CSU lehnt Verbot von Glyphosat ab

raum&zeit hat in der Vergangenheit wiederholt über das umstrittene Unkrautvernichtungsmitel Glyphosat berichtet.
Obwohl es im März 2015 von der WHO als "wahrscheinlich krebserregend" eingestuft wurde, lehnte die CSU-Mehrheit im bayerischen Landtag nun ein Verbot von Glyphosat ab, das SPD und Grüne gefordert hatten.
Laut dem Nürnberger CSU-Abgeordneten Michael Brückner, selbst Landwirt von Beruf, sei Glyphosat für die Landwirtschaft ein wahnsinnig wichtiges Pflanzenschutzmittel. "Wenn das Glyphosat ausfällt, kommen andere Pflanzenschutzmittel in größeren Mengen", so der CSU-Abgeordnete Anton Kreitmair, der auch Chef des Bayerischen Bauernverbands in Oberbayern ist.
Daraufhin warf die SPD der CSU vor, "Bayern weiter mit Glyphosat vergiften" zu wollen. Derselben Meinung ist die Grünen-Abgeordnete Rosi Steinberger, die darauf hinwies, dass Glyphosat in 60 Prozent der bayerischen Bäche nachgewiesen worden sei.

Auch die Sendung „quer“ vom Bayerischen Rundfunk griff die Gefahr durch Herbizide auf. Sehen Sie den Beitrag "Gift im Garten" in unserer Mediathek.

(Quelle: Münchner Merkur vom 22. Mai 2015)

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