Vetternwirtschaft auf höchster Ebene

USA sichern sich Einfluss auf ukrainischen Gasproduzenten

Die USA sind in ihrem Bestreben, die ukrainischen Gasvorkommen unter Kontrolle zu bekommen, ein großes Stück vorangekommen. Hunter Biden, zweitältester Sohn von US-Vizepräsident Joe Biden, wurde in den Vorstand von Burisma Holdings gewählt. Biden jr. hat dadurch direkten Einfluss auf den größten ukrainischen Gasproduzenten und kann die Geschicke der Firma im Sinne der US-amerikanischen Interessen leiten.
Burisma Holdings verfolgt bereits seit längerem einen prowestlichen Kurs. In Zypern angesiedelt, liegt das Unternehmen offiziell auf dem Gebiet eines EU-Mitgliedstaates. Kontrolliert wird die Firma von Nikolai Slotschewski, dem Ex-Umweltminister der Ukraine. Als Vertrauter des ehemaligen Präsidenten Viktor Janukowitsch privatisierte er die natürlichen Ressourcen der Ukraine - gegen den lautstarken Protest der Opposition um Julia Timoschenko. Desweiteren holte Slotschewski zahlreiche westliche Prominente in den Vorstand von Burisma Holdings. Neben Hunter Biden etwa den US-Politlobbyisten Devon Archer oder den polnischen Ex-Präsidenten Aleksander Kwasniewski. Pikantes Detail: Sowohl Kwasniewski als auch Joe Biden und John Kerry engagierten sich besonders vehement für die ukrainische Umsturzbewegung gegen Janukowitsch und nahmen oftmals persönlich an Demonstrationen auf dem Maidan teil.
Während der Bürgerkrieg in der Ukraine tobt, haben sich westliche Gruppen längst in Position gebracht, um nach Beruhigung der Lage ihre Interessen durchzusetzen.

(Quelle: MATRIX, Band 82, S. 16)

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