Wolf-Dieter Storl erinnert an die alte Heilkraft der Kräuterbäder – von Kneipp bis zu keltischen Wurzeln. Wärme, Duft und Pflanzenkraft für Körper und Seele.
Schon Kneipp und Kräuterpfarrer Künzle wussten um die Wirkung von Kräuterbädern. Ihre Wurzeln reichen jedoch weit tiefer – bis in keltische Zeiten. Ein duftendes Kräuterbad war früher weit mehr als Wellness. Es galt als Heilritual, bei dem die Kräfte der Pflanzen über die Haut aufgenommen wurden.
Sebastian Kneipp und Johann Künzle
Sebastian Kneipp und Johann Künzle brachten die Tradition im 19. Jahrhundert zurück in die Volksheilkunde – doch die Wurzeln reichen weit tiefer: zu den Kelten, die dem Heu, den Gräsern und Blüten magische Kräfte zuschrieben. Heublumen, Haferstroh, Walnussblätter oder Schafgarbenblüten – sie alle waren fester Bestandteil der Volksmedizin. Kneipp nutzte sie gegen Rheuma, Gicht und Hautleiden, Künzle ergänzte eigene Rezepturen mit Wacholder, Farnwurzel und Tannenharz. Selbst das einfache Heu galt als Träger heiliger Lebenskräfte und wurde für Gebärende oder Kranke verwendet.
Kräuterwissen von Wolf-Dieter Storl
Wolf-Dieter Storl schreibt darüber ausführlich in seinem Blog-Artikel „Kräuterbäder“ auf seiner Webseite. Er erinnert daran, dass die Qualität dieser Bäder eng mit dem Sammelzeitpunkt und der Lebenskraft der Pflanzen zusammenhängt. Nur frische oder sorgfältig getrocknete Kräuter entfalten beim Erhitzen ihr volles Potenzial – sie geben Wärme, Duft und Heilkraft an das Wasser ab. So verbinden Kräuterbäder bis heute Körper, Seele und Natur – ein einfaches, wirksames Winterritual für Regeneration und Erdung.
