Suche nach Exoplaneten macht Fortschritte

Nachweis von Wasser mit erdgebundenem Teleskop

Die Suche nach Spuren außerirdischen Lebens kommt mit Riesenschritten voran. Nachdem mit modernsten Teleskopen immer öfter auch erdähnliche Planeten indirekt nachgewiesen werden, die in der habitablen Zone eines Sterns ihre Bahnen ziehen, ist Forschern an der Europäischen Südsternwarte ESO nun der spektrale Nachweis von Wasser in der Atmosphäre eines Exo-Planeten gelungen. Es handelte sich dabei um den Heißen Jupiter „HD 189733b“, der für eine Umrundung seiner Sonne nur 2,2 Tage benötigt. Das Besondere daran ist, dass dieses Ergebnis mit einem erdgebundenen Teleskop erzielt wurde. „Damit steht nun die Tür weit offen für deutlich detailreichere Bestandsaufnahmen der chemischen Zusammensetzung der Atmosphären von hunderten von Exoplaneten mittels erdgestützter Teleskope“, so Dr. Jayne Birkby von der Universität Leiden (Holland). Die Forscher sind außer an Wasser besonders an Methan (CH4) und Kohlendioxid (CO2) interessiert, da das Vorkommen dieser Moleküle als eine Voraussetzung für erdähnliches Leben gilt. Weitere Aufschlüsse erhoffen sich die Forscher von dem geplanten „European Extremely Large Telescope“ (E-ELT), das 2020 in Chile seinen Betrieb aufnehmen und detailreichere Analysen von erdähnlichen Planeten ermöglichen soll. „Es ist faszinierend, mir vorzustellen, dass noch zu meinen Lebzeiten der Tag kommen wird, an dem wir auf einen Stern zeigen und mit Gewissheit sagen können, dass es dort Leben gibt, wie wir es auf der Erde kennen”, so Dr. Birkby.

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