Die Chakren ins Gleichgewicht bringen

Mit Körbler-Zeichen in Bewegung

Von Mag. Ölwin H. Pichler, Wolfratshausen – raum&zeit Ausgabe 172/2011

Die Neue Homöopathie nach Körbler setzt bei emotionalen und mentalen Blockaden entstressende Umschreibungen und Neuprogrammierungen ein. Dabei ist ein Prozess besonders effizient: die Erlösung alter, blockierender Muster durch eine gezielte Balance der Chakra-Energien mit Hilfe der Körbler-Zeichen.

Dynamisches Heilen

In der „Neuen Homöopathie nach Körbler“ kommen archetypische Heilzeichen wie der Sinus, das Ypsilon, das balkengleiche Kreuz und Strichcodes zum Einsatz. Diese Heilzeichen werden zum einen am Körper an ausgewählten Akupunkturpunkten aufgemalt und zum anderen in Verbindung mit so genannten Umschreibprogrammen eingesetzt. Die Anwendung der Körbler-Zeichen wird vom ausgebildeten Lebens-Energie-Berater bzw. Therapeut im energetischen Dialog mit dem Klienten unter Zuhilfenahme der Körbler-Rute erarbeitet. Die dabei entwickelten Umschreibprogramme werden vom Klienten danach mehrmals täglich auf Wasser programmiert, um es sodann einzunehmen. Diese Technik ist eine der Hauptsäulen der Arbeit mit Körbler-Zeichen im Rahmen der Neuen Homöopathie. 

Jetzt kann dieser Methode noch ein weiteres dynamisches Element hinzugefügt werden. Wie die Erfahrungen der letzten Jahrzehnte zeigte, gerät bei Umschreibungen nach Körbler immer wieder mindestens ein Chakra, manchmal aber auch mehrere Energiezentren unter Stress, was sich im Test mit der Körbler-Rute erkennen lässt. Aus diesem Grund habe ich nach einer einfach zu praktizierenden Methode gesucht, die hilft, diesen Stress im Chakren-System akut und anhaltend zu balancieren. So entstand die „Chakrenbalance durch Körbler-Zeichen in Bewegung“. Ziel dieser „Körbler-Meditation“ in Bewegung ist es, den Entkoppelungs- und Erlösungsprozess zu beschleunigen und nachhaltiger im Energiesys-tem zu integrieren. Grundlage dieser neuen Balance-Technik ist meine langjährige Praxiserfahrung mit Tai-Chi („Flying-Master-Sun“-Technik), das Wissen um die Wirkung einer bewegten Lemniskate – dem universellen Zeichen für Unendlichkeit – im Energiefeld der Chakren und die allgemeine Kenntnis des Einsatzes von geometrischen Zeichen in Energiefeldern.

Die geometrischen Zeichen

Alle Körbler-Zeichen werden mit den Händen beziehungsweise Armen als „Mudras“ (siehe Kasten) hergestellt. Traditionell werden Handmudras im Yoga sehr häufig als ruhende Geste eingesetzt, in traditionellen indischen Tänzen werden sie jedoch auch in die rituellen Bewegungen integriert. Bei der dynamischen Chakrenbalance mit Körblerzeichen kommen die Grundformen der Neuen Homöopathie Sinus, Kreuz und Ypsilon sowie Vier-Striche zum Einsatz. Alle geometrischen Formen werden bei der Chakrenbalance in zwei Funktionen eingesetzt. Der Sinus wird zum einen als die klassische „Wandlungsform“ eingesetzt, wie sie aus der biophysikalischen Messtechnik der Neuen Homöopathie bekannt ist: Der Sinus verwandelt positive in negative und negative in positive Energiefelder. Zum anderen hat diese Geometrie noch die Eigenschaft, blockierte Energien ins Fließen zu bringen, was beispielweise in der Neuen Geomantie von Siegfried Prumbach als Teil des „Rads des Lebens“ eine Rolle spielt.

Ebenso wie das Zeichen Sinus wird auch das balkengleiche Kreuz in zweifacher Weise verwendet. Genutzt wird in diesem Zusammenhang sowohl die Eigenschaft des Kreuzes, Energiefelder zu zentrieren und zu manifestieren, als auch die segensreiche Qualität der Schutzfunktion dieser Geometrie. Das Zeichen Y wird eingesetzt, um die ins Fließen gebrachten und gewandelten Energien, die durch das Kreuz zentriert und geschützt werden, noch einmal gleichzurichten und im Zuge dessen noch zusätzlich zu verstärken.

Die Strichkombination „Vier-Striche“ wird in ihrer Eigenschaft als ein Energiefeld beruhigendes und auflösendes Element sowohl am Anfang als auch am Ende jeder Übungssequenz zum Set und Setting eingesetzt.

Das Formen der Mudras mit den Händen

Um die in jedes einzelne Chakra einströmende Energie während der Durchführung eines Umschreibprogramms heilbringend zu modifizieren, werden die oben beschriebenen Geometrien mit den Händen geformt. So entsteht eine Sinusform, wenn die linke und rechte Hand zu einem liegenden U geformt werden und anschließend das U der linken Hand über dem rechten positioniert wird, wobei der Daumen der linken Hand den Zeige- oder Mittelfinger der rechten Hand berührt (siehe Abbildung 1). Beim Sinus-Mudra ist von besonderer Bedeutung, dass das geo-metrische Zeichen so wie beschrieben hergestellt wird, da ja die von Außen auftreffende und in das jeweilige Chakra einströmende Energie in eine Rechtsrotation übergeführt werden soll. Vom Übenden aus gesehen dreht diese mit den Händen hergestellte Geometrie jedoch nach links.

Wenn das balkengleiche Kreuz zum Einsatz kommen soll, formen Sie mit Ihren beiden Händen eine Kreuzform, indem Sie den linken Unterarm mit ausgestreckten Fingern und angelegtem Daumen waagerecht vor Ihrem Oberkörper halten. Die rechte Hand halten Sie mit ausgestreckten Fingern und angelegtem Daumen in einem 90 Grad Winkel zum Oberkörper. Jetzt schieben Sie die rechte Hand entlang der Kante Ihres rechten Zeigefingers an der Außenkante der linken Hand entlang, bis Ihre rechte Daumenspitze am Ansatzpunkt des kleinen Fingers der linken Hand anstößt (siehe Abbildungen rechts). Die Geometrie des Kreuzes kann auch mit beiden Unterarmen (s. Abb. 2) hergestellt und in verschiedenen Bewegungsübungen verwendet werden, was aber den Rahmen dieses Artikels sprengen würde. Ausführliche Informationen zu all diesen Varianten finden Sie in meinem neuen Buch „Chakrenbalance mit Körbler-Zeichen in Bewegung“, ab Herbst 2011 werde ich am naturwissen Ausbildungszentrum Workshops anbieten, in dem Sie die „Körbler-Mediation in Bewegung“ live erfahren und erlernen können.

Abb 2: Kreuzform mit den Unterarmen

Der Einsatz des Ypsilons als Gleichrichter und Verstärker dient der allgemeinen Stabilisierung der bereits durchgeführten Energiebalancen. Auch das Ypsilon-Mudra kann auf verschiedene Weisen hergestellt werden, zum Beispiel so: „Formen Sie mit Ihrer linken und rechten Hand ein Ypsilon, indem Sie den Mittelfinger über den Zeigefinger legen. Das ist die Bewegung, die Sie vielleicht noch aus Ihrer Kindheit kennen oder bei Ihren Kindern beobachten können, wenn beabsichtigt wird, etwas gerade Ausgesprochenes, das nicht der Wahrheit entspricht, 'wahr zu machen‘, es sozusagen gleichzurichten.“ Bei dieser Übung – wie auch bei allen anderen hier beschriebenen – werden jeweils beide Hände gleichzeitig eingesetzt. In der Praxis werden verschiedene Varianten – auch Bewegungen der beiden Hände unabhängig voneinander  – verwendet, in diesem Artikel werde ich mich jedoch auf eine spezielle Anwendung beschränken.

Abb 3: Vier Striche mit den Händen

Auch die Geometrie „Vier-Striche“ kann einfach mit den Fingern hergestellt werden. Dazu spreizen Sie die Finger Ihrer linken und rechten leicht voneinander ab, den Daumen ziehen sie in die Handfläche (siehe Abbildung 3). Dieses Mudra wird einmal dazu verwendet, die Sequenz der Balancierungen mit den Grundformen Sinus, Kreuz und Ypsilon einzuleiten, da eine Vierstrich-Antenne dazu in der Lage ist, Energiefelder aufzulösen und zu beruhigen. Zudem kommt diese Handhaltung auch als Abschluss der erfolgten Balancierung zum Einsatz, um die neu gewonnene Balance und den dadurch erhöhten Energielevel des Energiekörpers in seiner Gesamtheit wieder auf ein „alltagstaugliches“ Niveau zurück zu führen, wobei die Intention in dieser abschließenden Übung auf das Beenden und Auflösen der Energiearbeit und das Beruhigen der in Gang gesetzten Chakra-Energien gerichtet sein soll.

Aufbau und Ziel der Übungen

Die sieben Chakren des Menschen bieten sich für eine Energiearbeit mit Körbler-Mudras deshalb besonders an, da sie großflächig und ohne großen gymnastischen Aufwand gut erreichbar sind. Die im Buch „Chakrenbalance mit Körbler-Zeichen“ beschriebenen Übungen sind alle in vier verschiedene Phasen mit unterschiedlichen Zielsetzungen unterteilt und sind zusätzlich noch von einer Vorbereitungs- und einer Abschlussphase umrahmt. 

Vorbereitet wird die Chakren-Balance mit dem Mudra der „Vier-Strich-Antenne“. In der ersten Phase werden dann einzelne oder auch alle sieben Energiezentren mit Hilfe der Geometrie des Sinus wieder in ein gesundes, balanciertes Fließengleichgewicht gebracht. Die zweite Phase dient dazu, mit Hilfe der Geometrie des Kreuzes das wiederhergestellte Fließgleichgewicht im Energiesystem zu verankern und zu fixieren. Die dritte Phase, die mit der Geometrie der Verstärkerantenne Ypsilon arbeitet, soll dann die erreichte Balance noch einmal verstärken und nachhaltig stabilisieren. Zuletzt wird eine Abschlussphase mit der „Vier-Strich-Antenne“ durchgeführt, damit der Übende mit seinen neu gewonnenen Potenzialen in seiner Gegenwart wieder zu hundert Prozent ankommt, um in der Folge die Früchte seiner Bemühungen im Alltag wahrnehmen und genießen zu können.

Der Übungsablauf am Beispiel der Balance des Herzchakras

Vorbereitende Übung

Als Einstimmung zu dieser Übung ist es empfehlenswert, die eigene Herz-Energie zu stimulieren und dabei gleichzeitig einen angenehmen Entspannungszustand aufzubauen. Dafür eignet sich die so genannte Herzkohärenz-Übung, die gewährleisten soll, dass Sie einen Ausgleich zwischen den beiden – vom Wachbewusstsein nicht beeinflussbaren – Nervensträngen des Sympathikus und Parasympathikus schaffen. Hierbei handelt es sich um eine einfache Atemübung: „Stehen Sie schulterbreit mit leicht angewinkelten, nicht nach hinten durchgedrückten Knien und beginnen Sie die Übung damit, dass Sie sich auf Ihren Atem und auf Ihre Herzgegend konzentrieren. Dann stellen Sie sich vor, dass der Einatemstrom das Herz auffüllt und der Ausatemstrom dieses wieder entleert und eventuelle momentane Belastungen mit sich nimmt. Nach mehreren Wiederholungen gehen Sie dann dazu über, ein Gefühl von Liebe, Dankbarkeit und Glück zu entwickeln, das mit jedem Einatmen in Ihr Herz strömt und dieses vollständig ausfüllt.“

Der Einsatz der Körbler-Zeichen

Sie können diese Übung nun zur allgemeinen Stärkung Ihrer Herz-Energie durchführen oder aber Sie entscheiden sich für ein Sie momentan beschäftigendes „Herzthema“, bei dem Sie sich Unterstützung wünschen. Sollten Sie mit einem Thema arbeiten, behalten Sie während aller Übungen Ihren Fokus auf dem Thema mit der Intention von Lösung und Erlösung aller Hemmungen und Hindernisse, die Sie am Ausleben Ihres Herzenswunsches hindern könnten.

Vorübung Vier Striche:
Intention „Einstimmen – Beruhigen – Auflösen“

Beginnen Sie nun mit dem Einsatz der Mudras. Als ersten Schritt formen Sie mit Ihren beiden Händen das Mudra „Vier-Striche“ wie zuvor beschrieben. Legen Sie dann die linke Hand mit den gespreizten Fingern auf die Höhe Ihres Herzens und die rechte Vier-Finger-Hand so darüber, dass sich die Finger gegenseitig abdecken, aber zwischen den Fingern noch ein Zwischenraum verbleibt. Dann lösen Sie die aneinander liegenden Hände auf derselben Höhe vom Körper und bewegen Sie sie zur Brustmitte. Stellen Sie sich nun einen kegelförmigen Trichter voller glitzernder, in allen Regenbogenfarben leuchtender Energie vor, die von Außen in Ihren Brustraum eindringt. In diesem Energiestrom beginnen Sie nun, Ihre Vier-Strich-Finger in einer liegenden Acht – beginnend von der Mitte nach rechts unten und dann nach rechts oben – in diesen Energiestrom hinein zu bewegen. Begleiten Sie diese Bewegung mit einem leichten Schwingen aus der Hüfte und geben Sie sich dem dabei entstehenden Gefühl hin.

Chakrenbalance mit Sinus: Intention „Ins Fließen bringen – Ausgleichen – Balancieren“

Nach mehrmaligen Wiederholungen – vertrauen Sie bezüglich der Anzahl ganz Ihrer Intuition – legen Sie beide Hände übereinander auf Ihren Nabel und atmen Sie mehrere Male bewusst ein und aus. Dann heben Sie zuerst die linke Hand bis auf Herzhöhe und formen Sie ein U, anschließend fügen Sie Ihre rechte U-Hand zu Ihrer linken. Dann beginnen Sie damit, dieses Sinus-Mudra im Trichter, der Ihr Herz-Chakra mit Energie versorgt, in Form der liegenden Acht schwingen zu lassen, wobei die Bewegung ruhig Ihren ganzen Oberkörper bis hinab zur Hüfte in sanftes Schwingen versetzen darf. Auch diese Übung führen Sie so lange durch, bis Sie das Gefühl haben, dass der Energiefluss aus und in Ihr Herz-Chakra hinein sich optimal anfühlt. Legen Sie zum Schluss Ihre Hände über Ihrem Nabel ab und halten Sie die nun hergestellte Balance.

Chakrenbalance mit Kreuz: Intention „Zentrieren – Verankern – Integrieren“

Als dritte Phase gehen Sie nun dazu über, diese Energiebalance in Ihrem Herz-Chakra zu zentrieren und zu integrieren. Dazu heben Sie wieder Ihre beiden Arme in Höhe des Herzens, formen ein balkengleiches Kreuz und bewegen dann diese Geometrie in den Energiestrom zum Herzen. Auch dieses Kreuz schwingen Sie in einer liegenden Acht, begleitet von Ihrer Beckenbewegung. Wenn das Gefühl sich einstellt, dass die neu gewonnene Balance gut in Ihrem Herzen geankert ist, kehren Sie wieder mit beiden Händen zum Nabel zurück und verharren dort eine kurze Weile.

Chakrenbalance mit Ypsilon: Intention „Gleichrichten – Verstärken – Stabilisieren“

Vorübung zur Herzenergie-Balance mit dem Handmudra „Vier Striche“ auf Höhe des Herzchakras

In der letzten Phase der Chakrenbalance vor der Abschlussübung heben Sie Ihre Arme wieder auf Herzhöhe und formen mit beiden Händen ein Ypsilon wie zuvor beschrieben. Indem sich die beiden Mittelfinger berühren, schwingen Sie nun die beiden Ypsilon-Mudras wieder mit der Lemniskate in Ihr Herzenergiefeld ein. Diese Phase endet wieder in der Bauchnabelgegend, wenn Sie das Gefühl haben, die neu gewonnene Balance ist von allen noch gebliebenen Resten von unerwünschten Komponenten befreit und bestmöglich stabilisiert.

Stabilisierung der Herzchakrenbalance mit dem zweifachen Ypsilon-Mudra

Abschlussübung Vier-Striche: Intention „Energiearbeit wieder auflösen – Beruhigen – Beenden“

Für den Abschluss der Chakrenbalance legen Sie wieder Ihre beiden Hände, die Sie zum „Vier-Strich-Mudra“ geformt haben auf Ihr Herz und bewegen dann die beiden aneinander liegenden Hände in einer liegenden Acht in Ihrem Herzenergiefeld-Trichter. Wenn sich ein Gefühl der Ruhe und Gelassenheit einstellt, legen Sie noch einmal Ihre Hände auf Ihrem Bauchnabel ab. Nach einigen Atemzügen beginnen Sie nun, Ihre Umgebung wieder bewusst wahrzunehmen. Lassen Sie Ihre Augen im Raum wandern, nehmen Sie die Umgebungsgeräusche oder Düfte wahr. Beenden Sie die Übung zur Herzchakra-Balance, indem Sie die Hände vom Nabel lösen, das linke Bein an das rechte Bein heranziehen und – mit dem Ausatmen – mit dem rechten Fuß in einer Halbkreisbewegung Ihren Standpunkt verlassen. Begleiten Sie diesen Schritt, indem Sie mit der rechten Hand halbkreisförmig die Bewegung des Säens durchführen. Willkommen zurück in der Gegenwart und viel Erfolg bei der Umsetzung ihrer neu gewonnenen Herzenergie-Balance!      

Der Autor

Mag. Ölwin H. Pichler, Jahrgang 1955, Studium der Geschichte und Germanistik, 1980–1995 Beratungs- und Lehrtätigkeit in transpersonal-humanistischer Astrologie, seit 1996 Leiter des naturwissen Ausbildungszentrums in Wolfratshausen, schwerpunktmäßig tätig in Forschung und Lehre im Bereich Biophysik und Neue Homöopathie nach Körbler.

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