Infopunkte Bewusstsein

raum&zeit-Ausgabe 206

Flower of Life Bali: Großes Friedensprojekt geplant

Im Sommer 2017 soll in Bali die „Blume des Lebens“ als riesengroße Anlage auf einer Baufläche von 13 Hektar auf Reisfeldern entstehen und damit sozial, spirituell und ökologisch Zeichen setzen für Menschlichkeit, Frieden und Gleichberechtigung. Auf der Webseite heißt es: „Unsere Mission ist es, ein nachhaltiges und aussagekräftiges Erbe zu schaffen, das alle Menschen unter dem Dach ökologischer und sozialer Verantwortung vereint. Indem wir Menschen aus der ganzen Welt einladen, zum Aufbau einer einzigartigen und multifunktionalen Ökoskulptur in der Form der Blume des Lebens beizutragen, werden wir in Tabanan, Bali, das größte Energiefeld der Erde erschaffen.“
Außerdem sollen 500 000 Kokosbäume für das „Coconut knowledge center“ gepflanzt werden, welches ein nachhaltiges Einkommen für die Bauern von Bali bietet. Die „Garden of Life Foundation“ ist eine regierungsunabhängige Wohltätigkeitsorganisation in Bali mit der Vision, das ökologische und soziale Gleichgewicht der Insel nachhaltig zu verbessern. (TS)

Quelle: www.floweroflife-bali.com

Neue Meditationsform gegen Einsamkeit: Die kontemplative Dyade

Forscher um Tania Singer und Bethany E. Kok vom Max-Planck-Institut für Kognitions- und Neurowissenschaften haben eine neue Mediationsform entwickelt, die die soziale Verbundenheit zwischen einander fremden Menschen steigern und so das Gefühl von Einsamkeit reduzieren soll: die kontemplative Dyade.
Im Gegensatz zur traditionellen Meditation, deren Techniken in der Regel allein im Stillen für sich praktiziert werden, zielt die sogenannte kontemplative Dyade darauf ab, durch lautes und gemeinsames Meditieren die soziale Verbundenheit untereinander zu steigern und das Gefühl von Einsamkeit zu reduzieren: „Eine Person berichtet ausführlich von einer Auseinandersetzung mit einem Freund oder einer anderen unangenehmen Situation, die sie am Tag zuvor erlebt hat, und wie sich diese körperlich angefühlt hat. Anschließend schildert sie eine Erfahrung, für die sie in den letzten 24 Stunden besonders dankbar war. Der Zuhörer lauscht ihrer Erzählung aufmerksam und beginnt so, Empathie für sie zu entwickeln. Während sie spricht, hört er aufmerksam zu, ohne das Gesagte durch Worte oder Mimiken zu kommentieren – und umgekehrt.“
Die Forschung läuft noch, aber erste Ergebnisse zeigen, dass Teilnehmer nach jeder durchgeführten Dyade davon berichteten, sich ihrem Gegenüber nach der gemeinsamen Übung deutlich näher gefühlt zu haben als zuvor – auch bisher fremden Menschen: „Wir haben nun den ersten wissenschaftlichen Beweis dafür geliefert, dass dieser kurze tägliche Austausch von Gefühlen und Gedanken ein wirkungsvolles Mittel sein kann, um die Menschen einander innerlich näher zu bringen. Aus früheren Studien wissen wir, dass die persönlich wahrgenommene Verbundenheit zu den eigenen Mitmenschen wiederum dazu beiträgt, dass Menschen ein längeres, gesünderes und vor allem glücklicheres Leben führen.“ (TS)

Quelle: www.cbs.mpg.de/de

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