Klimaneutrale Panzer

Das hat uns gerade noch gefehlt

Rheinmetall brüstet sich damit, ab 2026 fossilfreien Stahl in der Panzerproduktion zu integrieren, um die CO₂-Bilanz zu verbessern.

Dank des Engagements des Konzerns und mit Unterstützung der lokalen Behörden konnte am Standort der Konzerntochter Pierburg SA im spanischen Abadanio eine großflächige Solaranlage mit 1635 Modulen auf den Dächern der Werkshallen installiert werden.

Gerechnet wird mit einem jährlich erzeugten Energie-Volumen von rund 730000 kWh. Durch diese nachhaltig erzeugte Energie können CO2-Emissionen in Höhe von 175 Tonnen pro Jahr eingespart werden, so Berechnungen des Unternehmens.

Zu den weiteren Optimierungsmaßnahmen, die der klimaneutralen Rüstung dienen, zählt der Konzern die Einführung eines geothermischen Austauschsystems, einer Isolierung von Rohrleitungen, automatischen Steuerungssystemen für Heizlüfter, automatischen Druckluftregelungssystemen sowie von Druckluftsystemen zur Leckerkennung, der LED-Technologie und von intelligenten Beleuchtungssystemen (KNX) sowie einer Kühlmittelfilterung und Brikettierungssystemen.

Fragwürdige Auszeichnungen

Im Jahr 2014 erhielt Pierburg in Spanien eine besondere Anerkennung der Energieabteilung der baskischen Regierung, im darauffolgenden Jahr wurde das Energiemanagementsystem im Rahmen der EFQM-Auszeichnung als gute Praxis anerkannt und im Jahr 2016 erhielt der Standort eine besondere Anerkennung durch den CEBEC, den Verband der wichtigsten Unternehmen in Bizkaia.

Allein dieses Auszeichnungssystem zeigt eine Pervertierung des menschlichen Denkens auf. Kriege sind bekanntlich die schlimmste Umweltverseuchung (inkl. CO2-Ausstoß) aller menschlichen Aktivitäten überhaupt. Die Schrecken des Krieges und die Tatsache, dass Deutschland immer weiter in den Krieg in der Ukraine involviert wird, sind nebensächlich. Es ist absurd!

Bildnachweis Einstiegsbild: © KKF/AdobeStock