Astrophysiker suchen Exo-Monde

Extraterrestrisches Leben

Die Astronomen haben bislang rund 850 Exo-Planeten entdeckt, allerdings sind die allermeisten davon Gasriesen wie unser Jupiter, die als unbewohnbar gelten. Zwei Forscher — der Astrophysiker René Heller vom Leibniz Institut in Potsdam und sein Kollege Rory Barnes von der Universität Washington — haben nun berechnet, dass zahlreiche Bedingungen erfüllt sein müssen (aus schulwissenschaftlicher Sicht zumindest), damit ein so genannter Exo-Mond Leben hervorbringen kann. Die wichtigste ist, dass sich Planet und Mond
in der habitablen Zone des Sterns befinden. Zudem sollte der Exo-Mond etwa so groß wie die Erde sein,
der Planet Jupiter-ähnliche Ausmaße besitzen und das Zentralgestirn von geringerer Masse als unsere Sonne sein. Dann, so die Forscher, stünden die Chancen für ein lebensfreundliches, stabiles Klima am besten.
Der Exo-Mond sollte überdies, wie der Jupiter-Mond Ganymed, ein eigens Mag-netfeld haben und tektonisch aktiv sein, wodurch ein Kohlenstoffkreislauf ermöglicht würde. Als maximale Größe gaben die Forscher die zweifache Erdmasse an, der Abstand vom Planeten sollte etwa zehn Planetenradien nicht unterschreiten,
da sich andernfalls aufgrund einer hohen Gezeitenreibung die Atmosphäre des Mondes zu sehr aufheizen könnte. Die Forscher gehen davon aus, dass Exo-Monde aufgrund der so genannten gebundenen Rotation genau wie der Erdmond ihrem Planeten stets dieselbe Seite zuwenden. Die Strahlungsenergie eines Planeten wie Jupiter könnte die Nächte auf der dem Planeten zugewandten Seite taghell machen, während die abgewandte Seite zeitweise gar kein Licht empfangen würde, nämlich wenn der Mond sich vom
Stern aus gesehen hinter dem Planeten befindet.

zur Startseite