Hochsensitiv – unechte AD(H)S-Störung

 Oftmals falsche Diagnose

Von Birgit Trappmann-Korr, Rheinberg – raum&zeit Ausgabe 173/2011

„Hyperaktiv!“ Immer noch steigt die Zahl der Kinder und Erwachsenen an, die diese Diagnose verpasst bekommen. Weitgehend unbekannt ist dabei, dass viele Kinder, die so eingestuft werden, eigentlich hochsensitiv sind und von daher einfach nur auf bestimmte Weise wahrnehmen, lernen und im Kontakt mit anderen sind. Mit dem Stempel AD(H)S werden sie völlig zu Unrecht pathologisiert und oft auch noch kontraproduktiv behandelt. Es ist höchste Zeit für Experten zu differenzieren.

Missverständliche Bezeichnungen

Seit etwa den 1980er Jahren wurde eine neue Diagnose in die gebräuchlichen Klassifikationssysteme ICD-10 und DSM-IV eingeführt: Die Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) beziehungsweise hyperkinetische Störung (HKS). Als ich mich vor gut 20 Jahren damit konfrontiert sah, war dieser Begriff in Deutschland noch recht wenig verbreitet, aber genau dieses Phänomen hat sich zur häufigsten psychiatrischen Störung im Kindes- und Jugendalter entwickelt. Die Kernsymptome beschreiben eine Beeinträchtigung der Konzentration und Daueraufmerksamkeit, Störungen der Impulskontrolle und emotionalen Regulation, sowie fakultativ motorische Unruhe und Aktivität. Es hat sich eingebürgert, für die hyperaktive Form die Abkürzung ADHS zu benutzen und für die stillere, hypoaktive Form die Abkürzung ADS. Es handelt sich dabei um ein so genanntes Syndrom, das heißt es wird ein Zusammenhang verschiedener Symptome vermutet, deren Ursache und Entwicklung jedoch unklar ist. Wurde anfänglich nur Kindern und Jugendlichen das Zappelphilipp- und Träumerchen-Syndrom zugeschrieben, so erstrecken sich in jüngster Zeit die Anzahl der Diagnosen auch auf den Erwachsenenbereich. Aber auch hier konnte bislang noch kein einheitliches Konzept und keine angemessene Theorie entwickelt werden. Dies löst zurecht Unsicherheit und Ängste bei Betroffenen und Eltern aus, aber auch in Fachkreisen gibt es wohl kaum ein anderes Thema aus dem Bereich der psychischen Störungen, über das so emotionalisiert und gegensätzlich diskutiert wird, wie die leitenden Psychologen Prof. Dr. Manfred Döpfner und Prof. Gerd Lehmkuhl aus Köln feststellten. 

Disput über die Ursachen

Die Bandbreite der möglichen Ursachen von AD(H)S erstreckt sich über anfängliche Annahmen einer möglichen Hirnschädigung und Fehlfunktionen, über Defizite der Aufmerksamkeitsspanne und mangelnde Verhaltenshemmung, bis hin zu Erziehungsfehlern und Vermutungen darüber, dass die Pharmaindustrie ein passendes Störungsbild für das Medikament mit dem Wirkstoff Methylphenidat (zum Beispiel Ritalin) forciert hat. Wie auch immer AD(H)S betrachtet wird, immer erscheint es in einem anderen Licht, denn Ärzte, Neurologen, Eltern und Betroffene, Analytiker, Pädagogen, Politiker, Anthropologen, Pharmakologen, Schulbehörden und Krankenkassen – jeder hat aus seinem Blickwinkel etwas anderes dazu zu sagen und es existieren engagierte Befürworter auf der einen, sowie vehemente Gegner auf der anderen Seite. 

Fehldiagnosen

Wirft man nun einen Blick auf die Anzahl der Diagnosen und Verordnungen, dann ist nach Auskunft der Bundesopiumstelle in den Jahren 1993 bis 2008 ein Anstieg um das 40-fache zu verzeichnen und ein Ende dieser Tendenz ist nicht absehbar. Prof. Dr. Michael Huss, Direktor der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, mahnte in einem Interview gegenüber Springer Medizin, dass AD(H)S aufgrund der unspezifischen Symptome eine der am schwierigsten zu diagnostizierenden Störungen in der Psychiatrie ist, und gab an: „Wir müssen nur aufpassen, dass nicht jedes Kind, das irgendwie Probleme hat, sofort diese Diagnose erhält“. 2010 wurde genau diese Problematik von einem amerikanischen Forscherteam um William N. Evans  an der Universität von Notre Dame untersucht und die Wissenschaftler fanden heraus, dass angebliche AD(H)S-Kinder oftmals gar kein Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom hatten. Sie wurden schlichtweg fehldiagnostiziert. Auch Dr. James T. Webb , Autor zahlreicher Bücher über Hochbegabung, kritisiert, dass es in diesem Bereich oftmals zu Fehleinschätzungen und Verwechslungen kommt. Werden nämlich die sozialen und emotionalen Komponenten außer Acht gelassen, decken sich die Symptome der Hoch- und Höchstbegabung auffallend mit dem des Aufmerksamkeitsdefizitsyndroms. Plakativ formuliert heißt das „AD(H)S steht auf dem Etikett, aber Hochbegabung ist drin“ und spätestens jetzt wird klar, wie differenziert und sorgsam mit diesen Phänomenen umgegangen werden muss. Aufmerksamere Untersuchungen entdecken zwar die getarnte Hochbegabung, aber dann wird vielfach postuliert, dass es sich eben um Hochbegabung gepaart mit AD(H)S handeln muss – und spätestens hier beißt sich die Katze in ihren vielzitierten Schwanz.

Wie können die „betroffenen“ Kinder einen IQ-Test mit Bravour meistern, der ein Höchstmaß an Aufmerksamkeit und Konzentration erfordert, wenn sie gleichzeitig in diesem Bereich ein attestiertes Defizit haben? Dies scheint jeglicher Logik zu widersprechen und nicht recht passen zu wollen und tatsächlich gilt die Diagnose Hochbegabung mit AD(H)S als sehr umstritten. 

Zusammenfassend stellt sich die Frage, wie es sein kann, dass sich auf der einen Seite AD(H)S-spezifische häusliche, schulische, betriebliche und soziale Auffälligkeiten und Problematiken immer häufiger zeigen und auf der anderen Seite so vieles in Bezug zu Aufmerksamkeitsdefizit/Hyperaktivitätsstörung unklar und nicht stimmig erscheint?

Ich möchte mit Ihnen nun im Folgenden dieser Frage nachgehen und trotz kritischer Worte über das Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom festhalten, dass es meiner Meinung nach ein echtes ADHS und auch ein echtes ADS gibt und die betroffenen Kinder und Erwachsene von einer fachlichen Begleitung und manchmal auch von einer individuell auf sie abgestimmten Medikation enorm profitieren. Dies ist die eine Seite — aber mit einem differenzierteren Blick zeigt sich auch noch eine andere Seite, denn viele der so genannten AD(H)S‘ler scheinen in Wirklichkeit hochsensitiv zu sein und dies macht einen großen Unterschied.

Hochsensitivität ist keine Krankheit

Hochsensitivität (auch: Hochsensibilität/Hypersensibilität) ist im Vergleich zum AD(H)S ein normales Persönlichkeitsmerkmal, welches bestimmte Aspekte des Erlebens und Verhaltens beschreibt und vorhersagt. Dabei werden die Umweltbedingungen mit einbezogen. 

Nach Kurt Lewin, einem der maßgeblichen Pioniere der Psychologie, ist das Verhalten einer Person durch die Funktion von Person und Umweltbedingungen geprägt. Das heißt, man kann das Verhalten einer Person nur erklären, wenn man die Kräfte analysiert, die in der Gegenwart auf sie einwirken.

Hochsensitive Kinder haben feine Antennen, sind sehr sensibel und empfindsam und nehmen Licht, Geräusche, Gerüche und taktile Reize schneller, feiner und intensiver wahr. Sie können mitunter sehr lebhaft sein, aber ein großer Teil wirkt eher introvertiert und etwas schüchtern. Dies zeigt sich besonders in neuen Situationen, oder wenn viel um sie herum los ist. Dann können sie mit ihren Reaktionen auch zuweilen „nicht normal“ wirken. Während das eine Kind sehr intensiv auf Gerüche reagiert und nur ausgewählte Mahlzeiten zu sich nehmen kann, reagiert das andere Kind sehr empfindlich auf etwaige Wäscheschildchen an der Kleidung oder Schmutz. Wiederum andere hochsensitive Kinder fallen durch ihre scheinbare Zerstreutheit und Langsamkeit auf und bei manchen ist es die augenscheinliche Sensibilität und Empathie. Insgesamt ist die Bandbreite der Ausprägungen recht weit und deckt sich, wie gesagt, weitgehend mit den Symptomen des AD(H)S, aber der Unterschied liegt in der Ursache. 

Analytische und Holistische Wahrnehmung

Erste Anhaltspunkte liefern interkulturelle Studien zum Wahrnehmungsstil zwischen Amerikanern und Asiaten, die von den Psychologen Richard E. Nisbett und Yuri Miyamoto von der Universität von Michigan durchgeführt wurden. Hier zeigte sich ein tiefgreifender Unterschied zwischen mehrheitlich analytischem (Amerika) und holistischem (Asien) Wahrnehmungsstil. Amerikaner schenkten einem hervortretenden Objekt ihre Aufmerksamkeit, während Asiaten die Tendenz hatten, den Kontext nach weiteren Informationen abzusuchen. Ein analytischer Wahrnehmungsstil trennt also scharf zwischen Wichtigem und Unwichtigem und filtert einen großen Teil an Informationen heraus (ein zentrales Ausschlusskriterium bei der Diagnose AD(H)S), während ein holistischer Wahrnehmungsstil auch die Umgebung erfassen möchte und weniger filtert, was jedoch nichts mit dem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom zu tun hat. Es ist nur eine andere Art die Welt zu sehen und diese andere Art fanden die Forscher auch in westlichen Kulturen. 

Weitere Aspekte betreffen Unterschiede in der Dominanz der Gehirnhälften, wie es das Hemisphärenmodell aus der Neurologie vorsieht. Hier werden unterschiedliche Prozesse im Gehirn der rechten und linken Hälfte zugeordnet und als Lateralisation bezeichnet. Dieses Modell hat zwar keine konkrete Entsprechung im Gehirn und gilt als überholt, es ist jedoch sehr anschaulich und brauchbar in der Verbindung zwischen Psychologie und Neurologie und der Darstellung von Lernstilen. 

Die linke Gehirnhälfte steht für Logik und rationales Denken, während die rechte Gehirnhälfte für Kreativität und Emotionen steht. Die Psychologin Dr. Linda Kreger Silverman aus Denver untersuchte diese beiden gegensätzlichen Positionen und fand heraus, dass Kinder entweder einen auditiv-sequenziellen Lernstil haben, der als unproblematisch gilt, weil unsere Schulsysteme genau darauf ausgerichtet sind, oder einen visuell- (holistisch) räumlichen Lernstil, der mit zahlreichen Schwierigkeiten verbunden ist. Erstaunlicherweise fand Dr. Silverman viele hoch- und höchstbegabte Kinder, die auf eine holistische Art und Weise lernten und im vorhandenen Schulsystem nicht zurechtkamen. Sie galten beispielsweise als Legastheniker, AD(H)S-Kinder und Underachiever, bevor die Psychologin ihre Begabungen darlegte und die wahren Gründe ihrer Schulschwierigkeiten aufzeigte. 

Extraversion und Introversion

Der nächste Hinweis leitet sich aus dem Myers-Briggs-Type-Indikator (MBTI®) ab, der in Wissenschaftskreisen als gut bestätigt gilt. Dieser wiederum basiert auf Forschungen des Psychologen Carl Gustav Jung, Begründer der analytischen Psychologie. Hier sind die Unterschiede zwischen Extraversion und Introversion recht interessant und aufschlussreich, denn Extrovertierte lieben Geselligkeit und bekommen ihre Energie durch den Kontakt mit anderen Menschen, während Introvertierte in sich gekehrt wirken und ihre Energie durch das Alleinsein bekommen. Diese Merkmale zeigen sich schon recht früh bei Kindern, so kann ein introvertiertes Kind leicht den Eindruck von Hypoaktivität (ADS) erwecken, während ein extrovertiertes Kind Merkmale von Hyperaktivität (ADHS) zeigt. Interessanter ist allerdings für unser Thema der 2. Buchstabe der 4er Kombination des MBTI®, denn hier wird der bevorzugte Wahrnehmungsstil gemessen. Man unterscheidet zwischen der Wahrnehmung über die Sinne und intuitiver Wahrnehmung (siehe Abb. S. 18) und hier zeigen sich deutliche Parallelen zu den Forschungen zum analytischen und holistischen Wahrnehmungsstil. Dies ist ein sehr wichtiges Merkmal, welches jedoch in der Regel kaum beachtet wird, wie auch Prof. David Keirsey  von der California State University Fullerton beklagt, denn hier sind wir genau bei der Unterscheidung zwischen AD(H)S und Hochsensitivität.

Intuitive Wahrnehmung ist eine Tendenz, vergleichbar mit Rechts- oder Linkshändigkeit, die völlig anders „funktioniert“ als die klassische Sinneswahrnehmung und es ist zu vermuten, dass dies eine Weiterentwicklung des menschlichen Gehirns und seiner Aufnahmekapazität darstellt, auch wenn es sich um eine „alte“ Art der Informationsaufnahme handelt. Diese Wahrnehmung „über die Hintertüre“ ist mit der rechten Gehirnhälfte assoziiert und das dazugehörige limbische System (auch: Emotionssystem) gilt oftmals als Überbleibsel früherer Entwicklungsstufen. Hier sollte man jedoch genauer hinschauen, wie es Prof. James R. Averill  von der Universität in Massachusetts getan hat und feststellte: „Emotion, Intelligenz und Kreativität sind eine Einheit, die sich im Verlauf der Zeit weiterentwickelt hat und nach einer neuen Sichtweise innerhalb der Psychologie verlangt!“

Denken in Bildern, Farben und Tönen

Hochsensitivität ist eine Wahrnehmungsbegabung, die mit paralleler Datenaufnahme und -verarbeitung zu vergleichen ist und einfach schneller funktioniert, weil das Emotionssystem Reaktionen vorbereitet, bevor der Mensch überhaupt bewusst denken kann. Hochsensitive Kinder denken mit halbem Bewusstsein, um es vereinfacht darzustellen, und ihr Denken vollzieht sich in Bildern, Tönen, Farben, Musik oder Gefühlen, und manchmal sind ihre Wahrnehmungen auch gekoppelt, denn ihre Fähigkeit zur Synästhesie lässt sie zum Beispiel Energiefelder anderer Personen als Farben wahrnehmen. 

Die große Schwierigkeit und das Dilemma bestehen nun darin, ein Verständnis für diese ganz andere Art von Kindern zu vermitteln, denn es sind vornehmlich drei Faktoren, bei denen man umdenken muss: Erziehung, Umfeld und Schule.

Was hochsensitive Kinder brauchen: Liebe, klare Strukturen und Bildsprache

Grundsätzlich ist für alle Kinder ein liebevolles Elternhaus der Grundstein für eine glückliche und gesunde Entwicklung, aber hochsensitive Kinder erleben Gefühle oftmals doppelt und dreifach, also ganz intensiv. Hier helfen auch keine Ermahnungen, wie: „Sei nicht so übersensibel“ oder „Stell Dich nicht so an, Du übertreibst“, denn dadurch fühlt das Kind seine Emotionen als falsch und kann keinen angemessenen Umgang damit aufbauen. Hilfreich sind auch klare Strukturen, denn sie entlasten das Miteinander und vermeiden tägliche, immer wiederkehrende Konflikte. Dies fängt bei der Ordnung im Kinderzimmer an und hört bei der Selbstorganisation altersgemäßer Dinge auf, denn hochsensitive Kinder erleben Lust und Unlust ganz intensiv. Sie müssen lernen sich zu bewegen, auch wenn sie keine Lust haben und diese Selbstdisziplin gilt es zu vermitteln und zu fördern. Wird hier nicht unterstützt, dann fällt es den Kindern schwer, eigene Handlungspläne zu entwickeln, Ziele zu erreichen und sie erleiden Frustrationen über das eigene Scheitern. Die besondere Art der Wahrnehmung lässt hochsensitive Kinder oftmals zerstreut und vergesslich erscheinen, weil Inhalte einfach nicht im reinen Bewusstsein angekommen sind. Dazu müsste nämlich in die Wortsprache übersetzt werden und dazu braucht es Zeit, Ruhe und einen deutlichen Hinweis oder Anlass. Sie können als Eltern sicher sein, dass ein Schild mit einem gemalten Comic über Ihren Kommunikationsinhalt wesentlich besser ankommt als gesprochene Worte, denn alle Bilder und Symbole sind die wirkliche Sprache hochsensitiver Kinder. Dies wird in der Schule sehr deutlich, denn verbal vermittelter Lernstoff kommt nur lückenhaft an und die benötigte Konzentration dafür ist anstrengend und energieraubend. Vielleicht möchten Sie einmal ausprobieren, wie sich das anfühlt? Dazu möchte ich Sie bitten, Ihren Namen und Ihre Adresse mit der anderen Hand (und nicht mit der Gewohnten) zu schreiben und sich vorzustellen, dies sechs Unterrichtsstunden zu machen. Ich bin sicher, Sie können nun nachvollziehen, wie anstrengend Schule für hochsensitive Kinder ist. Die tägliche Praxis zeigt daher ein überproportional  häufiges psychosomatisches Erscheinungsbild, wie zum Beispiel Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Tic-Störungen und Schwindel, welches zusätzlich durch Leistungsorientierung, Schnelllebigkeit, Aggression und Gewalt, sowie allgemeiner Reizüberflutung noch forciert wird. 

Hochsensitive Kinder brauchen Ruhe, Natur, angemessene Lernstrategien, eine Erziehung mit viel Herz und Hand und vor allem ein allgemeines Verständnis für ihre Wahrnehmungen und ihre Sensibilität. Sie brauchen Kontakt zu Gleichgesinnten und das Gefühl völlig „in Ordnung“ zu sein, um zukünftig das Potenzial der Hochsensitivität in unsere Gesellschaft einzubringen. Gestatten Sie mir zum Abschluss den Wunsch, dass wir endlich aufhören Hochsensitive Kinder zu diagnostizieren, mit Methylphenidat zu behandeln und krank zu therapieren.

Die Autorin

Birgit Trappmann-Korr ist Soziale Verhaltenswissenschaftlerin und leitet das Institut für angewandte Psychologie in Rheinberg am Niederrhein, das ein breites psychologisches und philosophisches Themenspektrum abdeckt und sich mit anwendungsorientierten Fragen an der Schnittstelle von Wissenschaft und Praxis beschäftigt. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit zählen die Bereiche Hochsensitivität / Hochsensibilität, Hochbegabung, AD(H)S, Empathie und Kreativität, sowie deren Auswirkungen in Bezug auf Erziehung, Schule und Lernen, (Erwerbs-) Arbeit und psychische Gesundheit.

„Die Verbindung von Psychologie und Physik, Philosophie, Spiritualität und Neurologie eröffnet  neue Wege und Sichtweisen in Bezug auf Mensch und Umwelt und der Entfaltung dieses Potentials“

Weitere Informationen finden Sie auch im Internet unter: www.counselors-corner.de; www.trappmann-korr.de; www.empathen.de

Fußnoten

1 Döpfner, M. & Lehmkuhl, G.: „ADHS von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter – Einführung in den Themenschwerpunkt Kindheit und Entwicklung“, 2002, Vol. 11 (2), S. 67–72 

2 www.lifeline.de/special/sorgenkinder/hyperaktivitaet/content-128542.html vom 31.06.2011

3 Evans, W. N., Morrill, M. S. & Parente, S. T.: „Measuring inappropriate medical diagnosis and treatment in survey data: The case of ADHD among school-age children“, Journal of Health Economics, 2010, Vol. 29 (5), S. 657–673

4 Webb, J. T., Ahmend, E. R., Webb, N. E., Goerss, J., Beljan, P. & Olenchak, F. R.: „Misdiagnosis and Dual Diagnosis of Gifted Children and Adults“, Scottsdale: Great Potential Press, 2005

5 Nisbett, R. E. & Miyamoto, Y.: „The influence of culture: holistic versus analytic perception. Trends in Cognitive science“, Vol. 9 (10), 2005, S. 467–473

6 Kreger Silverman, L.: „Upside-Down Brilliance. The Visual-SpatialLearner“, Denver: DeLeon Publishing, 2002

7 Keirsey, D. & Bates, M.: „Versteh‘ mich bitte“, Del Mar: Prometheus Nemesis Book Company, 1990

8 Averill, J. R.: „Intelligence, Emotion and Creativity“, 2000
In: Bar-On, R. & Parker, J. D. A. (Hrsg.): „The Handbook of Emotional Intelligence“, San Francisco: Jossey-Bass

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