Monsanto greift Glyphosat-Kritiker an

Vor einigen Wochen stufte die WHO das Pflanzenschutzmittel Glyphosat als "wahrscheinlich krebserregend" ein (raum&zeit berichtete). Obwohl die Einschätzung der Krebsforscher auf fundierten Studien basieren, müssen die Glyphosat-Kritiker nun starken Gegenwind aus den Reihen der Lobbyisten hinnehmen.
Hugh Grant, Vorstandschef des mächtigen Agrar-Konzerns Monsanto, bezeichnete die Studien gar als "Junk Science", also als Schrottforschung.
Betrachtet man die nackten Zahlen, ist diese heftige Reaktion des Branchenführers nicht verwunderlich: Laut Christoph Then von der gentechnikkritischen Organisation Test-Biotech hängen mindestens 8,5 Milliarden Dollar Jahresumsatz des amerikanischen Konzerns direkt und indirekt von Glyphosat ab. Diese enorme Summe macht etwa die Hälfte des Jahresumsatzes aus. Ein Verbot von Glyphosat hätte somit für Monsanto verheerende Folgen.

(Quelle: www.sueddeutsche.de)

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