Glyphosat ist "wahrscheinlich" krebserregend

Glyphosat, das weltweit verbreitetste Herbizid, ist "wahrscheinlich krebserzeugend bei Menschen". Dies teilte vor kurzem die International Agency for Research on Cancer (IARC) unter Berufung auf die Krebsforschungseinrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit. So wurde Glyphosat in die zweithöchste Gefahrengruppe 2A („probably carcinogenic to humans“) eingeteilt.
Laut Studien aus Schweden, den USA und Kanada könne das Unkrautvernichtungsmittel beim Menschen Krebserkrankungen des Lymphsystems auslösen.
Dieses Ergebnis ist besonders brisant, da in diesem Jahr die Zulassung von Glyphosat in der EU um weitere zehn Jahre verlängert werden soll. Es ist daher nicht überraschend, dass die Industrielobbygruppe „Glyphosate Task Force“, die Agrochemiekonzerne wie Monsanto und Syngenta vertritt, die Ergebnisse umgehend zurückwies. Laut den Lobbyisten weisen die Studien methodische Mängel auf, zudem widerspreche das Ergebnis allen bisherigen Erkenntnissen.
Glyphosat wird nicht nur auf Feldern mit gentechnisch veränderten Pflanzen massiv versprüht, sondern auch in der konventionellen Landwirtschaft in Deutschland, in Privatgärten und Grünanlagen eingesetzt.
Es bleibt spannend, wie das Kräftemessen der verschiedenen Interessengruppen ausgehen wird.

Ausführliche Informationen zu diesem Thema und den zugrunde liegenden Studien finden Sie hier

(Quelle: www.keine-gentechnik.de)

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