Update fürs Gehirn

Selbstheilung mit der Alpha-Synapsen-Programmierung

Von Lissy Götz, Bad Dürrheim – raum&zeit Ausgabe 174/2011

Funktioniert unser Gehirn wie ein Computer? Die ehemalige Programmiererin Lissy Götz entdeckte viele Parallelen. Auf der Suche nach einer einfachen Selbstheilungsmethode fand sie auf autodidaktische Weise eine Möglichkeit, emotionale und gesundheitliche Probleme an der Wurzel zu packen und schädliche Glaubensstrukturen zu beseitigen. Hier beschreibt sie ihre spannende Suche und die Grundzüge der Methode. 

Jeder trägt die Heilkraft in sich

Eines schönen Nachmittags schwollen mir Hals und Nase an, und es wurde mir abwechselnd heiß und kalt. Eindeutige Anzeichen einer Erkältung. Schon seit geraumer Zeit versuchte ich, meine ständig wiederkehrenden Erkältungen durch alle möglichen Hausmittel und alternativen Heilmethoden in den Griff zu bekommen. Erfolglos! Ich ärgerte mich über die Unfähigkeit, mich selbst zu heilen. War es wirklich immer nötig, bei Krankheit oder seelischen Problemen sofort einen Therapeuten oder Arzt aufzusuchen? Denn tief in mir war ich überzeugt, alles in mir zu haben, was es für eine Heilung bräuchte.

Die Suche beginnt

Einige Wochen später fiel mir in einer Bücherei ein Buch vor die Füße: „Der geheime Kosmos Gehirn“ von Prof. Dr. Ernst Pöppel 1. Er zeigt darin, dass neueste Forschungen den Zusammenhang zwischen der Funktionsweise des Gehirns und dem menschlichen Verhalten aufgedeckt haben und erläutert: „Die Entwicklung des Gehirns ist eines der großen Ereignisse in der Evolution. Von einfachen Systemen ausgehend, schritt die Entwicklung zu immer komplexeren Gehirnen fort, bis schließlich das menschliche Gehirn entstand, das nicht nur unser Verhalten und Erleben in wohlgeordneter Weise gestaltet, sondern auch weiß, dass es in der Welt ist; es bildete sich ein Gehirn heraus, das Selbsterkenntnis ermöglicht und die Ursachen seiner eigenen Existenz bedenken kann“. Instinktiv spürte ich, dass ich in meinem Gehirn den Schlüssel für meine gewünschte Selbstheilung finden würde. Doch ich wollte noch genauer verstehen, was im Oberstübchen vor sich geht und besorgte mir weitere Literatur von Joachim Bauer 2, Manfred Spitzer 3 und anderen.

Später las ich alles noch einmal – diesmal aber aus der Sicht einer Programmiererin, denn in vielen Büchern und Vorträgen wurde das Gehirn mit einem Computer verglichen. Und ich fragte mich: Was, wenn unser Gehirn tatsächlich wie ein Computer funktioniert?

Prof. Bauer beschreibt in „Das Gedächtnis des Körpers“ 2, dass unterschiedliche Erfahrungen und Erinnerungen in unterschiedlichen Gehirnarealen abgespeichert werden. Genau wie auf der Festplatte eines Computers! Dort gibt es Dateien, die unterschiedliche Daten enthalten (zum Beispiel Adressdaten, Rechnungsdaten oder Kundendaten). Dazu haben wir diverse Programme, wie Textverarbeitungsprogramme, Tabellenkalkulationen oder Buchhaltungsprogramme. In diesen Programmen stehen so genannte Zugriffspfade (der vom Betriebssystem verfolgte Weg zum Auffinden gesuchter Datensätze). Dort steht genau, wo sich die Daten für ein bestimmtes Verarbeitungsprogramm auf der Festplatte befinden. Ohne diese Zugriffspfade ist kein Programm in der Lage zu arbeiten. 

Die Zugriffspfade haben nun tatsächlich Ähnlichkeiten mit Synapsen in unserem Gehirn (siehe Kasten rechts oben). Um als Programmierer die Erlaubnis zu bekommen, eine Datei zu löschen, muss ich zuerst alle dazugehörigen Zugriffspfade löschen. Denn ein cleverer Programmierer kann anhand eines Zugriffspfades eine Datei komplett neu rekonstruieren. Unser Gehirn funktioniert genauso: Auch dort müssen alle relevanten Synapsen (Zugriffspfade) gelöscht werden, damit sich eine Datei, beispielsweise für ein Sabotageprogramm, nicht wieder selbst rekonstruieren kann. Nur so kann ein Problem wirklich bis in die Wurzel gelöst und somit losgelassen werden. 

Synapsen löschen leicht gemacht

Das Gehirn macht aus einem geistigen einen biologischen Vorgang. Indem ich an den Synapsen arbeite, mache ich aus einem biologischen einen geistigen Vorgang. Die Quantenphysik hat längst bewiesen, dass wir mit der Kraft unserer Gedanken Teilchen von A nach B bewegen können. Alles, was ich nach links bewege, kann ich auch nach rechts bewegen. Das Universum ist schließlich keine Einbahnstraße. Deshalb war ich mir sicher, dass Synapsen durch unsere Gedanken nicht nur entstehen, sondern auch wieder gelöscht werden können (siehe Kasten S. 96). Wie meinte schon Albert Einstein: „Die einzige Kraft, die stärker ist als Dampf, Elektrizität, oder Atomkraft, ist der menschliche Wille.“

Als Programmiererin bin ich strukturiertes Arbeiten gewohnt, deshalb machte ich mir eine Zeichnung mit bunten Kreisen. In diese Kreise schrieb ich, welche Informationen hauptsächlich darin gespeichert werden, und machte mir Notizen zu psychologischen und biologischen Vorgängen im Gehirn. Nun wollte ich all dies selbst in der Praxis testen und machte mich kurzerhand selbst zum Versuchskaninchen und suchte mir ein Problem heraus, an dem schon alle Schulmediziner, Heilpraktiker und Heiler gescheitert waren: Heuschnupfen. 30 Jahre schlug ich mich schon damit herum, während der Gräserblüte entweder Cortison nehmen zu müssen oder das Haus nicht verlassen zu können. 

Mittels des kinesiologischen Muskelselbsttests begann ich, mich selbst zu behandeln. Ich testete, in welchen Gehirnarealen sich Synapsen befanden, die mit dem Heuschnupfen im Zusammenhang standen. Des Weiteren überprüfte ich die Gehirnareale für Heilblockaden und Sabotageprogramme. Mental markierte ich alle Synapsen, die ich ausgetestet hatte, um sie im nächsten Schritt zu löschen. Dazu machte ich ein kleine Visualisierung: Ich stellte mir die Synapsen als Drähte vor, die aus meinem Kopf herausgezogen werden. Diese Selbstbehandlung wiederholte ich täglich über 2 Wochen, immer aus einem anderen Blickwinkel heraus. Dabei fand ich unter anderem ein entscheidendes, trauriges Ereignis aus meiner Kindheit. Mir war klar, dass es darum ging, dies zunächst noch einmal zu fühlen, um es lösen zu können.

Erster Erfolg im Selbsttest

Im Juni, als die Wiesen in unserem Dorf in voller Blüte standen, wartete ich vergebens auf den alljährlichen Heuschnupfen! Völlig überrascht war ich jedoch über eine weitere Nebenwirkung: Ich hatte circa 30 Jahre lang geraucht und nicht vorgehabt, aufzuhören. Einige Tage nach der Behandlung meines Heuschnupfens bemerkte ich, dass ich schlicht vergessen hatte, mir eine Zigarette anzuzünden. Und es gab auch kein Bedürfnis mehr danach. Die Auflösung dieser Synapsen hatte also weitere gesundheitsförderliche Folgen.

Durch diesen Erfolg motiviert, kreierte ich – natürlich am Computer – aus der Zeichnung mit den bunten Kreisen heraus einen Flowchart. Dabei kam ich auf weitere Zusammenhänge. Meine innere Stimme inspirierte mich, einige wichtige Tugenden des Menschseins zu integrieren und sie mit Körpersystemen zu verbinden. Ich kombinierte beispielsweise die „Tugend der Transzendenz“ (Dankbarkeit, Demut, Humor, Spiritualität) mit dem Gehirnsystem und die „Tugend der Gerechtigkeit“ mit dem Immunsystem. Zu jeder Tugend formulierte ich die entsprechenden Absichtssätze und suchte aus dem Anatomie-Atlas dazugehörende Organe heraus. 

Es entstand zunächst ein Sechseck, bestehend aus 6 Körpersystemen mit den Organen und 6 Tugenden mit entsprechenden Absichtssätzen. In der Mitte des Sechsecks platzierte ich den Steuermann, unser göttliches ICH-BIN. Nun war das Gehirnsystem Teil eines perfekt funktionierenden Netzwerks: Es spielt keine Rolle, mit welchem Teil meines Systems ich in Kommunikation trete, die Informationen werden sowohl an alle Körpersysteme (Organe), als auch an meinen Geist, oder wie ich es nenne, mein göttliches ICH BIN weitergegeben, sofern die Rückkopplung funktioniert.

Dieses ICH BIN ist zwar der Steuermann, aber ebenfalls nur ein Teil des Netzwerkes, das auf ein Feedback der anderen Systeme angewiesen. Sobald das ICH BIN (Steuermann) eine Information aus einem anderen System erhält, kann es eine Kurskorrektur vornehmen und diese neuen Vorgaben an die anderen Systeme weitergeben. Es findet eine Rückkopplung statt. Je schneller diese funktioniert, desto schneller kann sich etwas manifestieren. Und das war mein Ziel: Ich will nicht tage- oder monatelang auf eine Veränderung warten.

Auch hier stellte ich Parallelen zum Computer fest: Je mehr unnötige Zugriffspfade sich auf einem Rechner befinden, desto langsamer wird er. Je mehr dysfunktionale Synapsen sich im „Gehirncomputer“ befinden, desto langsamer funktioniert die Rückkopplung. Die amerikanische Wissenschaftlerin Candace Pert schreibt in ihrem Buch „Moleküle der Gefühle“ 4, dass der Informationsaustausch über die Nervenbotenstoffe der Synapsen nur fünf Prozent beträgt. Dennoch haben diese einen wesentlich höheren Anteil an der Kommunikation, da ein Automatismus dahinter steht. neun Prozent der Informationsabwicklung geschieht über Peptide und die Rezeptoren an den Nervenzellen — drahtlos und systemübergreifend. Ein Neuropeptid kommuniziert also mit einem Immunopeptid schnurlos (siehe Kasten S. 97). Diese Art der Kommunikation geschieht natürlich wesentlich schneller als über die Synapsen der Nervenzellen. Das ist sozusagen unser WLAN (Wireless Local Area Network). Aber offensichtlich ist es so, dass unsere Synapsen uns daran hindern, immer die schnurlose Kommunikation zu benutzen.

Tugenden – Überschreibungen der alten Programmierungen

Nun hatte ich also eine Zuordnung der Tugenden zu den Körpersystemen, wusste aber immer noch nicht, wie ich beide verbinden konnte. So nahm ich mich selbst wieder als Versuchskaninchen und testete intuitiv unterschiedliche Faktoren. Gab es blockierte Chakren und Meridiane? War mein Unterbewusstsein zu 100 Prozent damit einverstanden, die Tugend in mein Körpersystem zu installieren? Es war eine unglaubliche Erfahrung und am Ende dieser Selbstbehandlung wusste ich auch, warum dieser Vorgang so wichtig ist.

Lassen Sie es mich am Beispiel der Sanduhr erklären: Oben ist der Sand der Zukunft. Er läuft durch die Gegenwart und wird unten zur Vergangenheit. Dort werden all unsere negativen Erfahrungen und Emotionen gespeichert. Unbewusst versuchen wir, anhand dieser Programmierungen unsere Zukunft zu erschaffen, die letztlich wie eine Kopie vergangener Erfahrungen ist. 

Wenn wir nun die destruktiven Synapsen (Programmierungen) löschen, sind wir in der Lage, aus einer Neutralität heraus zu erschaffen. Damit nicht genug: Wenn wir die Synapsen nicht löschen, sondern mit den Tugenden überschreiben, kreieren wir unsere Zukunft anhand der neu installierten Tugenden, Qualitäten und Werte. Unser Körper ist erschaffen, um in Resonanz zu gehen. Mit der Installation der Tugenden ziehen wir völlig neue Situationen und Menschen in unser Leben. Das ist Prophylaxe auf der höchsten Ebene! Wieder entwickelte ich ein Flowchart für die Installation der Tugenden, der logisch, einfach und für alle praktikabel aufgebaut war. Um alle Bereiche abdecken zu können, ergänzte ich  Chakren und Emotionen, die den Meridianen zugeordnet sind. Dazu formulierte ich für jedes Chakra und für jede Emotion einen entsprechenden Absichtssatz.

Weitere Körpersysteme komplettieren das Bild

Alpha-Synapsen-Programmierung® (ASP) bestand nun aus 6 Körpersystemen, dem Installieren der Tugenden und dem Löschen oder Überschreiben der Synapsen. Obwohl ich mich und auch meine Familie nun mit dieser Methode wunderbar behandeln konnte, war ASP noch nicht komplett. ASP ist ein lebender Organismus, der sich ständig weiter entwickelt und damit aber immer einfacher wird. Jeden Flowchart, den ich entwickelte, konnte ich auf zwei bis drei Sätze reduzieren, nachdem sich die Informationen im morphogenetischen Feld verankert hatten. Um es mit einem Computer zu vergleichen: Die meisten Abfragen auf dem Flowchart konnten nach einer gewissen Zeit entfernt werden, da sie als Hintergrundprogramm vollautomatisch liefen. Das heißt, es hat sich etwas verankert – läuft vollautomatisch – und schafft somit Platz für etwas Neues. 

In „Das Buch der Geheimnisse“ 5 beschreibt Deepak Chopra den Vorgang, wie unser Ego für Konkurrenz sorgt, was wiederum zu Isolation führen kann. Unsere Körperzellen kennen kein Ego, deshalb gibt es in der Gemeinschaft gesunder Zellen keine Konkurrenz. Da wir aber unser Verhalten, das wir im Außen leben, nach innen projizieren, kann es vorkommen, dass Zellen ihre energetische Verbindung zum Zellverband auflösen und mutieren. Im schlimmsten Fall, so Chopra, entsteht daraus Krebs. Mir wurde klar, dass zu einer Heilung auch die Rückführung isolierter, also kranker Zellen in den Zellverband gehört. 

Weitere Erkenntnisse brachten weitere Tugenden: Die „Tugenden der Aufrichtigkeit“ beispielsweise, die sich mit dem Skelett verbinden ließen, und die Kombination des Blutsystems mit den „Tugenden der Bedingungslosen Liebe“. 

Ein weiterer Baustein ergab sich durch vertieftes Studium des Mayakalenders, auch genannt Tzolkin. Laut José Argüelles 6, der in den 1980er Jahren für die Wiederentdeckung dieses alten Wissens sorgte, entsprechen die 20 Symbole, auch Glyphen genannt, den 20 Aminosäuren, woraus die Proteine gebildet werden, und zugleich den 20 Archetypen menschlicher Entwicklung. Der „Webstuhl der Mayas“ enthält laut Argüelles einen genetischen und einen galaktischen Code. Die 20 Zeichen beschreiben den Vorgang der Entwicklung nicht nur jedes einzelnen Wesens, sondern auch unserer gesamten Evolution. Kombiniert sind sie mit dreizehn Tönen der senkrechten Säulen, die 13 Baktun-Zyklen. In der Mitte dieses Webstuhls befinden sich 64 Felder. Diese Felder symbolisieren den genetischen Code, unsere Chromosomen.

Anhand dieser Informationen ergänzte ich in meiner Methode die 13 DNS Stränge und die 20 Entwicklungsprozesse. Damit erweiterte ich das ASP um die Dimension mehrerer Leben. Laut Argüelles geht im Jahre 2012 ein großer Zyklus von 26 000 Jahren zu Ende (siehe auch raum&zeit 2012 Magazin, Heft 1). Kurz vor dem Ende dieser „Zeitenwende“ haben wir die Möglichkeit, alle nicht abgeschlossenen Prozesse ein für alle mal abzuschließen. Durch die Informationen der Prozessbeschreibungen und der Symbole findet ein Bewusstwerdungsprozess statt. Außerdem verbinden wir uns mit der Energie der Maya. Für die DNS-Stränge formulierte ich ebenfalls Absichtssätze.

Auch fand ich durch das Studium von Argüelles' Gedankenwelt ein weiteres Körpersystem: Das Muskelsystem mit den Tugenden der Integrität. Wann haben wir unsere Integrität? Immer dann, wenn wir uns und all unseren Eigenschaften treu sind, uns als vollkommenes Wesen sehen und zu allem stehen, was wir sind — auch wenn uns manches als unvollkommen erscheint. 

Herz und Schöpferkraft

Das 10. Körpersystem hat mit dem Herzen zu tun. Unser Herz nimmt im Orchester der Organe eine Sonderstellung ein, da es ein eigenes Nervensystem besitzt. Es folgt nicht immer den Anweisungen unseres Gehirns. Wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf das Herz lenken und ein Gefühl von Liebe und Mitgefühl erzeugen, wird unser Herzschlag sofort kohärenter. Was ist Kohärenz? Man kennt den Begriff aus der Lasertechnologie. Hier bedeutet es: „Bündelung von Lichtstrahlen“. In der Psychologie ist ein Gedankengang kohärent, wenn er logisch, zusammenhängend und nachvollziehbar ist. Auf der Ebene unserer Gesellschaft bedeutet Kohärenz Zusammenwirken. Angenommen, wir lebten in einer Gemeinschaft zusammen, die sich weiter entwickeln will. Unter optimalen Bedingungen, wenn alle Mitglieder dieser Gemeinschaft daran interessiert wären, würde jeder seine Fähigkeiten der Gemeinschaft zur Verfügung stellen, damit jeder von jedem profitiert. Voraussetzung wäre allerdings, dass alle Mitglieder bereits erkannt und verstanden hätten, dass es dem Einzelnen nur dann wirklich gut geht, wenn es allen gut geht. Deshalb nahm ich das Herz aus dem Herz- Kreislaufsystem heraus und kombinierte es mit der Tugend des Gemeinwohls.

„Der Realitäts-Code“ von Gregg Braden 7 führte mich zum nächsten Körpersystem. Er ordnet in seinem Buch die vier Nuklein-Basen (Adenin, Guanin, Cytosin, Thymin) der DNS den vier Elementen Wasserstoff, Sauerstoff, Stickstoff und Kohlenstoff zu. Wobei Wasserstoff, Sauerstoff und Stickstoff gasförmige Elemente sind und erst mit dem Kohlenstoff Materie entsteht. Der Kohlenstoff ist im übertragenen Sinne Materie und die gasförmigen Stoffe entsprechen dem Geist. Damit bringe ich wieder den Geist in die Materie. Nur wenn Geist und Materie eine Partnerschaft eingehen, ist Manifestation und Materialisation möglich. Das 11. System ist somit kein System mit Organen sondern mit den Elementen (O, H, S, C). Dem System der Elemente ordnete ich die Tugend der Schöpferkraft zu. 

Gleich zu Beginn meiner Arbeit mit dem 11. System spürte ich die Bedeutung dieser Tugend. Die Tochter einer guten Freundin machte den Realschulabschluss und wollte in einer weiterführenden Schule ihr Abitur machen. Nach langem Warten teilte man ihr mit, dass sie leider keinen Platz bekommen würde. Für sie brach eine Welt zusammen, denn ihr sehnlichster Wunsch, Tierärztin zu werden, drohte zu platzen. In einer Coaching-Stitzung behandelte ich meine Freundin und löste alle Blockaden bei ihr und bei ihrer Tochter. Am Ende erhielt ich die klare Botschaft für sie, dass sie den Platz doch erhalten würde. Prompt wurde die Entscheidung der Schulleitung trotz Sommerferien dahingehend korrigiert!

Das 12. Körpersystem schließlich entstand aus den Informationen des Buches „Neue Zellen braucht der Mensch“ von Gerd Kempermann 8. Es basiert auf der Idee, dass „ruhende“ Stammzellen programmierbar sind. Ich nenne es „Zellsystem“ mit der Tugend der „Potenzialerweiterung“. 

Der Quantencomputer verbindet alles

Am Ende jeder Alpha-Selbstbehandlung steht immer eine Übertragung an das Metasystem – den Überbau, der Einheit, die aus der Gesamtheit aller Teile besteht. Auch hier finden sich wieder Parallelen zum Computer, deswegen nenne ich es gerne auch den „Quantencomputer“. Als Programmiererin sehe ich das Universum als Client-Server-Konfiguration: In einer Firma mit mehreren Angestellten hat jeder seinen eigenen Computer. Das ist der Client. Auf diesem Rechner ist aber nur ein geringer Teil der Daten und Programme gespeichert. Alles andere befindet sich auf einem Großrechner – der Server, der gewöhnlich in einem extra Raum steht. 

Wenn nun die Mitarbeiter damit arbeiten, greifen sie sowohl auf Daten ihres persönlichen Rechners zu (Client), wie auch auf Daten und Programme des Großrechners (Server). Das hat den Vorteil, dass ein Programmupgrade (=Aufrüstung, Verbesserung) nur auf dem Server eingespielt werden muss und nicht auf allen Anwender-PCs. Jeder Anwender bekommt ein bestimmtes Laufwerk (ein Platz auf der Festplatte, an dem die Daten gespeichert werden) zugeordnet und kann darauf über eine Berechtigung zugreifen. 

Übersetzt auf unser Beispiel: Unser „Gehirncomputer“ ist der Anwender-PC, der Client. Dort habe ich meine persönlichen Daten gespeichert. Zugleich habe ich aber Zugriff auf einen viel größeren Informationspool – dem Quantencomputer, dem Metasystem. Um im Leben wirklich etwas verändern zu wollen, müssen auch die Zugriffspfade auf den Quantencomputer überschrieben oder neu geschrieben werden. Wenn ich nach einer Selbstbehandlung die Daten auf dem Quantencomputer aktualisiere, profitiere nicht nur ich von diesem Update, sondern alle, die auf den Quantencomputer zugreifen. Also zunächst einmal alle anderen Programme, die damit zu tun haben – siehe mein Beispiel mit dem Rauchen. Aber auch Menschen, die mit mir über das Kollektivbewusstsein verbunden sind, können von meiner Arbeit profitieren. 

Nun waren alle Daten vollständig. Der Wunsch, eine möglichst einfache Anleitung zu schaffen, brachte mich schließlich auf die Idee, alle Informationen auf einer großen runden Scheibe, der Alpha-Scheibe unterzubringen. Nun war ASP komplett. 

Anwendung in der Praxis

Das schöne an Alpha-Synapsen-Programmierung: Es ist einfach, wirkungsvoll und kann sofort angewendet werden. Oft glauben wir, dass komplexe Probleme auch komplizierte Lösungen brauchen. In einer kürzlich durchgeführten Studie wurde einem Teil der Probanden versichert, sie bekämen ein teures Medikament, während dem Rest vermittelt wurde, es handle sich um ein preisgünstiges Präparat. Und tatsächlich: Der Personengruppe mit dem teuren Medikament ging es sehr viel besser, obwohl beide Gruppen nur Plazebos bekommen hatten.

Eine Alpha-Selbstbehandlung dauert (mit etwas Übung) 10 bis maximal 15 Minuten. Wenn es schnell gehen soll, reichen auch mal 5 Minuten. Allerdings lege ich Jedem ans Herz, täglich eine Alpha-Selbstbehandlung zu praktizieren. Warum? Weil Sie mit Alpha ALLES behandeln können. Emotionale Probleme, auch die, die sich schon auf körperlicher Ebene manifestiert haben, finanzielle Probleme, Probleme in der Partnerschaft oder im Beruf.

Was ist zu tun? Zunächst brauchen Sie eine Selbsttestmethode wie die Kinesiologie, Pendel, Körperpendel oder dergleichen. Stellen Sie sich zunächst die Frage: „Was brauche ich, um mich selbst zu heilen?“. Dann testen Sie die verschiedenen Themenbereiche mit der Scheibe und notieren Sie die einzelnen Zahlen. Nach dem Testvorgang gehen Sie ans Löschen: Sprechen Sie den Satz, der unter der Nummer steht, atmen Sie tief ein und aus – und lassen Sie dann den Satz und den Gedanken daran los. So findet ein Bewusstwerdungsprozess statt. Gleichzeitig werden Hintergrundprogramme angestoßen, die ihr übriges dazu beitragen, um alles zum höchsten Wohle in die richtigen Bahnen zu lenken. 

Meiner Erfahrung nach ist das schon alles, was nötig ist. Die dysfunktionalen Synapsen werden gelöscht – dafür sorgt auch unsere Höhere Intelligenz, von deren Wirkung ich überzeugt bin. 

Veränderung beginnt mit dem ersten Schritt: Sie haben alte Verbindungen gelöst. Wichtig ist nun: Was soll es stattdessen sein? Denn nur dann kommen Sie in eine neue verändernde Kraft. Entscheiden Sie sich für Ihre positiven Ziele und gehen Sie auch im Handeln erste Schritte in diese Richtung.

Alpha bedeutet Freiheit und Unabhängigkeit, weil Sie damit in der Lage sind, für sich selbst zu sorgen. Es ist sowohl mit allen anderen Heilmethoden als auch mit schulmedizinischen Therapien kompatibel und soll natürlich nicht den nötigen Arztbesuch ersetzen, sondern ergänzen. Alpha-Synapsen-Programmierung basiert auf der Überzeugung, dass Sie der einzige Mensch sind, der wirklich weiß, was gut für Sie ist. Alles, was Sie brauchen, haben Sie in sich. Vielleicht kommt der Tag, an dem die Alpha-Synapsen-Programmierung nicht mehr nötig ist. Dann können wir uns Probleme und Konflikte durch Atmen bewusst machen und sofort loslassen. Bis dahin aber brauchen wir noch solche wirkungsvollen Hilfestellungen und ein bisschen Geduld.

Die Autorin

Lissy Götz, Jahrgang 1963, machte zuerst eine Lehre zur Technischen Zeichnerin bevor sie zur Organisations-programmiererin ausgebildet wurde. 1999 machte sie eine Ausbildung zur Tierkommunikatorin, 2000 Ausbildung Mineralstoffe nach Dr. Schüssler, 2001 Ausbildung Dorn-Methode, nach der Geburt der Kinder (2001 und 2002) Selbstständigkeit, 2003 und 2004 Ausbildung Gesundheitscoach bei Dr. Roy Martina, ab 2009 Entwicklung Alpha-Synapsen-Programmierung® und Ausbildungen in ASP, 2010 Gründung der Alpha-Schule, bildet seit 2010 Alpha-Lehrer aus.

Fußnoten

1 Prof. Dr. Ernst Pöppel: „Der geheime Kosmos Gehirn“, C. Bertelsmann Verlag, München 1994

2 Prof. Joachim Bauer: „Das Gedächtnis des Körpers“, Eichborn Verlag, Frankfurt 2010

3 Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer: „Dein Gehirn bist Du!“, Vortrag auf CD, Komplett Media, 2008

4 Candace Pert: „Moleküle der Gefühle“, Rowolt Verlag, Hamburg 1999

5 Deepak Chopra: „Das Buch der Geheimnisse“, Arkana/Bertelsmann, München 2005

6 José Argüelles: „Der Maya Faktor“, 1986, PAN Verlag, Furth im Wald, ND 2007

7 Gregg Braden: „Der Realitäts-Code“, Koha Verlag, Burgrain 2008

8 Gerd Kempermann: „Neue Zellen braucht der Mensch“, Piper Verlag, München 2008 

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