Goldförderung in der Karibik

Bevölkerung gegen den giftigen Goldbergbau schützen

Protestaktion von Rettet den Regenwald

"Ich bin zu alt, ich lasse mich nicht noch einmal von meinem Land vertreiben", sagt Juliana Guzman, Bäuerin aus La Cerca. Sie sitzt in ihrem Haus, dessen Wände von Rissen durchzogen sind. Explosionen lassen jeden Tag die Erde beben. Ihre Nachbarn von der Kooperative halten die bereits verschimmelten Kakaofrüchte in der Hand. Bereits jetzt zerstören die im Probebetrieb verwendeten Chemikalien der Pueblo-Viejo Goldmine ihre Ernte. Beim Goldabbau wird hochgiftiges Zyanid eingesetzt, das über die Flüsse in die Böden der Umgebung getragen wird und großen Schaden anrichtet. Das Dorf La Cerca liegt im zentralen Hochland der Dominikanischen Republik. Es ist umgeben von dichtem Regenwald, in dem endemische Arten wie der gefährdete Schlitzrüssler leben. Im Dezember 2012 soll der Abbau durch die kanadischen Unternehmen Barrick und Goldcorp beginnen. Bis zu 24 Tonnen Zyanid werden pro Tag für den Abbau in der Pueblo Viejo Mine benötigt. „Der Zyanideinsatz ist ein Selbstmord auf Raten“, warnt Domingo Abreu vom Nationalen Umweltkomitee. Dabei ist der Goldbergbau überflüssig. Nur 11 Prozent des Goldes werden industriell verarbeitet. Dieser Anteil lässt sich über Recycling gewinnen. Der Rest des Goldes dient als unproduktive Investitionsanlage und zur Schmuckproduktion. Besonders gefährlich ist das Zyanid für die Gewässer der Umgebung. Bei der Mine entspringen Flüsse und dort liegt das größte Süßwasserreservoir des Landes – es versorgt den gesamten Inselstaat. Barrick hat sich vertraglich abgesichert, für Umweltschäden nicht aufkommen zu müssen. Deshalb geht die Bevölkerung auf die Barrikaden. Eine Koalition aus 100 Organisationen fordert eine Annullierung der Verträge mit den Bergbauunternehmen. Bitte unterstützen Sie die dominikanische Bevölkerung gegen den giftigen Goldbergbau!

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Start der Aktion: 23.11.2012 

 
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