Urteil nach Blackwater-Massaker im Irak

Gericht verurteilt Angeklagte zu langjährigen Haftstrafen

Acht Jahre nach dem blutigen Massaker auf dem Nissur-Platz in der irakischen Hauptstadt Bagdad hat ein US-Gericht vier Mitarbeiter der privaten Sicherheitsfirma Blackwater zu hohen Haftstrafen verurteilt. Ein Angeklagter erhielt eine lebenslange Haftstrafe, seine drei Kollegen jeweils 30 Jahre Gefängnis.
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Beschuldigten damals grundlos das Feuer auf Zivilisten eröffnet hatten. Dabei kamen insgesamt 17 Menschen ums Leben, 20 wurden verletzt. Die vier Angeklagten blieben bis zuletzt bei ihrer Behauptung, dass sie aus Notwehr gehandelt hätten. Laut Gericht gäbe es jedoch keine Beweise, dass die Angeklagten unter Beschuss gekommen seien.
Die private Sicherheitsfirma Blackwater, die heute Academi heißt, steht wie kaum eine andere Organisation für das Söldnerwesen, das sich seit dem "Kampf gegen den Terror" der USA immer weiter ausbreitet. Die wiederholten Gewaltexzesse und undurchsichtigen Kommandostrukturen dieser Firmen geben seit mehreren Jahren in der Öffentlichkeit Anlass zu Kritik und Empörung.

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