Wind- und Wasserkraftanlagen

GREEN STEP e.V.

Die Atomkatastrophe in Japan zeigt die schrecklichen und auch tödlichen Seiten der friedlichen Nutzung der Kernenergie. Trotz der Not und des Leids lässt zumindest der in Deutschland beschlossene Atomausstieg auf eine nachhaltigere Energieversorgung der Industrieländer hoffen. Dennoch sind unsere Probleme reiner Luxus, denn für fast eine Milliarde Menschen ist der Zugang zu Energie, Wasser und Nahrung nicht so selbstverständlich wie für uns. Gerade dort setzt unser Verein GREEN STEP e.V. an, eine nachhaltige Entwicklung mit umweltfreundlicher Technologie zu gewährleisten. Kleine Wind- und Wasserkraftanlagen, deren Konstruktion unseren Handwerkern im letzten Jahr erklärt wurde und auch in unserer geplanten Schule unterrichtet werden soll, helfen dabei gleich in mehrfacher Hinsicht: Menschen, die noch keinen Zugang zu Elektrizität für Licht und Kommunikation haben, erhalten eine preiswerte Energiequelle. Durch die lokale Produktion der Anlagen entsteht Einkommen vor Ort. Zu guter Letzt werden Handwerker in einem der am schnellsten wachsenden Märkte, der regenerativen Energieversorgung, ausgebildet. Unternehmen, die auf Facharbeiter angewiesen sind erhalten geschultes Personal und die Bevölkerung wird für den Einsatz von regenerativen Energiequellen sensibilisiert.

Im Mai 2011 trat eine Gruppe von neun Freiwilligen den weiten Weg nach Kamerun an, um weitere wichtige Vorarbeiten für die Schule zu leisten.

Michael Kohlbrecher von der Hochschule für Forstwirtschaft in Rottenburg hat im Rahmen seiner Projektarbeit einen voll funktionsfähigen Prototypen einer Warmwassersolaranlage gebaut. Zukünftig sollen derartige Anlagen von den Schülern der Schule gebaut und verkauft werden und somit einen Beitrag zur Bewältigung der laufenden Kosten leisten. Es war wahrhaftig eine Meisterleistung innerhalb von nur 14 Tagen und mit wenig Werkzeug ein solches Werk zu vollbringen. Derzeit liefert die Anlage warmes Wasser für die Herberge einer Schule in Foumban und wird laufend überwacht. 

Die angehenden Ingenieure Petra Kürzinger, Bryan Ho-Yan und Johannes Urban haben unter der Leitung von Dr. Stefan Krebs (Ingenieure ohne Grenzen, Regensburg) die Möglichkeit einer zweiten Einnahmequelle für die Schule erkundet: Kleinstwasserkraftanlagen sollen den Energiebedarf eines ländlichen Haushalts decken und dabei keine störende Eingriffe in die Natur erfordern. Dabei ist die Herausforderung, dass die Arbeit kontinenteübergreifend erfolgt. Während Bryan in Kanada an der Mechanik der Anlage forscht, entwickeln Petra und Johannes in Regensburg den Generator und die Elektronik. Unterstützung bekommen sie dabei von Stefan, der als leitender Ingenieur langjährige Erfahrung in der Produktentwicklung hat. Daher wird das Team auch bis Oktober einen ersten funktionierenden Prototypen demonstrieren können.

Ein Team des Fachgebiets für Hydromechanik der Technischen Universität München beschäftigte sich während des zweiwöchigen Aufenthalts mit der Energieversorgung der Schule. Hierzu wurde die Machbarkeit des Baus einer Kleinwasserkraftanlage am angrenzenden Fluss näher untersucht. Die Aufgaben gliederten sich in die Suche nach möglichen Standorten und die detaillierte Vermessung dieser. Hierzu gehörte sowohl eine genaue Höhenvermessung, Abflussbestimmung und das Einmessen möglicher Rohrleitungsverläufe in Zusammenarbeit mit den lokalen Partnern von ADEID. Ergebnis der Untersuchungen waren drei mögliche Standorte an denen das Wasserkraftwerk errichtet werden könnte. Die nächsten Schritte bestehen nun in einer vertieften Analyse der Ergebnisse mit dem Vergleich der drei Varianten hinsichtlich nötigen Aufwand und erzielbarer Ausbeute. Ein weiteres Anliegen der Reise war der Kontakt mit kamerunischen Partnern. So wurde der Universität von Douala ein Besuch abgestattet und der Grundstein für zukünftige Zusammenarbeit und eine mögliche Hochschulkooperation gelegt.

Björn Pucher, Projektleiter für das Schulprojekt bei den Ingenieuren ohne Grenzen, und Johannes Hertlein von GREEN STEP e.V. befassten sich vor allem um das Sammeln von Daten für einen Geschäftsplan der Schule und der Vernetzung mit den kamerunschen Partner für den Bau der Schule und weiterer Projektorganisation. Dabei wurde auch ein Rahmenvertrag mit der Organisation ADEID unterzeichnet, mit der GREEN STEP e.V. bereits in der Vergangenheit zusammengearbeitet hat und die die Bau- und Projektleitung in Kamerun übernehmen werden.

Edwin von Nkong Hilltop, der bereits in der Vergangenheit sein Organisationstalent unter Beweis gestellt hat, zeigte auch diesmal wieder, dass keine Gruppe zu groß, kein Weg zu weit und kein Wunsch unerfüllbar ist. Besten Dank an ihn und auch an alle Mitreisenden. Wir werden weitere Ergebnisse der Reise in zukünftigen Newslettern veröffentlichen.

Für den Bau der Schule fehlen uns noch etwa € 80.000. Wir sind bei diesem Projekt auch auf Ihre Hilfe angewiesen, denn jeder Euro zählt. Und sollten Sie Kontakt zu Sponsoren und Stiftungen haben, die die Schule unterstützen können, melden Sie sich direkt bei mir unter cornelia.ehlers@green-step.org. Vielen Dank

Selbstbauanleitung: Drei Flügel im Wind
Unser Buch steht weiterhin über unsere Internetseite zum Verkauf zur Verfügung. Da der komplette Gewinn ausschließlich in die Projekte fließen, eignet sich das Buch perfekt als kleines Geschenk.

Benefind
Seit nun knapp einem Jahr ist GREEN STEP e.V. offizieller Spendenempfänger bei der Internetsuchmaschinebenefind.de. Wählt man nun unseren Verein einmal als Spendenorganisation aus und nutzt die Suchmaschine überbenefind.de regelmäßig, gehen 0,5 €Cent je Suchabfrage an uns. So kamen in einem Jahr knapp 23€ zusammen. Ein kleiner Betrag, aber gemessen am Aufwand ist es dennoch lohnenswert. Die Suchergebnisse sind der von anderen Suchmaschinen wie google nicht weniger hilfreich.

Werkstatt für Windradbauworkshop in 2012 gesucht
Aufgrund der großen Nachfrage plant GREEN STEP e.V. im März/April 2012 einen Workshop zum Bau unser Windkraftanlagen. Der Workshop wird zwischen fünf und sechs Tagen dauern, denn jeder Teilnehmer soll am Ende alle Schritte des Baus einer Kleinwindturbine kennen gelernt haben. Wir suchen daher eine Werkstatt oder einen Bauernhof, der mit dem wesentlichen Werkzeugen ausgestattet ist, der auch die Möglichkeit eine Teilnehmerzahl von bis zu 15 Personen unterbringen zu können. Sollten Sie eine solche Lokalität kennen, bitte senden Sie uns eine E-Mail an info@green-step.org. 

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