Wer ist Burson Marsteller?

Der Propaganda-Konzern und seine finsteren Kunden

Von Carmelo Ruiz, Vermont, USA – raum&zeit Ausgabe 91/1998

Man darf sich die Firma Burson Marsteller, die zur Zeit dabei ist, eine gigantische Propagandaschlacht für genverseuchte Lebensmittel in Europa zu schlagen, nicht als kleines PR-Büro vorstellen. Hier handelt es sich um eine globale Krake, die – nach eigenen Auskünften – Einfluß auf alle wichtigen politischen Entscheidungsgremien in Europa ausübt. Die Mitarbeiter in der Spitze erarbeiten ihre Strategien frei von jedem Skrupel. Meistens sind es Ideologien, die maßgerecht erarbeitet werden. Sie erarbeiten „Sprachregulierungen“, lügen, täuschen und heizen Emotionen an, wie es vor ihnen nur Josef Goebbels, NS-Reichsminister für Progaganda, so perfekt beherrschte. Auch auf dem Instrument der Medien spielen sie so gut wie er, nur geschickter, vor allem eleganter. Von Burson Marsteller konnte die Erkenntnis stammen, die wir aus der Bioethik kennen: „Nicht die Ziele der Nazis waren falsch, nur ihre Art der Umsetzung“. Carmelo Ruiz ist puertoricanischer Journalist, der in Vermont, USA lebt, wo er u. a. als Gastdozent und Forscher am Goddard College’s Institute for Social Ecology (Sozial-Ökologie) arbeitet. Er hat den Propaganda-Konzern Burson Marsteller journalistisch durchleuchtet. Das ist dabei herausgekommen (siehe hierzu auch: „Die Propaganda-Strategie der Gen-Multis ist entlarvt“ und „So wollen uns die Gen-Multis manipulieren“ in dieser Ausgabe).

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