Schädlicher Infraschall aus Windkraftanlagen

Wenige verdienen, viele leiden

Windkraftanlagen werden gern als „Klimaretter“ und AKW-Ersatz angepriesen und entsprechend subventioniert, bringen aber gravierende Nachteile mit sich. Ihre mangelhafte Effizienz — der Nutzungsgrad im windarmen Deutschland liegt bei rund 20 Prozent der installierten Leistung — und exorbitant hoher Platzbedarf führen zu einer Landschaftsverschandelung im gro-ßen Stil. Das kann jeder sehen. Doch gehen auch gesundheitliche Gefährdungen von WKAs aus, die aber von Politikern und Interessengruppen klein geredet oder gleich ganz ignoriert werden. So emittieren WKAs aufgrund der geringen Rotationsgeschwindigkeit ihrer Rotoren niederfrequenten Schall, der noch in 10 bis 25 Kilometer Entfernung nachweisbar ist. Darunter versteht man Schallwellen bis zu einer Frequenz von 100 Hertz, die sich aufgrund ihrer Langwelligkeit kaum dämmen lassen. Liegt die Frequenz unter 20 Hz, spricht man auch von Infraschall, der sich unterhalb der Hörschwelle befindet. Gleichwohl wird Infraschall über taktile und vestibuläre Rezeptoren im Gleichgewichtssystem des Innenohres wahrgenommen, was sich als unangenehmes Druckempfinden äußern kann. Darüber hinaus können auch beklemmende Emotionen ausgelöst werden.
Dies bewies das so genannte Infrasonic-Experiment in England im Jahr 2003. Wissenschaftler beschallten im Londoner Konzertsaal 700 Menschen zwei Mal mit je vier Musikstücken. Zwei derselben waren mit unhörbarem 17 Hz Infraschall unterlegt, ohne dass die Zuhörer davon wussten. Die anschließende Befragung ergab, dass eine signifikante Anzahl von 22 Prozent über Beklemmung, Unbehagen, extreme Traurigkeit, Reizbarkeit verbunden mit Übelkeit oder Furcht sowie ein „Kalt den Rücken runterlaufen“ klagten — nur während der Stücke mit eingespieltem Infraschall-Impuls. Der 2010 verstorbene Prof. Dr. Erwin Quambusch, der die Auswirkungen von WKA-Infraschall untersucht hat, schrieb, dass betroffene Personen unter anderem unter innerer Unruhe, Schlafstörungen, Mattigkeit oder erhöhtem Blutdruck litten. Man müsse außerdem bedenken, so Quambusch weiter, dass mögliche körperliche Folgen durch niederfrequenten Schall erst nach einer längeren Einwirkungszeit auftreten könnten. Langzeitstudien gibt es aber bislang keine. Zulassungsbehörden und die an WKAs verdienende Industrie verneinen allerdings hartnäckig eine Gesundheitsbeeinträchtigung durch niederfrequenten Schall. Stattdessen werden Bürger, die sich gegen den Bau von WKAs wehren, gern als Querulanten diffamiert, denen es an Opferbereitschaft zugunsten einer „klimafreundlichen“ Energiewende ohne Atomkraft mangele. Fazit: Wieder einmal muss das aberwitzige Klima-Argument herhalten, damit eine bestimmte Spekulanten-Clique Kasse machen kann — und sei es auf Kosten der Gesundheit von Millionen Menschen, die inzwischen in der Reichweite von WKA-Emissionen wohnen.

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