Vorsicht Spannung

So schützen Sie sich vor Elektrostress

Von Sascha Hahnen, Sulzberg, Österreich – raum&zeit Ausgabe 166/2010

Wir sind von immer mehr Strahlenquellen umgeben. Dass diese Auswirkungen auf biologische Systeme haben, wurde in zahlreichen Studien belegt.
Doch wie kann man sich davor schützen?
Sascha Hahnen stellt hier sein Abschirm-Konzept vor.

E-Smog auf dem Vormarsch

Seit Anfang der 60er Jahre nimmt die Anzahl von Sendern und Funktürmen für Radio und Fernsehen, zivile und militärische Radaranlagen, sowie Richtfunktürmen für Telekommunikationsvermittlungen sprunghaft zu. Mit der Einführung von PC und Mikrowellenherd drangen neue Elektrosmogquellen in Arbeitswelt und Haushalte. Auch Transformatoren in Wohngebieten können sehr hohe elektromagnetische Felder erzeugen.

Zunehmende Belastung

Mit zunehmender Elektroabhängigkeit von Haushalten und der fortschreitenden Elektrifizierung durch Niederfrequenz (Hausversorgung = Niederfrequenz von 50 Hz) und Senderabstrahlung (Hochfrequenzen), lässt sich eine parallel ansteigende Kurve von breiten Volkskrankheiten feststellen. „In einigen Stadtregionen war 1980 der ständige Strahlenhintergrund, von Mikrowelle herrührend, etwa hundert- bis zweihundertmillionen mal so groß wie der natürliche Hintergrund an elektromagnetischen Wellen, der von der Sonne stammt. 1995 steigerte sich die Belastung durch modernste Nachrichtentechnik und Mobilfunk auf Sechshundertmillionen! Die alles durchdringende Hochfrequenzenergie durch Radar und Sender aller Art verdichtet sich derart, dass Mikrowellensmog mittlerweile gefährlicher als Chemieluft eingestuft wird“, berichtete Geophysiker Heinz Kohnen.

Auch der Düsseldorfer Physik-Professor Reinhold Egger warnt davor, in nächster Nähe von am Stromnetz betriebenen Weckern oder entlang elektrifizierter Bahnlinien zu schlafen, da dies ebenfalls ein Risiko für Demenz in sich berge. Sein Fazit: „Alles, was angeschlossen und die ganze Zeit in Betrieb ist, ist eine Strahlungsquelle.“

Die Reflexstudie der Münchener VERUM Foundation unter Leitung von Prof. Franz Adlkofer befasst sich gezielt mit DECT-Mobilfunkstrahlung, wie sie für Handys und Schnurlostelefone genutzt werden. Die von der EU geförderten Forschungen wurden in den Jahren 2000–2004 von zwölf Forschergruppen aus sieben europäischen Ländern durchgeführt und belegten erstmalig länder-übergreifend die schädliche Wirkung von Mikrowellen und Mobilfunkstrahlung.

Prof. Peter Pauli (hinten) und Sascha Hahnen im Versuchslabor der Bundeswehr-Universität München beim HF-Radialtest

Mitte März 2005 veröffentlichte Hans Schmidt, Sprecher der Bürgerinitiative Wolfratshausen-Stadtgebiet gegen Elektrosmog, einen Briefwechsel, den er mit Prof. Franz Adlkofer wegen der kritischen Bewertung der REFLEX-Studie durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hatte.

Prof. Adlkofer schrieb (Briefauszug): „Bezüglich des Qualitätsstandards der REFLEX-Studie brauchen wir keinen Vergleich zu scheuen. Die von uns angewandten Qualitätskriterien erlauben den Ausschluss jeglicher Zweifel an der Wertigkeit der Daten. Warum die Ergebnisse, die in den genannten und in den an die 50 weiteren ungenannten Publikationen mitgeteilt werden, von den unseren abweichen, ist leicht zu erklären. Die Autoren verwendeten in aller Regel auf EMF nicht ansprechende Zellen oder wählten für die Zellen eine zu kurze Bestrahlungsdauer oder es fehlten ihnen überhaupt die Voraussetzungen für das Einstellen und Erfassen genauer EMF-Messdaten. Hinzu kommt, dass niemand gezwungen werden kann, etwas zu sehen, wenn er es nicht sehen will.“

Krankheitsursachen finden

Der schädliche Einfluss von elektronischen und elektromagnetischen Feldern auf Herz und vegetatives System sind in der Geobiologie und Naturheilverfahren bereits länger bekannt. 

Weil eben diese elektrischen Einstrahlungen im Körper eine Interferenz auf biologische Energieströme ausüben, haben Ärzte und Techniker der Geovital-Akademie für Naturheilverfahren Strahlenschutzprodukte entwickelt. Damit wollten sie auch beweisen, dass bei therapieresistenten chronischen Beschwerden wie Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen, Verspannungen, Nervosität, Schlafstörungen, Schmerzzuständen, Herz-Kreislauf-Problemen, Blutdruck, etc. durch entsprechende Abwehrmaßnahmen die Krankheitsursachen ausgeschaltet und Gesundheitserfolge erzielt werden können. Netzfreischaltungen und Schutzmaßnahmen nach Prinzip Faraday (Faradayscher Käfig) bieten demnach die besten Lösungen.

Den Technikern war klar, dass Blechabschirmungen wie Faraday sie nutzte, nicht in Wohnräumen durchführbar sind. So experimentierten sie mit elektrisch hochleitenden Geweben und Farben, welche durch Erdung niederfrequente (50 Hertz) Spannungen auffangen und ableiten, hochfrequente Strahlung aber zurückspiegeln. Doch bei der Suche nach dem geeigneten Material ergaben sich einige Schwierigkeiten. Farbmischungen mit Kupferanteilen oxidierten, Blei ist giftig und kann oral sowie über Inhalation oder Hautresorption in den Körper gelangen, Silber ist mäßig giftig, Silberdifluorid gilt als sehr giftig und ist zudem noch gut wasserlöslich. Die Dichte der Metallbeimischungen bestimmt einerseits den Abschirmfaktor, andererseits aber auch die Gesundheitsgefahr.

Experimente mit Graphit führten dann zu den gewünschten Ergebnissen: sie standen den Metallen in der Abschirm- und Ableitwirkung in nichts nach. Graphit ist ein ungiftiger kristallisierter Kohlenstoff und somit eine absolut sichere Farbbeimischung für „Faradaysche Schutzmaßnahmen“. Auch Laien können sie mühelos zur Abschirmung einzelner Räume auf Wände aufstreichen.

Nach langer Experimentier- und Entwicklungsphase wurden die erfolgreichsten Abschirmprodukte in der Bundeswehr-Universität München einem Härtetest unter Direkteinstrahlung von 300 KHz bis 40 Gigahertz unterzogen. Die erreichte Schirmwirkung liegt dabei bis zu 50 dB = 99,99 Prozent und reicht von der Hausstromversorgung über Radio bis zu Mobilfunk – sowie Radarfrequenzen. 

Das heißt, dass der Bewohner vor äußerlichen Strahlen (wie Radio, Mobilfunk …) durch die Farbe und die Vorhänge geschützt ist. Wenn die Malerarbeiten gut umgesetzt wurden, kann man in solchen geschützten Räumen mit dem Handy schlecht, bestenfalls gar nicht mehr telefonieren, was ein gutes Qualitätsmerkmal wäre.

Prinzip Faraday (Faradayscher Käfig)

Ein Faradayscher Käfig führt unter anderem zu folgenden Effekten:
• Im Inneren eines idealen Faradayschen Käfigs ist kaum bis kein Funkempfang (Radio, Mobilfunk) möglich.
• Schlägt ein Blitz in einen Faradayschen Käfig, zum Beispiel ein Auto oder ein Flugzeug ein, bleiben Personen im Innenraum ungefährdet, da die elektrische Feldstärke im Innenraum erheblich geringer ist als im Außenraum. In der Nähe von Öffnungen in der Metallhülle dringt ein äußeres Feld anteilig in den geschirmten Raum ein.
Das Ausmaß der Durchdringung hängt von der Ausdehnung der Öffnung im Verhältnis zur Wellenlänge des Spektrums des äußeren Feldes ab.

Abschirmungsmaßnahmen

Für Neubau-Abschirmungen werden GPA-Putzträgergewebe direkt auf die Außenisolierung geklebt, wo sie das Handelsübliche Putzträgergewebe („Gittex“) ersetzen. GPA ist extrem hochleitend und führt deswegen die Elektrosmogbelastung der Innenräume durch Erdung ab. Hochfrequenz wird dabei abgespiegelt. Dieses Sys-tem wird eingeputzt oder unter Holzverschalungen angebracht, weil in Holz, durch Restfeuchte (15 Prozent), sehr oft vagabundierende Spannungen messbar sind. Das trifft auf alle Holz- und Fertighäuser, auch auf die neuen nach Öko-Norm gebauten Häuser zu.

Für fertige Wohnungen und Altbauten lässt sich eine sichere Abschirmung durch Aufstreichen der extrem verdichteten aber ungiftigen Geovital Graphitfarbe erreichen.
Diese hat die gleichen Eigenschaften wie GPA, wird abgeerdet und kann übertapeziert oder mit der Originaldeckfarbe wieder überstrichen werden. Die Farbe ist gleichermaßen für Außen- und Innenanstrich geeignet und wird vor allem bei Renovierungen angewendet. Für Wohnungsinhaber in Reihenhäusern und Wohnanlagen stellt diese Abschirmfarbe neben der Abschirmgardine „Geovital Nova“ oft die einzige Möglichkeit, nach Faraday abzuschirmen.

 Korrektes Abschirmen

Fall-Beispiel: Schlafzimmer in einem Augsburger Reihenhaus

Schritt 1 Wände und Decke mit Abschirmfarbe zweimal streichen. In diesem Fall wurde die Wand des Einbauschranks ausgelassen.

Schritt 2 Erdungsbänder ringsum anbringen. In einer Ecke einmal hoch und die Deckenfläche längs oder quer erden.

Schritt 3 Vorab die Hauserdung von einem Elektriker prüfen lassen, um Rückkopplungen und Oberwellen auszuschließen. Erden: entweder am Heizkörper oder am Erdungsdraht der Hauselektrik.

Schritt 4 Wände und Decke mit handelsüblicher Farbe überstreichen.

Schritt 5 Fensterflächen mit Geovital Abschirmstoff versehen. Im Fall des Einbauschranks, wurde der Abschirmstoff über die Länge des Schrankes weiter gezogen, um die Wandseite gegen Hochfrequenz abzuschirmen. Tagsüber, wenn niemand schläft, wird der Vorhang zur Seite gezogen, abends und nachts wird er geschlossen.

Schritt 6 Einbau der Netzfreischaltung. Die letzte und einfachste Möglichkeit einer Abschirmung nach Faraday wird durch den Spezialvorhangstoff erreicht, der würfelförmig oder als Pyramide um Betten aufgehängt werden kann, der aber auch an Fenstern und Einbauschränken nachts vor Strahlung schützt.


Resultat der Abschirmarbeiten

Es sind keine Belastungen mehr messbar. Die Wand hinter dem Kleiderschrank konnte nicht abgeschirmt werden und strahlt durch den Schrank. Deshalb die Abschirmgardine.

Erfolg für Gesundheit und Wohlbefinden

Die Bewohner der hier als Beispiel angeführten Wohnung hatten ihr Schlafzimmer in den Keller verlegt, doch das brachte auch keine große Erleichterung. Nervlicher Stress und erheblicher Beruhigungsmittelkonsum, Schlafstörungen, Verspannungen und panikartige Angstzustände klangen zwei Wochen nach der Abschirmung ab. Das Schlafzimmer im ersten Stock wurde zum sichersten Raum der Wohnung. Neben Gesundheit und Wohlbefinden verbesserte sich innerhalb eines Jahres auch die berufliche und soziale Situation der Familie. Wenn hier die gesundheitlichen Nachteile der Elektroprodukte und Techniken aus einem anderen Blickwinkel als dem der Industrie betrachtet werden, dann geschieht das nicht zur Vermeidung und Abschaffung der technischen Vorteile, sondern zur Aufklärung Betroffener. Der Inhaber der hier aufgezeigten Augsburger Wohnung ist selbst studierter Elektroniker und als Diplom-Ingenieur bei Siemens beschäftigt. Sein Wissen beschränkte sich auf die Entwicklung technischer Anlagen. Im Studienfach fehlte das Thema "Auswirkungen auf die Gesundheit."

Fachbegriffe und Maßeinheiten

Elektrosmog: Darunter versteht man die Ausstrahlung und Intensität elektrischer und magnetischer Felder, welche durch Leitungen und durch Sender die Umwelt belasten.

Elektromagnetische Felder sind eine Kombination unsichtbarer elektrischer und magnetischer Kraftfelder. Solche Felder treten in der Natur auf, werden aber auch vom Menschen, hauptsächlich durch Stromgebrauch, erzeugt. Die meisten elektromagnetischen Felder, die vom Menschen erzeugt werden, ändern ihre Stärke und Richtung in einem bestimmten zeitlichen Rhythmus (Frequenz). Man unterscheidet innerhalb des elektromagnetischen Spektrums zwischen Feldern imFunkfrequenzbereich, erzeugt durch Mobiltelefone – im Mittelfrequenzbereich, erzeugt durch Computerbildschirme - und im Niederfrequenzbereich, erzeugt durch Stromleitungen.

Elektrische Spannung: Die elektrische Spannung zwischen zwei Punkten ist gleich der Differenz ihrer elektrischen Potentiale und wird in Volt gemessen.
Elektrische Spannung kann Selbstheilung und Nervensignal irritieren.

Magnetfeld: Ein Magnetfeld ist ein unsichtbares Kraftfeld, das durch Magneten oder durch die Bewegung von elektrischen Ladungen (Stromfluss in Elektroleitungen) erzeugt wird.
Faustregel: Je mehr Strom durch einen Leiter fließt, desto dichter ist das Magnetfeld.
Ein Magnetfeld hat eine direkte Einwirkung auf Blutbild und elektromagnetische Vorgänge im Organismus. Messeinheit: Tesla

Streustrahlung: Durch Hauselektrik verursachte vagabundierende niederfrequente Spannungen in Materialien, Wänden, Decken, Fußböden, welche Raumladungen durch Abstrahlung verursachen.
Messeinheit in Volt pro Meter. Gesundheitsbelastung wie elektrische Spannung

Der Autor

Sascha Hahnen,
geb. 1971, Dipl. Geobiologe, Heilmasseur, acht Jahre Klinikerfahrung, Radiästhet, gründete 1998 die Geovital GmbH München, übernahm 2002 von Vater Werner Hahnen die Geovital-Akademie für Naturheilverfahren GmbH
www.geovital.com

Quellen:

Schwab, Adolf J.: „Begriffswelt der Feldtheorie: Praxisnahe, anschauliche Einführung. Elektromagnetische Felder, Maxwellsche Gleichungen, Gradient, Rotation, Divergenz“, 6. Aufl., Springer, Berlin 2002, ISBN 3-540-42018-5

König / Volkerts: „Elektrischer Strom als Umweltfaktor“, München 1992

Hahnen, Sascha: „Heilung ist kein Wunder“, ISBN 3-200-00673-0

Varga, Prof. Dr. Dr. Andras: „Elektrosmog, molekularbiologischer Nachweis über biologische Wirkung“, Heidelberg 1995

König, Peter: „Geopathie-Problemlösungsmodelle“, Diplomarbeit 2005

Online lesen
zur Startseite