Das Ende vom Traum der nachwachsenden Rohstoffe

Von Dr. med. Hermann Feldmeier, Buchholz – raum&zeit Ausgabe 56/1992

Wenn den Bauernfunktionären gar nichts mehr einfällt, wie sie die Bauern auf eine bessere Zukunft vertrösten können, dann reden sie von den "nachwachsenden Rohstoffen". Da ist dann die Rede von "neuer Entwicklung" in "naher Zukunft" auf dem Automobilsektor. Autos werden "in Kürze" mit Bio-Alkohol fahren, gewonnen aus Zuckerrüben, Dieselfahrzeuge mit Rapsöl und schließlich ist da noch das Elefantengras, mit dem man u. a. eine Art Holzgas erzeugen kann. Vor diesen Windeiern der Bauernfunktionäre warnen seit langem alle Ökologen. Denn sie befürchten durch die sogenannten "nachwachsenden Rohstoffe" ein weiteres, noch heftigeres Ausbreiten von Monokulturen, die den Boden noch mehr belasten, Strukturen des bäuerlichen Lebens weiter zerstören und insgesamt noch schädlicher sind als der gesamte EGAgrar-Unfug jetzt schon ist. Wie recht die Öko-Warner mal wieder haben, wird am Beispiel Brasilien deutlich, das jetzt mehr als 25 Jahre lang "nachwachsende Rohstoffe" erzeugt hat. Das Ergebnis ist erschreckend, wie Dr. Feldmeier, Arzt u. a. für Tropenmedizin, berichtet.

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