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Taiwan verbietet schrittweise Einwegplastik

Weltweit werden jährlich rund 380 Millionen Tonnen Kunststoff hergestellt. Davon landen circa 8 Millionen Tonnen in den Ozeanen. Angesichts dieser enorm hohen Zahl hat die Regierung Taiwans nun drastische Maßnahmen eingeleitet: Ab 2019 wird dort eines der weitreichendsten Plastikverbote in Kraft treten. Der erste Teil der Verordnung verbietet ab kommendem Jahr Kettenrestaurants die Herausgabe von Strohhalmen, ein komplettes Verbot von Strohhalmen in der Gastronomie soll 2020 folgen. Einzelhandelsgeschäfte werden für die kostenlose Bereitstellung von Plastiktüten, Einweg-Lebensmittelbehältern und Utensilien ab 2020 mit einer Geldbuße belegt, die sich ab 2025 noch weiter erhöht. Ein flächendeckendes Verbot von Einwegbeuteln, Strohhalmen, Containern und sonstigen Utensilien soll dann ab 2030 gelten. So sagt Lee Ying-yuan von der Taiwanischen Umweltschutzbehörde: „Wir wollen bis 2030 ein generelles Verbot einführen, um Plastikmüll, der das Meer verschmutzt und sich bereits in der Nahrungskette der Menschen befindet und unserer Gesundheit schadet, deutlich zu reduzieren.“
Taiwan könnte durch eine konsequente Umsetzung dieser Maßnahmen zu einem Vorbild für andere Nationen werden – bereits jetzt erlassen viele andere Regierungen gezielte und weitreichende Verbote für die Verwendung von Kunststoffen.

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