Heilen mit Symbolen

Magie oder Wissenschaft? Die Neue Homöopathie nach Erich Körbler

Von Mag. Ölwin H. Pichler, Wolfratshausen – raum&zeit thema Ganzheitliche Medizin

Tattoos bei australischen Aborigines, Narbensetzungen in Schwarzafrika, Körperbemalungen bei den nordamerikanischen Indianern, Ohrkauterisationen (Ätzungen) in Südost-Asien oder die tätowierten Strichcodes am Körper der ca. 5300 Jahre alten Gletschermumie aus dem Ötztal – nur Schmuck, nur ornamentaler Charakter? Wohl kaum – tauchen diese geometrischen Formen doch überwiegend an Körperstellen auf (wie beim „Ötzi“ etwa am Rücken), die sich wenig eignen, zur Schau gestellt zu werden. Welchen Zweck hatten dann diese geometrischen Muster auf der Haut?

Uralte Therapieformen

Wir können davon ausgehen, dass die so genannten primitiven Gesellschaften in den vergangenen Jahrtausenden zwar keine Computer bedienten oder per Flugzeug von Kontinent zu Kontinent reisten, jedoch ziemlich profunde Kenntnisse über den menschlichen Körper und seine Energetik hatten. Viele Traditionen verschwanden, andere, wie das Meridiansystem und die Technik der Akupunktur der Chinesen blieb über die Jahrtausende als Therapieform erhalten. 

Energie und Information schaffen Bewusstsein

Basis all dieser therapeutischen Verfahren ist das Wissen um die Verzahnung von Physis, Psyche, Emotion und Energie, beispielhaft als Yin/Yang-Monade grafisch im Taoismus dargestellt. Der Quantenphysiker David Bohm fasst es in die Formel „Bewusstsein = Energie + Information“.

Auf dieser Basis arbeitet die Methode der Neuen Homöopathie: Der energetische Aspekt wird durch die körpereigene Selbstheilungsenergie (im Zusammenspiel mit der Umgebungsenergie), der Aspekt der Information mittels verschiedener geometrischer Formen abgedeckt. Die Formen, in der Funktion von Antennen, modulieren die auftreffenden Muster/Formen (In-Formation) und wirken so heilbringend. Diese Therapiemethode wurde bereits in den 80er Jahren des vorigen Jahrhunderts von dem Elektrotechniker Erich Körbler aus Wien entwickelt und wird inzwischen seit zwölf Jahren im Wolfratshauser „naturwissen“ - Ausbildungszentrum südlich von München äußerst erfolgreich unterrichtet.

Die 3 000 Jahre alte Gletschermumie „Ötzi", (links ihr unterer Wirbelsäulenabschnitt
im Original) trägt scheinbar rätselhafte Tatowierungen an spezifischen
Körperzonen.

Bedingt durch seine berufliche Herkunft als Elektrotechniker ist Körblers Lehre in eine sehr technische Sprache gebettet. So ist, nach der Definition der Neuen Homöopathie, „ein Krankheitsherd ein Ort, der einen verminderten Informationsgehalt hat, da die Zellkommunikation durch Depolarisation des Gewebes gestört ist. Damit ist die Fähigkeit der Selbstorganisation seiner Grundregulation nicht mehr optimal gewährleistet.“ Dieser Umstand kann seine Gründe sowohl in internen Störungen (falsche Ernährung, Stress, Übersäuerung etc.) als auch in externen Störfaktoren wie elektromagnetische Feldern, geopathogenen Störzonen, Toxinen oder körperschädigenden Umweltfaktoren haben.

Dabei geht die Beschreibung der Physik des Körpers und der Umgebung in der Neuen Homöopathie um einige Schritte weiter, als es klassische Modelle tun: So wird die Wirkweise der Akupunktur nicht mehr reduziert auf das Modell Stich = Reiz worauf das Biosystem gezwungen wird, mit einer Reizreaktion zu antworten. Seit man weiß, dass das Meridiansystem auch mit kohärentem Laserlicht (ultraschwacher Reiz) zu Reaktionen bewegt werden kann, ist das oben genannte Reiz-Reizreaktionsmodell nicht mehr haltbar. 

Erich Körbler kam zu der Erkenntnis, dass „Organismen – und damit auch Menschen – offene Systeme sind, vernetzt mit anderen Systemen. Sie bewegen sich nie in der Nähe eines Gleichgewichtszustandes, sondern entwickeln sich immer nach vorne und sind absolut abhängig von permanentem Materie-, Energie- und Informationsaustausch.“ 

Aus diesem Ansatz, der seine Grundlagen aus der System- und Chaostheorie bezieht, entwickelte Erich Körbler seine Therapie. „Die Neue Homöopathie zeigt, dass es nicht notwendig ist, Reize an den Energieaustauschpunkten (=Akupunkturpunkten) materiell auszuführen. Es genügen sanfte, nichtkohärente Informationen – die geometrischen Formen als Schaltelemente – um die Lebensenergie in biologischen Systemen in Fluss zu bringen und die Koordination und Selbstorganisationskraft des Gesamtorganismus zu stärken.“

Nach der Neuen Homöopathie weiß man, dass Biosysteme in permanentem Energie- und Informationsaustausch stehen, die menschliche Haut dabei die Grenze zwischen Innen und Außen darstellt und man durch Anbringen von geometrischen Mustern in Form von Strichcodes (Antennen als Schaltelemente) diesen Dialog heilbringend beeinflussen kann. Doch wie setzt man nun dieses Wissen um?

Grundlagen der Biophysik

Alles im Universum ist polarisiert. Durch diese Polarisierung bedingt entsteht Dynamik = Energie = Leben. Wenn eine elektromagnetische Welle – unabhängig von ihrer Intensität und Wellenlänge – auf einen polarisierten Gegenstand (eine Antenne) auftrifft, so wird sie von diesem Gegenstand (Körper) wieder abgelenkt, da diese Gegenstände (Körper) keine Speicher sein können: Je nach Beschaffenheit des Gegenstandes (Körpers) wird die auftreffende Welle moduliert beziehungsweise verwirbelt wieder abgestrahlt. Verliert ein Organ nun sein „gesundes“ Fließgleichgewichtsmuster, so kann der Körper dieses verschobene Muster nicht mehr selbst regulieren. Um gezielt Modulationen (Verwirbelungen) erzeugen zu können, und das verloren gegangene Fliessgleichgewicht wieder herzustellen, werden ausgewählte geometrische Formen aufgemalt.

Antenne Drei-Strich/Vektor 3

Der Körblersche Vektorenkreis

Setzt man diese geometrischen Formen an Energieaustauschpunkten des Biosystems ein, also auf bestimmte Stellen des Körpers, stellt das einen Eingriff in die Steuerungsebene des Energiekörpers dar. Welche geometrischen Formen am Körper wo eingesetzt werden, ist individuell verschieden und wird im Verlauf eines vorgeschriebenen „Status-Protokolls“ erhoben. Die Vermessung von Biosystemen wird mit einer Einhandrute auf Basis biophysikalischer Messmethoden durchgeführt.

Prinzipiell lassen sich verträgliche und unverträgliche Einflüsse unterscheiden, wobei die schädlichen Einflüsse in acht verschiedene Intensitätsstufen unterschieden werden. Jeder einzelnen Stufe – von der Unverträglichkeit bis zu toxischen Reaktionen – entspricht ein bestimmter Strichcode, das heißt, ein bestimmtes geometrisches Muster (Körblerscher Vektorenkreis). Indem man an bestimmte Stellen des Körpers diese Muster aufmalt, wird der Energiekörper in seinem Bemühen unterstützt, wieder zu seinem Fließgleichgewicht zurückzufinden. 

Das Praktische an dieser Methode ist, dass die Anwendung (bei fundierter Ausbildung) sehr einfach ist und, außer einer Einhandrute und einem Stift keinerlei technische Hilfsmittel benötigt werden. Der Wirkungsbereich reicht vom Einsatz bei akuten Geschehen wie zum Beispiel Prellungen, Schnittverletzungen oder Nasenbluten bis zur Behandlung chronischer Prozesse.

Einsatzmöglichkeiten

Man unterscheidet verschiedene Arten des Einsatzes geometrischer Formen:

1) Zeichen am Ätherkörper

Basis jeder Therapie ist ein ganzheitlicher Energiecheck des Biosystems. Das Aufmalen der ausgetesteten geometrischen Formen erfolgt dann entweder organbezogen (an ausgewählten Akupunktur- und sogenannten Körblerpunkten wie Mykose-, Toxin-, Allergie- , Schilddrüsen und Kreislaufpunkt beziehungsweise an den Körblerschen Ausgleichszonen) oder lokal körperareal-bezogen (etwa bei Schulterschmerzen, Verletzungen, Prellungen etc.).

2) Einsatz der Zeichen zur Umschreibung

Zusätzlich kommen die geometrischen Formen in Kombination mit Körperflüssigkeiten, äußeren Störfaktoren (wie Blütenpollen u. ä.) oder bildlichen Darstellungen (zum Beispiel Aufnahmen von Blutmykosen) zum Einsatz. 

Die den Körper belastende Informationsträger (Pollen, Nahrungsmittel, Pilzbelastungen etc.) werden nach dem von Erich Körbler entwickelten „Umkehrprinzip der gespeicherten Systeminformation“ umgeschrieben. Die betroffene Person berührt oder betrachtet den belastenden Informationsträger in Kombination mit dem ausgetesteten geometrischen Zeichen für Informationsumkehr. Durch die Übertragung der Umkehrinformation durch den eigenen Körper auf den Informationsträger Wasser, zu dem zusätzlich noch energetisierte Essenzen (Körblersche Baumblüten) zugetropft werden, wird so ein persönliches, individuelles, an den Zeitpunkt der Übertragung angepasstes „Heilwasser“ hergestellt (siehe dazu auch die Forschungen von Masaru Emoto „Wasser als Informationsspeicher“, raum&zeit Nr. 107, „Die Botschaft des Wasssers – raum&zeit Interview mit Masaru Emoto“, raum&zeit Nr. 115). Durch Trinken dieses informierten Wassers gelangt dann die gewünschte Umkehrinformation in jede Zelle des Körpers.

3) Psychomeridian

Nach einem ähnlichen Verfahren werden auch belastende Informatio-nen, die in den Energiekörpern des Menschen (Emotionalkörper, Mentalkörper) gespeichert sind, ausgetestet. Dann stellt der Patient entweder bildliche Darstellungen von persönlichen Traumata selbst her oder es werden psychosomatische Muster verbalisiert und aufgeschrieben. In Kombination mit den geometrischen Umkehrformen werden dann diese negativen Gedankenmuster, Glaubenssätze oder emotionale Strukturen heilbringend beeinflusst oder, wenn notwendig, umgeschrieben beziehungsweise gelöscht. Auch bei diesem Vorgang wird Wasser als Träger und Transportmittel verwendet, um die Umkehrinformation in das Zellwasser des Patienten zu schleusen.

Prophylaxe

Auch dieser vorbeugende Aspekt kommt im Reigen der Therapiemaßnahmen natürlich nicht zu kurz, da es mit dem Handwerkszeug der biophysikalischen Messtechniken viele verschiedene Möglichkeiten gibt, schädliche Einflüsse – von individuell unverträglichen Nahrungsmitteln bis zu exogenen Störfaktoren wie geopathischen Belastungen oder elektromagnetischen Feldern – zu erkennen. Aufgabe des Patienten ist es dann, Vorkehrungen gegen diese Belastungsfaktoren zu treffen, indem er die für ihn schädlichen Stoffe oder Felder entweder meidet oder, falls dies nicht möglich ist, durch Strichcodes zu sanieren versucht. 

Die Methode ist sehr sanft, nicht invasiv und zeigt trotzdem (vielleicht deshalb) beeindruckende Heilerfolge. Zudem werden die Patienten angeleitet, wieder vermehrt ihre Selbstverantwortung für ihren Heilungsprozess wahrzunehmen.

Der Autor

Mag. Ölwin H. Pichler, Jahrgang 1955, Studium der Geschichte und Germanistik, längere Auslandsaufenthalte in der Türkei (Mevlevi, tanzende Derwische),Südamerika (Schamanen in den Andenhochländern), 1980–1995 Beratungs- und Lehrtätigkeit in transpersonal-humanistischer Astrologie, seit 1996 Leiter des naturwissen Ausbildungszentrums in Wolfratshausen.

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