich in den letzten Jahren vollzieht: Die geistige Abkehr von den determinischen, mechanistischen Weltbildern der Natur- und teilweise auch der Geisteswissenschaften hin zu einem lebendigen, teilweise chaotischen, mit offenen Systemen arbeitenden Weltbild, das sich in den Köpfen aufgeschlossener Wissenschaftler zu formen beginnt. Die Wiedergeburt der Natur zunächst also in den Köpfen der Menschen. Was ja auch schon was ist.

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