Das Gehirn Gottes

Kosmische Filamente ähneln neuronalen Strukturen 

Ist das Universum ein gigantisches Gehirn? Es scheint so – nicht nur morphologisch, sondern auch funktional. Dazu geben immer mehr Forschungsergebnisse Anlass. Schon im Jahr 2001 zeigten Computersimulationen des European Southern Observatory (ESO), dass die ersten Strukturen des jungen Universums die Form gigantisch langer Fäden aus dunkler Materie annahmen. An den Knotenpunkten bildeten sich die Galaxien, die über die Fäden mit weiterem Baumaterial versorgt wurden. Ein Team der Australian National University hat im letzten Jahr Hinweise gefunden, nach denen die Galaxien durch gigantische Gas- und Plasmafäden miteinander verbunden sind. „Wir haben Hinweise für einen kosmischen Faden gefunden, der uns mit dem ganzen unermesslichen Universum verbindet“, so Studienleiter Dr. Stefan Keller. Er geht davon aus, dass gewöhnliche Materie von der dunklen Materie angetrieben wird „sich wie Schaum auf einer Meereswelle in weiträumigen Bahnen und Fäden anzuordnen, die sich über den unendlichen Raum erstrecken und dabei einem Küchenschwamm ähneln.“ Die Existenz des kosmischen Netzwerks aus dunkler Materie scheint auch eine aktuelle Entdeckung von Astronomen am WM Keck Observatory (Hawaii) zu bestätigen. Die Forscher fanden eine nebelartige Netzstruktur, die über eine Region von zwei Millionen Lichtjahren ausgebreitet ist. Sie vermuten, dass sie sich aufgrund der Gravitation durch die dunkle Materie gebildet habe. Verblüffend ist, dass dieser kosmische „Küchenschwamm“ stark an die neuronalen Strukturen des Gehirns erinnert (s. Abb.).

Und wie bei diesem elektrische Signale über die Axonen zwischen den Neuronen ausgetauscht werden, dient das kosmischen Gewebe dunkler Materie dem Austausch von Materie, Energie und Informationen. Wieder einmal scheint das holografische Prinzip „Wie im Kleinen, so im Großen“ bestätigt worden zu sein.

Quellen:

http://rsaa.anu.edu.au/research;
http://www.redorbit.com/news/
http://www.pressebox.de

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