Staaten immer übergriffiger

Ein Brief aus der Zukunft

„Sehr geehrter Herr X, unser biometrisches Identifikationssystem hat eindeutig bestätigt, dass Sie an den illegalen Protesten gegen die Klimaschutzmaßnahmen der Regierung teilgenommen haben. Damit haben Sie erneut gegen die gesetzlichen Bestimmungen verstoßen. Infolgedessen wird ihre CBDC-Karte bis auf weiteres gesperrt, wodurch für Sie keinerlei Transaktion mehr möglich ist. Außerdem wird Ihr Carbon-Konto eingefroren. Dadurch können Sie keine Verkehrsmittel mehr benutzen. Bitte wenden Sie sich an die für Sie zuständige Sozialagentur, die Ihnen eine Arbeit und eine Übernachtungsmöglichkeit im Dormitorium zuweisen wird. Sie erhalten überdies drei Mahlzeiten am Tag.“ Klingt nach einer Text-stelle aus „1984“, dem dystopischen Buch George Orwells. Doch wir bewegen uns mit rasendem Tempo in eine solche düstere Zukunft. Zahlreiche Staaten haben bereits biometrische Erfassungssysteme installiert (allen voran China) und sind auf dem Sprung zur Einführung von Central Bank Digital Currency (CBDC), also digitalem Zentralbankgeld, und parallel dazu der Abschaffung von Bargeld. Damit erhalten die Staaten die absolute Macht über das Konsumverhalten ihrer Bürger. Nicht nur Sperrungen sind möglich, auch eine eingeschränkte Produkte-Auswahl. „Das ist bereits die dritte Flasche Bier in dieser Woche, damit überschreiten Sie Ihr ärztlich zugewiesenes Limit“ wäre ein denkbarer Einwand des Systems. Die zunehmende Übergriffigkeit des Staates wurde jüngst auch in Kanada demonstriert, einem einst demokratischen Musterland. Die Finanzministerin Chrystia Freeland, übrigens ein WEF-Young-Leader-Absolvent, autorisierte während der Trucker-Proteste in Ottawa Banken, temporär solche Konten zu sperren, die verdächtig sind, die Trucker-Proteste zu unterstützen. Jede Bank erhielt das Recht, verdächtige Konten sofort einzufrieren – ohne richterliche Prüfung! Vor Regressansprüchen wurden die Banken ausdrücklich geschützt, da sie in „gutem Glauben“ handelten. So hebelte die kanadische Regierung Proteste gegen sich „par ordre du mufti“ aus. Damit hat Kanada ein Exempel statuiert, das von vielen „demokratischen“ Regierungen sicher mit viel Wohlgefallen wahrgenommen wurde. Die Entwicklung zeigt einmal mehr die Dringlichkeit auf, parallele Strukturen aufzubauen, um vom Staat und den diesen durchsetzenden multinationalen Konzernen und Big Money unabhängig zu werden. Besonders wichtig ist es, ein alternatives Geld- und Tauschsystem sowie lokale/regionale Netzwerke gegenseitiger Hilfe zu schaffen. (DS)

Quelle: www.cbc.ca

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