Offensive gegen E-Smog-Kritiker

Neue Sachverständige sollen vor allem beschwichtigen

Mobilfunk breitet sich weiter nahezu ungehemmt aus. Handys, W-LAN, Tetra-Funk, digitale TV- und Radiofrequenzen senden gepulste elektromagnetische Signale aus, die den körpereigenen Frequenzen ähnlich sind. Obwohl es zahlreiche Studien gibt, die schädliche Einwirkungen der stroboskopischen Einstrahlung auf lebende Organismen belegen, traut sich kaum ein Politiker, sich mit der mächtigen Mobilfunk-Lobby anzulegen. Allenfalls auf kommunaler Ebene gibt es auch mal Unterstützung durch die Politik. Offenbar, damit hier nicht mal aus Versehen ein Flächenbrand entstehen kann, hat die Strahlenschutzkommission nun die Bestellung von „EMF-Sachverständigen“ (Elektromagnetische Felder) angeregt, weil „selbsternannte Sachverständige [...] unqualifizierte Messungen mit ungeeigneten Messgeräten“ durchführen und „fehlerhafte Gutachten...“ erstellen, die „unnötige Ängste in der Bevölkerung auslösen.“ Die EMF-Sachverständigen werden ab 2013 in einem bundesweit einheitlichen Verfahren ausgewählt und nach Ablegung einer Prüfung vor der örtlich zuständigen IHK vereidigt. Da die Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung in Deutschland nur die thermische Leistungsaufnahme betreffen, in keiner Weise aber eine mannigfach nachgewiesene Störung des Zentralnervensystems, werden die neuen „EMF-Sachverständigen“ natürlich nur eines bezwecken: Die beunruhigte Bevölkerung in Sicherheit zu wiegen. Vater Staat sorgt für Euch, fürchtet Euch nicht. Gute Nacht, Deutschland!

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