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Monsanto zu Schadensersatz wegen Glyphosat verurteilt

In einem Urteil vom 10. August 2018 wurde der Konzern Monsanto in den USA aufgrund seines umstrittenen Pflanzenvernichtungsmittels Glyphosat verurteilt. Geklagt hatte der an Lymphdrüsenkrebs erkrankte 46-jährige Dewayne „Lee“ Johnson, der jahrelang als Platzwart an kalifornischen Schulen häufig Unkrautvernichter wie zum Beispiel Roundup und Ranger Pro von Monsanto verwendete. Johnson ist sich sicher, dass die in den Pestiziden enthaltenen Wirkstoffe für seine Krebserkrankung verantwortlich sind. Dieser Auffassung folgte auch die Jury und sprach Johnson einstimmig einen Schadenersatz in Höhe von insgesamt 289 Millionen Dollar (254 Mio. Euro) zu. Die Geschworenen befanden, dass das Unternehmen von der krebserregenden Wirkung der Mittel gewusst habe und daher bestraft werden müsse. Das Urteil erlangte große mediale Aufmerksamkeit, da es bisher das erste dieser Art war. Momentan laufen alleine in den Vereinigten Staaten über 4000 weitere ähnliche Klagen gegen Monsanto – das Urteil könnte also für die weiteren Verfahren wegweisend sein.

Quellen:

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/bundesregierung-draengt-auf-ein-glyphosat-aus-die-gruende-15735747.html

https://rp-online.de/wirtschaft/unternehmen/gruene-fordern-nach-monsanto-urteil-schnelles-glyphosat-verbot_aid-24355097

https://www.n-tv.de/politik/Gruene-fordern-Glyphosat-Anwendungsstopp-article20571261.html

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