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Infopunkte Bewusstsein

raum&zeit-Ausgabe 216

Neuer Schwung in der PSI-Forschung: Remote Viewing funktioniert

Bekanntlich ruht die wissenschaftliche Erforschung extrasensorischer Phänomene seit den späten 70er Jahren des letzten Jahrhunderts. Zwei Gründe werden mindestens für die Zeit nach Hans Bender, dem Gründer des Freiburger IGPP, angeführt:
Erstens, man kann die Ursache des Phänomens nicht messen, zweitens, man kann es nicht für profitable industrielle Produkte nutzen. Jetzt gibt es einen neuen Vorstoß:
Maximilian Müller, Psychologiestudent an der Schmidt-Universität in Hamburg, reproduzierte während seines Praktikums 2016 eine Versuchsanordnung von Russell Targ aus dem Jahr 1978 am Stanford Research Institute (SRI), California. Müller selbst fasste sie als Machbarkeitsstudie (Proof-of-Principle-Study) auf und erhielt die gleichen bzw. noch bessere Ergebnisse auf einem hohen Signifikanz-Niveau als Targ vor 40 Jahren. Ein wie auch immer gearteter „hellseherischer“ Effekt ist aus dem Projekt nicht mehr wegzudiskutieren. Benutzt hat Müller für diesen Zweck zum ersten Mal das Coordinate Remote Viewing-Protokoll (CRV), in dem er vorher von der Remote Viewing-Akademie ausgebildet worden war. Als Ursache für diesen Erfolg konnte er die Methode festmachen, die dem menschlichen System Zeit und Gelegenheit gibt, auf eine andere Funktion „umzuschalten“. Diese völlig neue Sicht der Prozesse im Gehirn brachte ihm 2017 in einem weiteren Projekt den von der amerikanischen Remote Viewing Association (IRVA) ausgelobten Warcollier-Preis ein, der nach einem bekannten PSI-Forscher der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts benannt ist. Inzwischen hat Müller neue Versuchsreihen angesetzt. Ziel seiner Forschungen ist, nicht nur nachzuweisen, dass es Paraphänomene gibt, sondern auch, wie sie im Universum funktionieren, das sich im Zuge der Quantenforschung als immer weniger kausal, sondern eher komplementär darstellt. Das jedoch ist eine Herausforderung in einer wissenschaftlichen Welt, die sich noch sehr schwer von der Newton-tradierten Sichtweise des „wenn – dann“ lösen kann. Dafür sucht er noch in CRV ausgebildete Probanden, die sich bei ihm oder bei der RV-Akademie melden können. (MJ)

Weiterführende Links:
https://www.anomalistik.de/images/pdf/zfa/zfa2017_12_083_mueller_wittmann.pdf
http://www.irva.org/research/index.html
https://rv-akademie.com/index.php?option=com_content&view=article&id=527:neues-aus-der-rv-forschung&-catid=14&Itemid=435
https://www.remoteviewing-news.de/

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