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Schweizer Bundesrat lehnt Vollgeld-Initiative ab

Überraschend lehnte der Schweizer Bundesrat am 24.2.16 die sogenannte "Vollgeld-Initiative" ohne Gegenentwurf ab.
Das Initiativkomittee schreibt in seinem aktuellen Newsletter als Reaktion auf die Ablehnung:

"Die Ablehnung des Bundesrates ist überraschend, da die Vollgeld-Initiative verwirklichen würde, was sich die meisten SchweizerInnen wünschen und heute schon für Realität halten:
Allein die Nationalbank erzeugt unser Geld – nicht nur Münzen und Banknoten, sondern auch das elektronische Buchgeld auf unseren Konten.
Die Banken sind zuständig für Zahlungsverkehr, Vermögensverwaltung und Kreditvermittlung. Sie können aber kein eigenes Geld mehr erzeugen.
Die Initiative des überparteilichen Vereins MoMo (Monetäre Modernisierung) will also, dass die Nationalbank neben Münzen und Banknoten auch alles elektronische Buchgeld erzeugt. Dieses elektronische Buchgeld auf Schweizer Konten wird heute von privaten Banken erschaffen und gilt nicht als gesetzliches Zahlungsmittel. Es ist unsicher, gefährdet das Finanzsystem und damit die Schweizer Volkswirtschaft. Der Bundesrat verkennt die weiterhin akuten Problematiken im (Schweizer) Finanzmarkt, insbesondere des auch gemäss Expertenberichten noch ungelösten "Too Big To Fail"."

Eine Pressemitteilung des Schweizer Bundesrates zur Ablehnung finden Sie hier


raum&zeit hatte in seiner Ausgabe 200 mit dem Artikel Vollgeld – Ja zu echtem Geld auf unseren Konten bereits ausführlich zu diesem Thema berichtet

 

(Quelle: www.vollgeld-initiative.ch)

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