Der Mandela-Effekt

raum&zeit Studio Talk mit Peter Herrmann


Kennen Sie folgendes Phänomen? Sie erinnern sich an ein bestimmtes Ereignis und stellen dann plötzlich fest, dass es doch ganz anders war als Sie bis dahin dachten. Wenn dabei die Erinnerung nicht nur Ihnen scheinbar einen Streich spielt, sondern auch vielen anderen Menschen, handelt es sich dabei um den sogenannten Mandela-Effekt.
Der Begriff Mandela-Effekt wurde von der Autorin Fiona Broome geprägt, da angeblich auf einer illustren Party eine Diskussion darum entbrannte, ob Nelson Mandela bereits in den 1980er-Jahren im Gefängnis verstorben war und nicht erst Jahre später am 5. Dezember 2013 an einer Lungenentzündung sterben sollte. Innerhalb der letzten Jahre tauchten nun vermehrt zumeist englischsprachige Blogs und Youtube-Kanäle auf, die das Thema aufgriffen und Hinweise dafür lieferten, dass unsere Vergangenheit sich angeblich nicht so abgespielt hat, wie wir uns daran erinnern. Oder dass sich möglicherweise unterschiedliche Vergangenheiten abgespielt haben könnten – verschiedene Zeitlinien, parallele Realitäten beziehungsweise Dimensionen. Der Begriff Mandela-Effekt bezieht sich auf eben jene Situationen, die eine nicht unwesentliche Rolle dabei spielen, hoch manipulativ zu unserer Verwirrung beizutragen. Im Mainstream gilt der Mandela-Effekt als ein in der Psychopathologie als „Konfabulation“ bekanntes Phänomen. Dieses betrifft allerdings einzelne Personen, die sich falsch an einen bestimmten Sachverhalt erinnern – zum Beispiel an ein Ereignis, das so nie stattgefunden hat. Der Mandela-Effekt hingegen betrifft größere Gruppen von Menschen, die sich kollektiv anders an etwas erinnern als zahlreiche andere Zeitgenossen.
Auf welche Weise der Mandela-Effekt mit Quantencomputern, Künstlicher Intelligenz und parallelen Zeitlinien zusammenhängt und welche Auswirkungen dies auf uns hat, erläutert Peter Herrmann im Gespräch mit Robert Stein.

 

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