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Neue Wege in der Augenheilkunde

Teil 1: Sehen mit Kinderaugen

Von Marianne Wiendl, Starnberg – raum&zeit Ausgabe 158/2009

Die Augen sind eines unserer wichtigsten Organe. Sie helfen uns, die Welt in Ihrer Schönheit wahrzunehmen und sich in ihr zu orientieren. Damit dieser hochkomplexe Prozess gelingt, müssen jedoch auch Gehirn und Seele mitspielen. Die erfahrene Augentherapeutin Marianne Wiendl öffnet die Augen für diesen so wichtigen Sinn und legt dar, wie man ihn mit ganzheitlichen Mitteln wie einer abgewandelten Familientherapie stärken kann.

Belastungen für die Augen

Sie kennen bestimmt das Phänomen, im Urlaub bei Licht, Sonne und guter Laune  auch kleinste Schriften spannender Bücher wunderbar lesen zu können. Exotische Landschaften regen dabei unsere Augen an, locker umherzuschweifen, und entspannt nehmen diese auch in weiter Ferne die kleinsten Details der in der Sonne glitzernden Zweige und Blätter der Bäume wahr. Im Alltag, nach einem langen, stressigen Arbeitstag sieht dann alles ganz grau aus, langes Sitzen im  Büro womöglich am Bildschirm schränkt unsere Beweglichkeit ein, künstliches Licht verändert die Farben und unsere Augen werden starr. Jetzt machen sich Müdigkeit und einseitige Belastungen bemerkbar, das Sehen wird anstrengend, die Texte verschwimmen vor unseren Augen und wir brauchen womöglich eine Brille.

Sehen heißt auswählen

Sehen wird nicht nur von unserer Umgebung und unserem Handeln beeinflusst, die innere Einstellung und unser erlerntes Wissen entscheiden maßgebend mit, was genauer betrachtet werden soll. Für den Vorgang des Lesens ist das Erkennen von Details notwendig, während zur Orientierung in der Natur die Gesamtheit der Eindrücke hilfreich ist. So ist Wahrnehmung selektiv, abhängig von der Absicht und dem visuell Erlernten. Erst wenn das Kind gelernt hat, zum Beispiel eine Haselnuss zu benennen, kann es diese in der Natur sehen. Hochkonzentriert auf einen bestimmten Gegenstand fixiert, ist es schwierig, gleichzeitig die restliche Umgebung zu sehen. Trotzdem, das Sehzentrum und damit unser Unterbewusstsein reagieren bei Gefahr auf Bewegungen in der Peripherie. Dann kann das Gesehene, zum Beispiel ein Auto von rechts, als so wichtig interpretiert werden, dass eine körperliche Reaktion ausgelöst wird und wir stehenbleiben. Dies ist ein wichtiger Reflex, denn wir nehmen um ein Vielfaches mehr wahr, als wir bewusst verarbeiten. Und das ist gut so.

Bestandteile des Sehzentrums

Bestandteile des Sehzentrums. Seheindrücke im rechten Gesichtsfeld (dunkle Flächen) werden auf der linken Seite der Netzhaut abgebildet und in der linken Gehirnhälfte verarbeitet.

Ein hochkomplexer Lernprozess

Damit uns als Erwachsene ein vollfunktionsfähiges Sehsystem zur Verfügung steht, sind viele Entwicklungsschritte notwendig, denn Sehen wird erlernt! Babys können bei der Geburt nur hell und dunkel unterscheiden und erkennen die Mutter noch nicht über die Augen, sie riechen nur die vertraute Nahrungsquelle. In diesem Fall unterscheidet sich das Sehen grundlegend vom Hören, hier weiß man auf Grund von neuesten Forschungen, dass ein Baby schon im Mutterleib Töne wahrnehmen kann. Beim Auge ist das anders. Das Neugeborene kann fast gar nichts erkennen, die Sehbahnen müssen erst aktiviert werden, sodass Kinder nicht nur Laufen und Sprechen lernen, sondern auch das Sehen. In den ersten Monaten wird die Farbwahrnehmung aktiviert und damit die Makula, die Stelle des schärfsten Sehens. Auch das Zusammenspiel der Augen muss geübt werden. Es ist eine hohe Herausforderung die beiden Augen so zu koordinieren, dass im Gehirn nur ein Bild entsteht. Gelingt dieser Prozess nicht, sehen wir doppelt, etwas das auch bei zu viel Wein nach einem gemütlichen Abend durchaus mal passieren kann. Um nur ein Bild zu sehen, ist ein hoher Aufwand an Augenkoordination notwendig. Die Augenmuskeln müssen intakt und das Gehirn geübt und funktionsfähig sein. Das Baby trainiert dies schon im Liegen, mit den Augen, mit den Händen und den Füßen, die sich am Anfang alle noch unsortiert bewegen. Die frühkindlichen Reflexe sorgen zunächst für die verschiedenen Bewegungen, bis diese später bewusst vom Kind ausgeführt werden können. Krabbeln verbindet durch die Überkreuzbewegung die beiden Gehirnhälften, eine weitere wichtige Vorraussetzung für unser Sehen. Läuft ein Kind zu früh, überspringt es diese Phase, ist es auch für die Augen schwieriger sich korrekt zu entwickeln. In den ersten Lebensjahren ist Bewegung und das Erfassen der Welt mit allen Sinnen die wichtigste Art des Lernens für eine gesunde Entwicklung des Gehirnes und damit für unser Sehen. Nervenbahnen die auf diese Art und Weise angelegt wurden, werden später für sämtliche intellektuellen Fähigkeiten wie Lesen, Schreiben und Rechnen genutzt.

Reif für die Schule?

Schulprobleme stehen oft im Zusammenhang mit einem unreifen Sehsystem. Meist haben diese Kinder wichtige Entwicklungsphasen vor dem Schulbeginn nicht voll ausleben können. Bis zum siebten Lebensjahr sollte ein Kind die Augen sowohl auf die Ferne als auch die Nähe scharf stellen und vor allem, um Schriften zu lesen die Augen locker und koordiniert hin und her bewegen können. Die Hand – Augenkoordination ist jetzt so ausgereift, dass das Fangen eines Balles oder das Greifen kleinster Gegenstände ganz leicht geht. Dann ist es leicht, in der ersten Klasse Lesen und Schreiben zu lernen. Hat das Kind Entwicklungsschritte übersprungen, tanzen die Buchstaben beim Lesen und die Zeilen verrutschen. Lernen wird zur Qual, denn das Erkennen der Buchstaben fällt schwer, und sich zusätzlich auf den Inhalt zu konzentrieren wird dann unmöglich. Kinder mit unreifem Sehsystem haben es in unserem Schulsystem schwer, sind wir doch sehr auf den visuellen Lehrvorgang fixiert. Ein wenig Zeit zum Nachreifen, das Hinzunehmen der anderen Sinne, wie Hören, Fühlen und Schmecken, würde diesen Kindern das Leben erleichtern. Stattdessen wird meist in dieser Phase der Zustand mit einer Brille manifestiert. Schon Dr. Bates (1860–1931), amerikanischer Augenarzt und Begründer des Sehtrainings, erkannte, dass die allgemeine Lehrmeinung, das Sehen als optisch–mechanischen Vorgang zu verstehen, zu kurz greift. Ihn frustrierte immer mehr, dass die einzige Möglichkeit besser zu sehen in einer Korrektur durch Brillen und Kontaktlinsen bestand, und er begann Forschungen auf diesem Gebiet anzustellen. Bates stellte sich dabei die Frage: Warum soll die Natur ausgerechnet beim so wichtigen Sehvorgang keine Selbstheilungsregulationen vorgesehen haben, über die der restliche Organismus verfügt? Und welchen Einfluss hat das Seelenleben auf das Sehen? Und so entwickelte Dr. Bates die ersten grundlegenden Übungen, die inzwischen von
vielen Sehtrainern mit unterschiedlichsten Methoden verfeinert wurden.

Ganzheitliches Sehtraining für Kinder

So kann gezieltes Sehtraining ein Kind in der gesunden Entwicklung seines Sehapparates hervorragend unterstützen. Ich selber kombiniere das Sehtraining mit der Kinesiologie. Über den Muskeltest werden zunächst die Augenbewegungen des Kindes auf Anspannungen kontrolliert und bei Bedarf entstresst. Dabei gibt es viele Möglichkeiten, die Spannung abzubauen, sei es durch eine gezielte Bewegungsübung begleitet von einer Bachblüte oder durch das Massieren von bestimmten Akupunkturpunkten. Dann überprüfe ich die Entwicklung sämtlicher kindlichen Reflexe und korrigiere diese bei Bedarf. Auch dies wird durch spezielle Übungen unterstützt, die das Kind dann zu Hause wiederholt. Immer wieder werden die Übungsfortschritte mit Hilfe der Kinesiologie überprüft und kontrolliert, sodass der Übungsplan angepasst werden kann.

Weitsichtigkeit

Für ein weitsichtiges (hyperopes) Kind ist es wichtig, das visuelle System zu entspannen. Hier ist das Auge noch nicht genügend ausgereift und die Brechkraft zu gering, die Nähe kann dann nur mit viel Kraft und einer hohen Anspannung der Linse klar wahrgenommen werden. Die viele Spannung kompensiert das Kind dann oft durch einen hohen Bewegungsdrang, zappelt und wackelt, nicht immer leicht für die nähere Umgebung. Meist ist bei diesen Kindern auch eine große Portion unterdrückter Wut zu spüren. Wie bei einem Vulkan versucht sich die aufgestaute Energie den Weg zu bahnen. Damit dies nicht unkontrolliert passiert, ist hier viel Ruhe und Entspannung notwendig. Lassen Sie das weitsichtige Kind palmieren:

Palmieren:

Sie reiben Ihre Hände, bis diese schön warm sind und decken dann ganz locker ihre Augen mit den Handflächen ab. Dabei schließen Sie Ihre Augen. Die Dunkelheit lässt das ganze Sehsystem entspannen. Wollen Sie es bequemer haben, können sie sich auch auf den Rücken legen und die Augen mit einem Augenkissen, es gibt sehr schöne mit Dinkelfüllung, oder einem weichen Tuch abdecken. Ihrem Kind können Sie dabei eine schöne Geschichte erzählen oder Sie hören entspannende Musik. Achten Sie auf eine meditative Stimmung, das Kind erhält so einen Raum, indem es lernt, inne zu halten und der Reizüberflutung und Anspannung nicht mehr ausgeliefert zu sein.

Überkreuzbewegungen:
Stehen Sie locker auf einer festen Unterlage. Heben Sie erst den rechten Arm und das linke Bein, dann den linken Arm und das rechte Bein. Bewegen Sie die Arme und Beine über Kreuz. Berühren Sie dabei das gegengleiche Knie. Wichtig ist es, die großen Gelenke der Schultern und Oberschenkel mitzubewegen. Mit viel Schwung und guter Musik gleicht diese Übung einem kleinen Tanz. Jetzt können Sie im Wechsel auch gleiche Hand mit gleichem Knie berühren. Welche Bewegung fällt leichter? Der Wechsel zwischen einseitiger und gegengleicher Bewegung regt die Wahrnehmung und die Koordination beider Gehirnhälften an und der Kreislauf kommt in Schwung.

Das Nahsehen kann geübt werden durch spezielle Akkomodationsübungen oder einfach durch das gemeinsame Ansehen von kleinsten Strukturen. Gehen Sie mit Ihrem Kind in den Wald, setzen Sie sich auf den Boden und betrachten sie die Ameisen einer Ameisenstraße oder die Strukturen eines Blattes, einer Baumrinde. Lassen Sie das Kind dabei auch riechen und fühlen und es wird lernen, auch die Nähe wahrzunehmen und interessant zu finden. Der Wechsel zwischen Nah und Fern, die Akkommodation, wird sehr gut durch das Spielen mit Bällen erlernt. Am besten fangen Sie mit weichen Bällen an, die nicht wehtun, wenn sie das Gesicht treffen. Aber auch das Wandern des Blickes in einer schönen Landschaft, das Verfolgen eines Vogels, das Vor- und Zurückschwingen auf einer Schaukel trainieren das Sehen des Kindes.

Kurzsichtigkeit

Kurzsichtige Kinder werden am besten unterstützt durch Auflockerungsübungen, Atemübungen und Augenübungen, die mit intensiver Bewegung zu tun haben. Kurzsichtige (Myope) können die Ferne nur verschwommen sehen, die Nähe ist dafür sehr klar und genau zu erkennen. Kinder mit dieser Fehlsichtigkeit haben den inneren Rückzug gewählt, sie lesen gerne und versinken in Traumwelten. Für diese Kinder ist es wichtig, Reales zu erfahren. Lassen Sie ihr Kind werken, malen, sich bewegen, kurz die Welt verändern und gestalten mit Säge und Malerpinsel. Oder treiben Sie Sport und gehen Sie raus in die Natur. Auch hier ist eine natürliche Umgebung mit leuchtenden Farben im Licht der Sonne die beste Medizin für das Sehsystem ihres Kindes. Überkreuzbewegungen helfen die beiden Gehirnhälften zu verschalten. Ballspiele trainieren den Wechsel zwischen der Nähe und der Ferne. Wie bei den Weitsichtigen sind auch hier Entspannungsübungen wichtig, vor allem beim Sehen in der Ferne. Die meisten Kurzsichtigen stehen unter Stress oder leiden an Energiemangel und atmen zu flach.

Altersweitsichtigkeit

Im Alter, wenn die Linse lahm wird und die Arme nicht mehr lang genug sind, um das Buch in der richtigen Entfernung zu halten, sprechen wir von der Altersweitsichtigkeit (Presbyopie). Hier hilft es, die Augen immer wieder in die Ferne schweifen zu lassen. Einseitige Belastung durch viel Naharbeit, aber auch mangelnde Ernährung lassen die Linse ermüden und die Buchstaben verschwimmen. Ein gesunder Wechsel zwischen Entspannung und Bewegung ist auch hier das Geheimnis einer fortwährenden Flexibilität. Versuchen Sie doch durch Nah – Fernschwünge Ihre Linse anzuregen. Vergessen Sie nicht, danach die Augen zu entspannen. Wie bei den Kindern ist das Palmieren eine besonders gute Methode, die Netzhaut vollständig zu beruhigen, meditative Musik kann dabei eine große Unterstützung sein. Das Achten auf eine gesunde und vitaminreiche Ernährung ist hier besonders wichtig. Gerade wenn die Augen trocken werden, sollte eine basenreiche Kost die überschüssigen Säuren neutralisieren. Die Durchblutung der Augen können Sie fördern durch tägliche Bewegung an der frischen Luft, Kneippanwendungen und vielem Trinken von klarem Wasser. Auch die Augenakupunktur hat sich bewährt.
Nah – Fernschwung: Nehmen Sie eine Visitenkarte und halten Sie diese in einer für sie noch gut lesbaren Entfernung. Dann schwingen Sie diese in schnellem Wechsel vor und zurück in den Bereich, der gut lesbar ist, und in den, der verschwimmt. Sie brauchen dabei die Buchstaben nicht immer klar zu erkennen, denn die Linse reagiert reflexartig auf den visuellen Reiz und Sie werden merken, wie diese wieder anfängt zu arbeiten. Wie beim Bauchmuskeltraining sind kurze und schnelle Schwünge möglich und dazwischen lange und langsame.

Augen – Spiegel der Seele

Nicht nur das Gehirn ist neben den Augen am Sehen beteiligt. Ein anderer wesentlicher Faktor ist die Psyche des Menschen. So heißt es auch im Volksmund: Das Auge – Spiegel der Seele. Dies können wir täglich im Umgang mit unseren Mitmenschen erleben. So spiegeln sich in den Augen Gefühle wider und wir können Freunden, Kollegen und sogar Fremden so Manches von den Augen ablesen. Ob ein Mensch fröhlich oder traurig ist, erkennen wir an den Augen. Leuchtende Kinderaugen, die noch voll beweglich sind, offene neugierige Augen erfreuen beim Betrachten unser Herz, wir reagieren dann vielleicht auch mit einem Lächeln und lassen uns anstecken.
Die Augen verbinden uns mit der Außenwelt, spiegeln Gefühle, die wir zu verbergen suchen. Deshalb ist es nicht verwunderlich, wenn viele Menschen Schwierigkeiten haben, Augenkontakt aufzunehmen. Dabei teilen wir ja unser tiefstes Innenleben mit. Manche Menschen empfinden es auch als Schutz, ihre Augen hinter Brillengläsern zu verbergen. Ändern wir unsere inneren Einstellungen und Glaubenssätze, verändert sich unser Sehen.
Die Systemische Augentherapie verfolgt vor allem diesen Ansatz. Indem die Augen im Zusammenhang mit der gesamten Familie und ihren Erlebnissen gesehen werden, ist es möglich, innere Spannungen, die das Sehen beeinflussen, aufzudecken und zu lösen. Oft werden dabei ursprünglich traumatisierende Erlebnisse im Familiensystem aufgedeckt und in einem erweiterten Zusammenhang gesehen.
Die systemische Augentherapie ist eine ergänzende Therapieform, geeignet für sämtliche Fehlsichtigkeiten und Augenerkrankungen. Wenn begleitend systemisch gearbeitet wird, greifen andere Ansätze wie zum Beispiel das Sehtraining schneller und die gesamte Konstitution des Menschen verbessert sich. Doppelbilder verschwinden, langjährige Kopfschmerzen, astenopische Beschwerden oder auch Winkelfehlsichtigkeiten lösen sich auf, Kinder lesen wieder gerne, klares Sehen wird möglich. Ein „Nebeneffekt“ ist das erlebte Gefühl der Zentrierung und Klarheit, was sich positiv auf viele Lebensbereiche auswirkt.

Systemische Augentherapie

Was versteht man unter systemischer Augentherapie? Wie kann man sich eine solche Arbeit vorstellen? Entwickelt habe ich die systemische Augentherapie aus der Methode des Familienstellens, die ich bei Prof. Dr. Franz Ruppert, Professor an der katholischen Stiftungsfachhochschule für
Psychologie, erlernt habe. Dabei gehe ich so ähnlich wie beim Familienstellen vor, nur dass die Augen als eigene Persönlichkeitsanteile wahrgenommen und miteinbezogen werden.
In der systemischen Augentherapie gehe ich davon aus, dass wir verschiedene Persönlichkeitsanteile leben. Wir verhalten uns anders, wenn wir unserem Chef gegenüber stehen, als unserem Geliebten oder unseren Kindern. Wir haben in uns noch ein inneres (oder auch mehrere), vielleicht ganz kleines und verletzliches Kind, das sich immer wieder an den unmöglichsten Stellen meldet, beleidigt ist oder gar ausrastet. All diese Anteile müssen wir koordinieren und immer wieder passend einsetzen, sonst kommt es zu Konflikten mit unserem Gegenüber. Auch unsere Augen haben unterschiedliche Funktionen. Wir nehmen mit dem rechten Auge anders wahr als mit dem linken. Probieren Sie es aus und malen Sie ein Bild, nur mit dem rechten, beziehungsweise mit dem linken Auge. Sie werden merken, dass Sie ganz unterschiedliche Bilder malen, dass andere Farben Sie ansprechen, fröhlich oder auch traurig, chaotisch oder strukturiert.
Wenn wir durch die Arbeit mit unserem Familiensystem in Frieden kommen, kann sich unser Inneres ordnen, unsere Augen werden entlastet und können sich ihrer, uns so wichtigen Aufgabe, der visuellen Wahrnehmung, besser widmen. Teilnehmer erzählen immer wieder von Sehverbesserungen. Selbst wenn sich beim Sehen nicht immer die Dioptrien verändern, erleben die meisten eine größere Gelassenheit. Mit Hilfe der systemischen Augentherapie nach guten Lösungen zu suchen, wirkt sich unmittelbar und positiv auf das Sehen aus. Eine Chance, zusätzlich zu den bisher üblichen Methoden etwas für die eigene klare Sicht zu tun. Im zweiten Teil wird die Autorin weitere Augenkrankheiten beschreiben, die typischer Weise im Erwachsenenalter auftreten und für diese gezielte Therapiemethoden vorstellen.

Die Autorin

Marianne Wiendl, Diplom Informatikerin (FH), Heilpraktikerin, Sehtrainerin, Leiterin von Autogenem Training nach Prof. I. H. Schultz, Ausbildungen in Augen- und Ohrakupunktur, Naturheilkunde, Visualtraining, Fortbildungen in Kinesiologie, System- und Familienaufstellungen, Mitgestaltung des Münchner Forums für Ganzheitliches Sehen, Mitentwicklung des „Forum Gesundes Sehen“, Seminarleitung im Präventionsbereich diverser Firmen, Vorstandsvorsitzende und Mitbegründerin des Vereines für GESUNDES SEHEN e. V., Autorin, gründete 2001 das Naturheilzentrum für Sehen und Gesundheit in Starnberg-Söcking, bietet Seminare, Fort- und Weiterbildungen
www.mariannewiendl.de, www.verein-gesundes-sehen.de, www.sehforum.de

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