Gentechnik-Futter

für Hühner und Puten

Wer Putenschnitzel und Eier von Tieren möchte, die nicht mit gentechnisch veränderter Nahrung gefüttert wurden, könnte es bald schwerer haben. Die deutschen Hähnchen- und Putenhalter sowie die Eiererzeuger und Eiervermarkter sehen sich nicht mehr in der Lage, gentechnikfreies Futter für ihre Tiere zu garantieren und suchen deshalb nach „Alternativen“. Dies gab der Zentralverband der Deutschen Geflügelwirtschaft e. V. im Februar bekannt. Als Grund geben die Hühnchenmäster und Legehennenhalter an, dass es immer schwieriger werde, GVOfreies Futter zu erwerben. Zum einen werde es weniger angeboten, da sich weltweit die Sojaproduktion hin zu gentechnisch veränderten Pflanzen verlagere. Außerdem sei das erwerbbare GVO-freie Futter zunehmend mit gentechnisch verändertem Material kontaminiert . D a i n Deutschland GVO-frei mit einer Belastung von maximal 0,9 definiert sei, würden die Anbieter sich in den illegalen Bereich bewegen, wenn sie weitermachten wie bisher, so die Geflügelhalter. Laut einer Auskunft von Agravis, einem der größten deutschen Händler mit Agrarrohstoffen, muss diese Darstellung aber in Frage gestellt werden. Derzeit gäbe es keine Lieferengpässe, nur höhere Preise für GVO-freies Futter, und für diese gäbe es keine Akzeptanz. Dass es weiterhin möglich ist, auf Gentechnik im Futter zu verzichten, zeigt die Haltung des größten europäischen Eierproduzenten, die Deutsche Frühstücksei. Dieser will auf jeden Fall an einer gentechnikfreien Produktion festhalten, versichert Firmenchef Christian Hinxlage.

Quelle: SZ v. 27.2.14, Pressemitteilung des ZDG

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