© Mechthild Knösel

Bessere Lebensbedingungen für Milchkühe

KUH+DU – Eine Kampagne der Welttierschutzgesellschaft

Mehr als die Hälfte der Milchkühe darf niemals auf einer Weide grasen und 27 Prozent leben nach wie vor in Anbindehaltung. Hohe Milchleistungen und die nicht artgerechte Fütterung zehren an den Kräften der modernen Hochleistungskuh. Die Folgen sind Fruchtbarkeitsprobleme, Stoffwechselstörungen, Euter- und Klauenerkrankungen. Ein Großteil der 4,3 Millionen Milchkühe in Deutschland wird daher vorzeitig nach gerade einmal einem Viertel ihrer natürlichen Lebenserwartung von 20 Jahren geschlachtet. Vieles davon ist dem Verbraucher aber nicht bekannt, sind auf den Milchverpackungen doch häufig grasende Kühe auf idyllischen Weiden zu sehen. Ebenso wissen manche Verbraucher nicht mehr, dass Milchkühe eigentlich Hörner tragen oder jährlich ein Kalb gebären müssen, damit der Milchertrag hoch bleibt. Daher hat die Welttierschutzgesellschaft im Herbst 2013 die KUH+DU Kampagne gestartet. Mit der bundesweiten Kampagne möchten der Berliner Verein die Lebensbedingungen der Milchkühe in Deutschland verbessern. Ziel ist die Einführung einer Haltungsverordnung für Milchkühe sowie mehr Transparenz für den Verbraucher.

Als Erstorientierung für den interessierten Verbraucher wurde der Milchratgeber erstellt, in dem verschiedene konventionelle und Bio-Milchmarken miteinander verglichen und einige Kriterien der Haltung erklärt werden. Damit auch Stadtkinder die Bedürfnisse der Kühe wieder kennenlernen, bringt die Welttierschutzgesellschaft mit KUH+DU macht Schule die Milchkuh in den Unterricht. Mit einem liebevoll gestalteten Lernset lernen Schulkinder der vierten bis sechsten Klasse spielerisch die Milchkuh kennen.

Mit einer Petition werden tiergerechte Mindeststandards für die Haltung von Milchkühen gefordert. Bereits mehr als 166.000 Unterzeichner konnten dafür gewonnen werden. Denn obwohl sie einen wichtigen Teil der deutschen Landwirtschaft darstellen, finden Milchkühe und ihre natürlichen Bedürfnisse in der Tierschutz-Nutztierhaltungsverordnung praktisch keine Berücksichtigung.

Da den wenigsten bekannt ist, dass das Kalb noch am Tag der Geburt von der Mutter getrennt wird, es dazu aber Alternativen gibt, hat der Verein gezielt nach Höfen mit mutter- oder ammengebundener Aufzucht recherchiert und die Liste auf ihrer Kampagnen-Website veröffentlicht.

Mehr über KUH+DU und wie Sie den Milchkühen helfen können, erfahren Sie auf der Kampagnenwebsite www.kuhplusdu.de

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