Infopunkte Naturwissenschaft

raum&zeit-Ausgabe 206

Keshe-Tagung in Zürich: Die neue Plasma-Technik und die Folgen

Abgesehen von Nikola Tesla hat wohl kaum ein zweiter die Freie Energie Szene so stark befruchtet wie der gebürtige Iraner Mehran Keshe. Seit er allen Regierungen seinen berühmten USB-Stick mit Blaupausen für umweltfreundliche Technologien angeboten hat, wird er in der Öffentlichkeit heiß diskutiert. Zahlreiche Workshops und Informationsveranstaltungen zu den Arbeiten Keshes fanden und finden statt. So zum Beispiel die „Keshe-Tagung“ des Jupiter Verlags von Inge und Adolf Schneider am 27. November 2016 in Zürich. Hier trafen sich Bastlergruppen und Interessierte aus dem deutschsprachigen Raum. Denn das Gute an der Keshe-Technik ist, dass Heimanwender sie kostengünstig und ohne sehr großen Aufwand selber nachbauen können.
Natürlich lassen sich die Produkte auch käuflich erwerben. Eines aber zeigt sich deutlich: Wer sich mit der Keshe-Technik in Kopf und Herz auseinander setzt und selber „Hand anlegt“, wird reicher belohnt als ein bloßer Keshe-Konsument.
Wie ist das zu erklären? Das hängt gewiss mit dem zentralen physikalischen Begriff der kommenden Epoche zusammen: Plasma, auch als vierter, zur Selbstorganisation fähiger Aggregatzustand der Materie neben fest, flüssig und gasförmig apostrophiert. Der Plasma-Begriff Keshes geht jedoch weit über die schulphysikalisch gezogenen Grenzen hinaus. Der Alchemist Mehmet Cati hat in mehreren Artikeln in raum&zeit aufgezeigt, dass das Keshe-Plasma weitestgehend mit dem feinstofflichen Äther identisch ist. Dieser fungiert als Brücke zwischen dem Grobstofflichen und dem Geistigen und transzendiert die kartesische Spaltung in Materie („Res extensa“) und Geist („Res cogitans“). Das heißt aber: Eine ganzheitliche Plasma-Technik betrifft eben auch die geistig-seelische Welt.
Das Plasma verhält sich wie ein lebendiger Organismus, es organisiert sich in Strukturen, generiert Ordnung. Von daher darf es nicht wundern, wenn Keshe-Aggregate wie die Magrav-Reaktoren und -Generatoren erst eine Konditionierungsphase durchlaufen müssen, bevor sie ihren vollen Nutzen bringen. Es sind eben keine Roboter, die auf Knopfdruck funktionieren. Und: Sie bilden gewissermaßen eine Symbiose mit dem Nutzer, auf den sie sich einstimmen. Auch beim Menschen spricht man schließlich vom Blut-Plasma und vom Zell-Plasma. Die Natur und der Kosmos werden vom Plasma belebt. Vor diesem Hintergrund kann es kaum erstaunen, was Menschen mit der neuen Plasma-Technik erlebt haben.
Der Keshe-Aktivist Siegfried Bitriol riet in seinem Vortrag dem Publikum, beim Einsatz dieser Techniken nicht nur den heimischen Strom- und Energieverbrauch (Kohle, Gas, Öl) im Blick zu haben; man solle auch das persönliche Befinden, Haustiere, elektrische und digitale Geräte, die Wasserqualität, Pflanzenwuchs und selbst das Verhalten von Nachbarn beobachten. Bitriol führte als anekdotisches Beispiel an, dass selbst die sonst so gefräßigen und daher verhassten Gartenschnecken die richtige Information erhielten: nämlich nicht über frische Blätter zerstörerisch herzufallen, sondern die Pflanzen von faulen oder abgestorbenen Teilen zu befreien. Es ist eben eine organische Technik!
Völlig ins Staunen gerieten die Teilnehmer beim Vortrag von Pit Trommer. Ursprünglich auch ein Keshe-Forscher, hatte er sich später den so genannten Q‘s zugewandt. Q steht vermutlich für „Quantengenerator“. Die Technik geht auf den Kambodschaner Kosol Ouch zurück, der früher einmal mit Keshe gemeinsam forschte und sich später selbstständig machte. Gut so, denn Alternativen bedeuten lebendige Vielfalt. Ein Q hat den großen Vorteil, dass er mit wesentlich geringerem Aufwand herstellbar ist als z. B. ein Magrav. Es kommen ausschließlich natürliche, preisgünstige Materialien wie Kupfer, Zink, Eisen, Wasser, Fette, Salze, Natriumhydroxid (NaOH), Kaliumhydroxid (KaOH), Wirbel und Spiralen zum Einsatz. Man kann einen Q ans Stromnetz anschließen, um Energie zu sparen, muss man aber nicht. Trommer berichtete, dass er einen Q in seinem VW Sharan liegen habe und mit einer Tankfüllung statt 800 km nun 1 250 km weit fahren kann. Ein Q scheint aber auch energetische Blockaden zu lösen. So sollen Menschen nach Bau und Anwendung eines Q plötzlich den Mut für schon lange aufgeschobene Entscheidungen gefasst haben. Trommer erzählte weiter, dass sein depressiver Vater nach einer jahrelangen Phase des Schweigens wieder zu reden angefangen habe, nachdem sein Sohn einen Q aufgestellt habe. Das alles klang unglaublich. Jeder ist aufgefordert, diese Technologien selber auszuprobieren. Erst dann sollte man urteilen. (DS)

Quelle: Keshe-Tagung/Jupiter Verlag, 27.11.2016, Novotel Zürich

Forschungsstudie bringt Newton und Einstein in Nöte: Ist Gravitation ein thermodynamisches Phänomen?

Gravitation bleibt die rätselhafteste Kraft des Universums. Es fehlen nach wie vor die Wechselwirkungsquanten analog etwa zu den Photonen der elektrischen Kraft. Newton erkannte zwar die mathematische Gesetzmäßigkeit und formulierte daher das Kraftgesetz, Schwerkraft blieb jedoch eine gespenstische Fernwirkung. Einsteins Ansatz krümmt den Raum wie einen Trichter, auf dessen Krümmungsfläche innen die Planeten entlanglaufen.
Sowohl Newton wie Einstein versagen jedoch bei der Erklärung der beobachteten Abweichung der galaktischen Umlaufgeschwindigkeit von Sternen im Vergleich mit der berechneten. Erst das Postulat von so genannter Dunkler Materie beseitigt die Diskrepanz. Allerdings verweigert sich diese bislang hartnäckig einem empirischen Nachweis. Gibt es die Dunkle Materie überhaupt?
Der holländische Astrophysiker Erik Verlinde baucht jedenfalls keine Dunkle Materie. Sein Ansatz: Er begreift die Gravitation als „thermodynamisch emergent“ und spricht ihr so den Charakter einer Grundkraft ab. Ähnlich wie Wärme erst durch die statistische Bewegung einer sehr großen Anzahl von Teilchen „emergiert“, ergibt sich Gravitation auf galaktischer Skala letztlich durch die Tendenz, die Entropie zu maximieren. Gravitation reduziert sich damit auf die Information, die mit der Position materieller Konglomerate im Raum verbunden ist. Verlindes Modell kombiniert darüber hinaus die „thermodynamische Gravitation“ mit dem holistischen Prinzip nach seinem Landsmann Gerard ‘t Hooft. Dieses besagt, dass jeder dreidimensionale Raum durch dessen zweidimensionale Begrenzung informatorisch darstellbar ist.
Ein Astronomenteam unter Margot Brouwer (NL) hat nun nach Auswertung des Gravitationslinseneffekts von rund 30 000 Galaxien erstmals einen empirischen Befund präsentiert, der Verlindes Modell bestätigt. Demnach ist eine hypothetische dunkle Materie als Korrektiv nicht länger erforderlich. Die emergente Gravitation ist etwas stärker und fällt langsamer ab als bei Newton und Einstein. Verlinde erklärt also die kosmische Dynamik ohne zusätzliche Stellschraube. Gemäß Ockhams Sparsamkeitsprinzip wäre Verlindes Modell damit vorzuziehen.
Übrigens hat auch raum&zeit Autor Dipl.-Ing. Joachim Schmitz in raum&zeit Nr. 195 in seinem Artikel „Ist die dunkle Materie ein kosmischer Spuk?“ die Rotationsanomalie von Galaxien ganz ohne die Annahme dunkler Materie erklärt. Schmitz legte statt eines Zentralpotentials statistisch verteilte Massenzentren zugrunde. (DS)

Quelle: www.newscientist.com

Online lesen
zur Startseite