Kunststoffe aus Pilz

Bahnbrechende Erfindung für Verpackungen

Das Unternehmen Ecovative Design aus der Nähe von New York hat ein revolutionäres Verfahren für den Dämmungs- und Verpackungsmarkt entwickelt: Die Firma stellt auf der Basis von Pilzkulturen und Bioabfällen vielfältige Plastik- und Kunststoffersatzprodukte her. Das MycoBond genannte Material kann hergestellt werden, ohne Ressourcen wie Öl zu verschwenden, viel Energie zu benötigen oder Chemie einzusetzen. Da es vollständig organisch ist und sich zu 100 Prozent zersetzt, kann es unbedenklich im eigenen Haushalt kompostiert werden. Dieses neue System vertreibt der Hersteller unter dem Markennamen EcoCradle (Verpackungsname) und Greensulate (rein ökologische Dämmung).
Angesichts der starken Umweltbelastung ist MycoBond die ideale Alternative zu Styropor und EPS-Produkten. Und dabei ist die Herstellung auch noch weniger aufwändig. Das verwendete Substrat muss vor der Vermischung mit Pilzkulturen lediglich pasteurisiert werden. Dann wird es in eine für die spätere Anwendung konstruierte Form gegeben. Die Pilzkulturen "ernähren" sich von den Agrar-Nebenprodukten und bilden so eine kompakte Masse. Und nach dem Wachstum von etwa einer Woche kommt ein Trockungsprozess, damit die spätere Verpackung oder Isolierung nicht schimmelt.
Die Hersteller versprechen, dass jedes Kunststoffteil von MycoBond ersetzt werden kann. So lässt beispielsweise ein amerikanischer Möbelhersteller seine Möbelschutzecken nur noch aus ökologischem Material fertigen. Zudem gibt es bereits eine bruchsichere Flaschenverpackung, die sich perfekt für den Versand eignet. Türfüllungen, Stoßfänger, Sitzschalen etc. könnten bald ebenfalls durch MycoBond ersetzt werden. Auch für Konsumgüter eignet sich das Material bestens: Neben Kerzenhaltern und Pflanzgefäßen gibt es bereits Schalen und Pinnwände aus rein ökologischer Erzeugnis.

(Quellen: www.ecovativedesign.com / www.nachhaltigleben.de)

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