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Gründe für mangelnde Unterstützung von Impf-Petitionen

Die wohl einfachste Art, öffentlich zu einem Thema Stellung zu beziehen, ist das Unterzeichnen einer Online-Petition. Nun kann man geteilter Meinung darüber sein, ob eine Petition überhaupt irgend etwas bringt. Jedoch zeigt die Beteiligung an einer Petition durchaus den Mobilisierungsgrad der Bevölkerung bzw. einer bestimmten Zielgruppe an.

Nimmt man den bisherigen Erfolg impfkritischer Online-Petitionen als einzige Messlatte, dann sieht es nicht gut aus und eine Impfpflicht scheint kaum abwendbar. Denn die Petition "Mindestanforderungen an Zulassungsstudien" hat seit 3. Februar knapp 7.300 Unterschriften gesammelt. Das ist mehr als die meisten bisherigen impfkritischen Petitionen für sich verzeichnen konnten, aber eindeutig zu wenig, um etwas politisch bewirken zu können. Dazu benötigen wir auf dieser Petitionsplattform mindestens 120.000 Unterstützer. Und das ist eigentlich nur ein Bruchteil dessen, was möglich wäre.

Eine weitere sehr unterstützenswerte europäische Petition, bei der es um die Wahrung der freien Impfentscheidung geht, hat bisher etwas über 8.000 Unterstützer gefunden.

Eine internationale Petition, in der eine konsequente Veröffentlichung von Studiendaten gefordert wird, kommt immerhin auf 84.000 Unterstützer, was aber für eine globale Petition auch immer noch zu wenig ist.

Woran liegt es, dass es uns nicht gelingt, mehr Gleichgesinnte zu aktivieren? Ist es vielleicht die Angst, sich öffentlich kritisch zu äußern, weil man Repressalien fürchtet? Dann hätte man sich im Grunde schon aufgegeben.

Oder ist es einfach nur Bequemlichkeit?

Oder der Zweifel, ob die Petition etwas bringt?

Oder ist es einem vielleicht doch egal, ob die freie Impfentscheidung mehr und mehr eingeschränkt wird, vielleicht weil man glaubt, nicht selbst betroffen zu sein?

Falls Sie eine oder mehrere der genannten Petitionen für unterstützenswert halten, selbst aber noch nicht unterzeichnet haben, würde es den Impfkritiker Hans Tolzin interessieren, wo es "hängt". Liegt es an den Formulierungen der Petition, am Design der Webseite, an der Kompliziertheit der Zeichnungsvorgangs? Oder liegt es daran, WER die Petition einreicht?

Schreiben Sie ihm, was man verbessern könnte, damit bei künftigen Petitionen ein höherer Mobilisierungsgrad erreicht wird: redaktion@impf-report.de

(Quelle: Hans Tolzin, Newsletter Impfentscheidung vom 30.4.2015)

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