Das Titanic-Syndrom unserer Gesellschaft

Drohen wir am Eisberg unserer eigenen Kälte zu zerschellen?

Von Dr. med. Christfried Preußler, Sipplingen – raum&zeit Ausgabe 96/1998

Die nachfolgenden hochinteressanten Gedankengänge entstanden aus der vom Autor überarbeiteten Niederschrift seines Vortrages, den er im Juli dieses Jahres auf den 6. Lindauer Naturheiltagen gehalten hat. Die Analogie zu der Titanic-Katastrophe aus dem Jahre 1912 sieht er unter anderem darin, daß die heutigen Industrie-Kapitäne – genauso wie damals der Kapitän der Titanic von irrationalem, eindimensionalem Denken verblendet sind, das ersatzreligiöse Züge trägt und das sie glauben macht, mit Hilfe der Technik den endgültigen Sieg über die Natur errungen zu haben und damit sämtliche Probleme der Menschheit lösen zu können. Der in Überlingen am Bodensee praktizierende Naturheilarzt Dr. Preußler ist den raum&zeit-Leserinnen und Lesern durch seine treffenden Gesellschafts-Analysen „Sind wir noch zu retten?“ (raum&zeit Nr. 55) und „Wir sind nur noch zum Teil zu retten“ (raum&zeit Nr. 79) bekannt. Mit seinen Gedanken zum „Titanic-Syndrom“ hält er uns einen weiteren Spiegel vor, in dem wir – wenn wir wollen – nicht nur unsere bedrohliche Situation erkennen können, sondern auch, was wir tun müssen, um eine globale Katastrophe des Raumschiffs Erde zu verhindern.

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