Wo die Ökologie ökonomisch wird

Pfiffige Elektronik-Schrott-Aufbereitung zeigt, wie zukunftsträchtig Ökologie ist

raum&zeit Ausgabe 87/1997

Mit dem Elektronik- und High-Tech-Boom wachsen die Schrotthalden von elektronischen Haushaltsgeräten, Computern, Bildschirmen, Druckern etc. Pro Jahr fallen in Deutschland zur Zeit etwa 1,5 Millionen Tonnen Elektronik- und Elektro-Schrott an. Tendenz steigend. Dieser Schrott ist in doppelter Hinsicht kompliziert: einerseits ist er Sondermüll, weil Teile des Schrotts Schadstoffe enthalten, andererseits enthält er sehr wertvolle Rohstoffe wie Kupfer, Silicium und Edelmetalle. Bis vor nicht allzu langer Zeit war dieser High-Tech-Schrott noch ein Problem. Jetzt ist er zu einem lukrativen Ausgangsprodukt für eine Spezialfirma geworden, die über das Problem heftig nachgedacht hat. Das Ergebnis waren drei Europäische und vier Deutsche Patente.
raum&zeit stellt die Firma mit Namen ARRA TERRA vor, um zu zeigen, daß die Ökologie-Bestrebungen inzwischen hochspezialiserte Recycling-Unternehmen hervorgebracht haben, die nicht nur umweltschonend, sondern höchst lukrativ sind. Diese Dokumentation ist um so notwendiger als die Ökologie von so manchem Politiker immer noch gern als Traumtänzerei bezeichnet wird, die nur die „ordentliche Wirtschaft“ hemmt.

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