Ölgewinnung aus Ölsand in Kanada

Täglich 250 Millionen Liter Giftmüll

D ie Gier nach Öl ist ungebrochen, und die Methoden werden immer rücksichtsloser: Ölsand heißt der neue Trend, der von der kanadischen Regierung gefördert wird. Sand unter der Provinz Alberta birgt tatsächlich die zweitgrößten Ölvorkommen der Welt. Rund um die Uhr wird hier abgebaut, Flora und Fauna werden dabei komplett zerstört. Zunächst werden Wälder kahl geschlagen, Feuchtgebiete trockengelegt, Erde abgetragen. Erst dann lassen sich die Ölsandvorkommen abbauen, die dreißig Meter unter der Erde liegen. Aus zwei Tonnen Sand lassen sich anschließend durch die extrem umweltschädigende „Extraktion“ ein Barrel Rohöl gewonnen. Dabei werden zwischen drei und sechs Barrel Wasser verbraucht. Experten warnen schon jetzt vor einem sich anbahnenden Wassernotstand. Heißes Wasser, Chemikalien und Zentrifugen zerlegen in großen Anlagen den wertvollen Sand in seine Bestandteile. Bitumen entsteht, eine zähe, schwarze Masse, aus der schließlich durch weitere Verfahren synthetisches Rohöl gewonnen wird. Die giftigen Rückstände werden in großen Auffangbecken geleitet, täglich 250 Millionen Liter mehr.

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