Naturphilosophische Betrachtungen zur Coronakrise

"The Great Reset als technische Welterlösung?"

"Alle Fehler des neuzeitlichen Denkens werden in der Coronakrise plötzlich wie unter einem Vergrößerungsglas vorgeführt", stellt der Berliner Philosoph Jochen Kirchhoff fest, der in raum&zeit immer wieder zu aktuellen Themen geschrieben hat. Die momentane Fixierung auf bestimmte Zahlen wie die von Corona-Infizierten oder ausgelasteten Intensivbetten spiegelt für ihn die Neigung der Naturwissenschaften wider, wichtige Kontexte zu vernachlässigen. Schon auf dieser naturwissenschaftlichen Ebene werden Faktoren unberücksichtigt gelassen, die für eine differenzierte Einschätzung der Situation notwendig wären.

Weiterhin sieht Kirchhoff in der offiziellen Darstellung der Lage eine fehlerhafte Wirklichkeitssicht bezüglich der Frage: "Hat die Welt eine Innenseite oder gibt es nur ein Außen?" Denn für ihn beschäftigt sich die Naturwissenschaft lediglich mit dem Außen. Jeder, der sich aber auch als Innenwesen wahrnehme, könne von dort aus schließen, dass auch die ganze Welt ein Innen habe.

Vor diesem Hintergrund sei es evident, dass man die Corona-Krise nicht anhand einiger weniger mathematischer Stellgrößen angemessen beschreiben und kontrollieren könne. Der Mensch sei ein komplexes Wesen, der ein Immunsystem hat, dessen ganze Psyche mitspiele. So spiele auch bei jeder Auseinandersetzung mit einem Virus das Milieu eine zentrale Rolle: das soziale, das soziologische und das zwischenmenschliche Milieu. "Wenn man das alles ausklammert, dann spielen die Kollateralschäden natürlich auch keine Rolle", so Kirchhoff. Er sagt: "Wir haben dem Universum eine Maske aufgesetzt" und setzt dies in Bezug zu den Masken, die derzeit verordnet werden. 

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