Ist das Herz nur ein sekundäres Organ? (III)

Eine Kreislauftheorie

Von Dr. Martin Mendelsohn, Berlin – raum&zeit Ausgabe 92/1998

Schon die ersten beiden Folgen dieser neuen Kreislauftheorie (der dritten seit knapp 2000 Jahren) haben ein erfreulich großes Echo sowohl bei Fachleuten als auch bei Laien ausgelöst. Der Tenor ist eindeutig: Diese Theorie, wonach nicht das Herz den Kreislauf in Bewegung hält, sondern der Kreislauf von der Peripherie aus in Schwung kommt und das Herz lediglich Regulator und Maßgefäß ist, klingt wesentlich plausibler als die bisher gültige Pumpen-Theorie. raum&zeit sind drei Persönlichkeiten bekannt (sicher gibt es noch mehr), die seit Jahren ähnlich argumentieren wie Professor Mendelsohn: Dr. Hans A. Nieper, Hannover, der leider verstorbene Stuttgarter Arzt und Herzspezialist Dr. Kern und der Detmolder Diplom-Ingenieur Wilfried Hacheney. Wobei Nieper und Hacheney die Bedeutung des Stoffwechsel als Ursache für alle Erkrankungen noch mehr betonten als Dr. Kern und wobei wiederum Hacheney zusätzlich bei seinen Erkenntnissen über den Stoffwechsel die Bedeutung der kolloidalen Prozesse betont. Die 1928 veröffentlichte Arbeit des Berliner Professors (die ersten beiden Folgen erschienen in raum&zeit Nr. 90 und 91) zeigt einmal mehr, welch fatalen Irrweg die Schulmedizin seit den dreißiger Jahren mit dem Aufkommen der Pharma-Industrie bis heute beschritten hat. Gesamtmedizinische Erkenntnisse, wie die des Prof. Mendelsohn, waren nicht mehr interessant. Die Biochemie, das Detail, der „Wirkstoff“ wurden forciert. Mit dem Ergebnis, daß die Schulmedizin heute wissenschaftlich und finanziell am Ende ist.

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