Klares Signal aus dem Nationalrat

Klares Signal aus dem Nationalrat für die Rettung alter und seltener Sorten

Noch rechtzeitig vor der Sommerpause gab es gestern im EU-Unterausschuss einen klaren Auftrag an Minister Berlakovich, sich auch in Brüssel für den Erhalt der Vielfalt einzusetzen.

Ein Vier-Parteien-Antrag (eingebracht von SPÖ, ÖVP, den Grünen und dem BZÖ) wurde von den Abgeordneten des Unterausschusses einstimmig angenommen. Darin sind unter anderem wesentliche Punkte enthalten wie die Forderung, die Verordnung nur auf das "Inverkehrbringen von Saat- und Pflanzgut zum Zwecke der kommerziellen Nutzung und oberhalb bestimmter Mengen" zu beschränken.

Die Forderungen der vier Parteien gehen zwar nicht so weit, wie wir es uns wünschen, wir sehen aber das klare Zeichen aus dem österreichischen Nationalrat, die Vielfalt an Obst-, Gemüse- und Getreidesorten zu erhalten.

Die Zustimmung zu dem Antrag hat sehr weitreichende Konsequenzen. Sie bindet den Minister, diese Position auch in Brüssel zu vertreten.

Diesen Erfolg hätten wir ohne den Rückenwind der 250.000 UnterstützerInnen nicht geschafft! Die starke Unterstützung der UnterzeichnerInnen unserer Petition hat die PolitikerInnen letztlich davon überzeugt, dass es dringenden Handlungsbedarf gibt. Die EU-Saatgutverordnung darf so nicht durchgehen. Jetzt ist auch ein klares Zeichen seitens der anderen Mitgliedsstaaten der EU gefordert. Das EU Saatgutverkehrsrecht bedarf einer grundlegenden Überarbeitung.

Quelle: www.global2000.at

 
zur Startseite